| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wappen Lahr Schwarzwald.png | Lahr_im_Schwarzwald_(Karte).png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Freiburg | bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Südlicher Oberrhein | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Ortenaukreis | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 165 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 69,79 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 43.810 (30. September 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 625 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 10,0 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 77901-77933 (alt: 7630) | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07821 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | OG | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 3 17 065 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | Kernstadt und 7 Stadtteile | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 4 77933 Lahr/Schwarzwald | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.lahr.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | lahrinfo@lahr.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Dr. Wolfgang G. Müller | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Einwohnerzahl der Stadt Lahr/Schwarzwald überschritt Mitte der 1950er Jahre die 20.000-Grenze. Daher wurde die Stadt bereits mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt. Mit der Gemeinde Kippenheim hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Die erst bei der jüngsten Gemeindereform eingegliederten Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt es gibt jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Jede Ortschaft hat eine Ortschaftsverwaltung, quasi ein "Rathaus vor Ort".
Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise weitere separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, die meist nur sehr weinige Einwohner haben, inzwischen aber teilweise auch schon mit dem Hauptort zusammen gewachsen sind. Andererseits gibt es auch neue Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen meist jedoch nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen gehören folgende Wohnplätze bzw. Siedlungen zu den Stadtteilen:
Stadt und gleichnamige Herrschaft blieben bis 1426 im Besitz der Herren von Geroldseck. Ihre Erben waren die Herren von Moers-Saarwerden, welche die halbe Herrschaft 1442 an das Land Baden verpfändeten. Dieses kaufte 1497 seinen Teil. Die andere Hälfte gelangte 1522 an das Haus Nassau-Saarbrücken. Beide Herrschaften führten die Reformation ein und verwalteten die Stadt und ihr Umland als Kondominat bis 1629, als Lahr ganz zu Nassau kam. Schon sehr früh wurde Lahr Amtsstadt.
Nach starken Bevölkerungsrückgängen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1677 während des Holländischen Kriegs von französischen Truppen unter dem Marschall Chréquy in Brand gesetzt. Wichtigste Ereignisse im 18. Jahrhundert sind die verschiedenen "Lahrer Prozesse" der Bürgerschaft gegen ihre eigene Landesherrschaft, die 1726 und 1778 zu Gunsten der Bürger entschieden wurden und in der Stadt das von der Herrschaft intendierte absolutistische System verhinderten.
Lahr_Burgheimer_Kirche.jpg | 1803 kam Lahr mit seinem Umland an Baden und die Stadt wurde Sitz eines badischen Amtes, das im Laufe der Geschichte mehrmals verändert wurde.
Im 19. Jahrhundert war Lahr eine bedeutende Druckerstadt. So hat auch der Burda-Verlag, der heute im benachbarten Offenburg beheimatet ist, den Ursprung seiner Firmengeschichte z.T. in Lahr. Schon zwischen 1898 und 1919 sowie 1936 bis 1945 war Lahr Garnisonsstadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Lahr Stützpunkt französischer Streitkräfte (bis zum NATO-Austritt Frankreichs). Von 1969 bis in die 1990er Jahre hatte das Hauptquartier der kanadischen NATO-Streitkräfte in Europa hier seinen Sitz. Durch den anschließenden Zuzug ehemaliger Russlanddeutscher bzw. Spätaussiedler, insgesamt 9000 Menschen, und von ca. 4000 Menschen anderer Nationalitäten hat derzeit etwa jeder vierte Bürger Lahrs einen Geburtsort in dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Nach dem Abzug der kanadischen Streitkräfte blieb eine kleine Gemeinde kanadischer Bürger - ca. 200 meist ehemalige Zivilangestellte des Militärs - in Lahr zurück.
Bereits 1939 war Lahr Kreisstadt des aus dem bisherigen Bezirksamt Lahr hervorgegangenen Landkreises Lahr geworden, der später das Kfz-Kennzeichen "LR" bekam. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Lahr aufgelöst und seine Gemeinden dem neu gebildeten Ortenaukreis zugeordnet.
Auch die Stadtteile Lahrs haben eine lange Geschichte. Die meisten gehörten zur Herrschaft Lahr (Hugsweier, Burgheim, Dinglingen, Langenwinkel, Mietersheim und Sulz) und teilten folglich die Geschicke der Stadt. 1803 kamen sie an Baden und waren Gemeinden im Amtsbezirk Lahr, bevor sie in die Stadt Lahr eingegliedert wurden. Hugsweier wurde 1341 als "Hugeswilre", Burgheim 1035 als "Burcheim", Dinglingen 961 als "Tuntelinga", Mietersheim 762 als "Mutherisheim" und Sulz 1270 als "Sulz" erstmals erwähnt.
