Lake Powell Luftbild.jpg Der Lake Powell ist nach dem Lake Mead der zweitgrößte Stausee in den USA und liegt in den Bundesstaaten Arizona und Utah. Nach dem Bau des Glen-Canyon-Staudammes im Glen Canyon nördlich des Grand Canyon wurde der Colorado River vom 13. März 1963 bis 22. Juni 1966 aufgestaut. Bei maximaler Stauhöhe hat der See eine Länge von rund 300 km, ist am Damm 171 m tief und bedeckt eine Fläche von 645 km². Dann enthält er ca. 33,3 Milliarden m³ (=33,3 km³) Wasser. Der Lake Powell überflutet 96 Canyons und erstreckt sich weit in die Mündungen des von Nordwesten kommenden Escalante River und des von Osten kommenden San Juan River. Die Küstenlinie des Sees ist mit 3.150 km länger als die gesamte Westküste der USA. Die einzige Stadt am Lake Powell ist Page in Arizona, das aus dem ehemaligen Bauarbeitercamp des Dammbaues entstanden ist. Außerdem gibt es die Orte Wahweap in Arizona und Hall's Crossing, Bullfrog und Hite in Utah. Die Dangling Rope Marina in Utah ist nur über den See zu erreichen. Die einzige Möglichkeit, den Lake Powell mit Fahrzeugen zu überqueren bildet die Fähre zwischen Hall's Crossing und Bullfrog (Highway 276). In einem der Nebencanyons befindet sich das Rainbow Bridge National Monument, der größte natürliche Brückenbogen der Welt, der für die Navajo ein Heiligtum darstellt.
Benannt wurde der Stausee nach dem Bürgerkriegsveteranen Major John Wesley Powell, der im August 1869 mit acht weiteren Männern den Glen Canyon erforschte.
Im Jahre 1972 beschloss der amerikanische Kongress die Einrichtung der Glen Canyon National Recreation Area, die ca 5.000 km² umfasst, von denen der Stausee selbst nur 13% einnimmt. Sie gehört zum National Park System und grenzt im Nordosten an den Canyonlands National Park und im Süden an den Grand Canyon National Park. Alljährlich nutzen über drei Millionen Besucher das sonnige, trockene Klima und die vielen Freizeitangebote.
Aktueller Stand vom August 2005: Die oben genannten Daten des Stausees gelten bei normalem Wasserstand. Nach den vergangenen sechs niederschlagsarmen Jahren ist der Wasserstand bis jetzt (Sommer 2005) um etwa 45 m gesunken und somit fehlen fast zwei Drittel des Wasservolumens. Durch den Rückgang des Wassers sind breite Strände entstanden, die Enden der äußeren Canyons sind trocken gefallen, die Rainbow Bridge ist nur über einen längeren Fußweg zu erreichen und es sind Felsformationen aus dem Wasser aufgetaucht, die seit 30 Jahren nicht mehr zu sehen waren.
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