Langenwinkel ist ein recht junges Dorf. Es wurde zunächst ab 1787 auf der Gemarkung Dinglingen im nassauischen Waldgebiet, das hierfür gerodet wurde, angelegt. 1790 wurde das erste Haus errichtet und 1797 wurde Langenwinkel eine selbständige Gemeinde, die mit Lahr 1803 an Baden kam. Nach 1951 wurde in der unmittelbaren Nachbarschaft der Flugplatz der französischen Streitkräfte angelegt. Dies führte zu einer erheblichen Belastung für die Einwohner Langenwinkels. 1965 beschloss daher das Bundesverteidigungsministerium, den Ort zu verlegen. Er wurde einige Kilometer südöstlich unweit des Hurster Hofes zwischen 1968 und 1971 neu angelegt.
Kippenheimweiler wurde 1417 als "Wilre" bzw. 1462 als "Kippenwiler" erstmals erwähnt. Es war ein Ausbauort Kippenheims und kam mit diesem 1629 an die badische Herrschaft Mahlberg, ab 1810 zum Amt Ettenheim und erst nach dessen Auflösung 1924 zum Bezirksamt Lahr.
Kuhbach wurde 1035 als "Cuobach" erstmals erwähnt. Es gehörte zunächst den Geroldseckern und kam bei dessen Teilung 1278 an Hohengeroldseck (Vogtei Seelbach). Kirchlich gehörte es zunächst zur Burgheim, dann zur Pfarrei Lahr. Nach der Gegenreformation in Hohengeroldseck wurde der Ort wieder katholisch. Der Ort kam erst 1819 an Baden und wurde dann dem Bezirksamt Lahr zugeordnet.
Reichenbach wurde 1270 als "Richenbach" erstmals erwähnt. Der Ort war im zwischen Geroldseck und Tiersberg geteilt. Der Tiersberger Teil kam im 14. Jahrhundert über Schwarzenberg und Ettendorf, Hummel von Staufenberg nach und nach an Baden, die den Ort an die Röder zu Lehen gaben. Der hohengeroldseckische Teil kam über die Cronberg an die Grafen von der Leyen. Reichenbach war zunächst evangelisch, wurde aber ab 1658 wieder katholisch. Der baden-rödersche Teil kam 1806 an die Grafschaft Geroldseck, wurde mit dieser 1815 österreichisch und wurde 1819 an Baden (Amt Hohengeroldseck) abgetreten. Erst 1832 kam Reichenbach zum Bezirksamt Lahr.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1804 | 4.753 |
| 1815 | 4.371 |
| 1852 | 6.939 |
| 1. Dezember 1871 | 9.173 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 11.152 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 16.068 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 17.919 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 16.609 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 16.807 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 18.100 |
| 1946 | 16.662 |
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 13. September 1950 ¹ | 19.530 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 22.599 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 24.725 |
| 31. Dezember 1975 | 35.570 |
| 31. Dezember 1980 | 35.465 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 33.141 |
| 31. Dezember 1990 | 34.719 |
| 31. Dezember 1995 | 42.021 |
| 31. Dezember 2000 | 42.555 |
| 30. September 2005 | 43.810 |
Anfang des 19. Jahrhunderts zogen auch wieder Katholiken nach Lahr. 1843 wurde die katholische Pfarrei gegründet und ab 1846 wurde die eigene Kirche St. Peter und Paul erbaut. Die 2. Pfarrei wurde St. Marien 1960 (Kirche von 1954/56). Weitere katholische Gemeinden gibt es in Dinglingen (Hl. Geist mit Filialkirche St. Martin Hugsweier), Kuhbach (Mariae Himmelfahrt und Kapelle Unserer Lieben Frau), Reichenbach und Sulz (St. Peter und Paul). In Sulz bestand zwischen 1773 und 1959 ein Simultaneum zwischen evangelischer und katholischer Gemeinde. Die katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Lahr des Erzbistums Freiburg.
Daneben gibt es in Lahr auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter Evangelisch-freikirchliche Gemeinden (Baptisten), die Evangelisch-methodistische Kirche und eine Freie Christengemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Lahr vertreten.
| CDU | 11 Sitze |
| SPD | 7 Sitze |
| FWG | 6 Sitze |
| Die Grünen | 4 Sitze |
| FDP | 3 Sitze |
| Fraktionslos | 1 Sitze |
Lahr verfügt über eine Autobahnanbindung an die A5 Karlsruhe-Basel und ist Kreuzungspunkt der Bundesstrassen B3, B36 und B415.
Lahr besitzt einen Bahnhof an der Rheintalbahn der Deutschen Bahn. Der ehemalige Stadtbahnhof der Lahrer Eisenbahn-Gesellschaft und die Anlagen der Mittelbadische Eisenbahnen AG, die von Seelbach (Schutter) nach Kehl als Dampfstraßenbahn durch die Stadt fuhr, sind mittlerweile vollständig abgebaut.
Heute in Lahr beheimatete Verlage: Ernst Kaufmann-Verlag, Verlag Moritz Schauenburg (Jahreskalender des Lahrer Hinkenden Boten) und Johannis-Verlag (evangelisches Verlagshaus seit 1896).
Die Stadt Lahr hat zwei Gymnasien - das Max-Planck-Gymnasium (Profil: Französisch+Englisch, Naturwissenschaft und Technik) und das Scheffel-Gymnasium (seit 1804, die älteste höhere Schule zwischen Karlsruhe und Freiburg, Profil: Französisch+Englisch, Latein+Englisch, Bilingualer Englisch-Zug, Hochbegabten-Klasse, NaT-Working, Naturwissenschaft und Technik), eine Realschule (Otto-Hahn-Realschule), eine Förderschule (Gutenbergschule), acht Grundschulen (Eichrodt-Grundschule, Geroldseckerschule, Johann-Peter-Hebel-Schule, Luisenschule, Schutterlindenberg-Schule, Grundschule Kuhbach, Grundschule Langenwinkel, Schulhaus Kippenheimweiler und Grundschule Mietersheim), zwei Grund- und Hauptschulen (in Reichenbach und in Sulz) und zwei Hauptschulen (Friedrich-Hauptschule und Theodor-Heuss-Hauptschule Dinglingen).
Der Ortenaukreis ist Träger der Gewerblichen Schulen Lahr, der Kaufmännischen Schule Lahr (unter anderem mit dem Integrierten Beruflichen Gymnasium Lahr, das eine sozialpädagogische, eine technische und eine wirtschaftswissenschaftliche Richtung hat), der Beruflichen Schule im Mauerfeld (Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule), der Brüder-Grimm-Schule für Sprachbehinderte mit Pinocchio- Schulkindergarten für Sprachbehinderte und der Georg-Wimmer-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten für Geistigbehinderte.
Weitere öffentliche Schulen sind das Clara-Schumann-Gymnasium (Staatliches Aufbaugymnasium mit Heim), die Badische Malerfachschule und die Krankenpflegeschule am Klinikum Lahr.
Zahlreiche Privatschulen runden das schulische Angebot Lahrs ab. Es gibt unter anderem ein Abendgymnasium, eine Abendrealschule, die Altenpflegeschule der Arbeiterwohlfahrt am Ludwig-Frank-Haus, eine Berufsfachschule für Kosmetik, die Ferdinand-Fingado-Schule für Erziehungshilfe, eine Freie Evangelische Schule (Grund-, Haupt- und Realschule), eine Hebammenschule und eine Physiotherapeutenschule der Deutschen Angestellten Akademie e.V. und die Sprachheilschule am Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrum.
Sehenswert ist auch der Stadtpark mit Museum in der Villa Jamm und die Hammerschmiede im Stadtteil Reichenbach.
Das Neue Rathaus der Stadt Lahr, einst als Industriellenvilla erbaut, besitzt eine Fassade von Friedrich Weinbrenner.
Die heutige Hauptkirche der Stadt ist die evangelische Stiftskirche, ehemals zu Unserer Lieben Frau, eine spätgotische dreischiffige Basilika mit 1874 errichtetem Westturm. Älter ist jedoch die Burgheimer Kirche (auch Peterskirche), die eine der ältesten Kirchen rechts des Rheins ist. Zwischen 1877 und 1880 wurde die Christuskirche Lahr als zweite evangelische Kirche der Stadt errichtet. Dabei handelt es sich um einen Kuppelbau im Stil der italienischen Renaissance. Die Friedenskirche wurde 1956 errichtet. Die erste katholische Kirche St. Peter und Paul wurde 1846 im neoromanischen Stil errichtet und hat zwei Türme. Die zweite Pfarrkirche St. Marien wurde 1954 bis 1956 erbaut und 1967 erweitert.
In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen und Kapellen:
Evangelische Petruskirche Burgheim (romanische Chorturmkirche mit gotischen Wandmalereien), evangelische Martinskirche Dinglingen (erbaut 1784), evangelische Melanchthonkirche Dinglingen (erbaut 1979), evangelische Kirche Hugsweier (ehemals St. Margarethen, erbaut 1755 bis 1790), katholische Filialkirche St. Martin Hugsweier (erbaut 1966), evangelische Filialkirche Kippenheimweiler (erbaut 1902), katholische Kapelle zu Unserer Lieben Frau in Kuhbach (erbaut im 14./15. Jahrhundert), katholische Kirche Mariae Himmelfahrt in Kuhbach (erbaut 1956), evangelische Kapelle Mietersheim (erbaut im 16./17. Jahrhundert), katholische Kirche Reichenbach (erbaut 1846 bis 1848 im neoromanischen Stil), katholische Kirche St. Peter und Paul in Sulz (erbaut 1864 im neoromanischen Stil) sowie evangelische Johanneskirche Sulz (erbaut 1960).
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Lahr/Schwarzwald".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world