Die Lagerstättenkunde gehört zu den Geowissenschaften und befasst sich mit den natürlichen Anreicherungen von festen, flüssigen oder gasförmigen Rohstoffen (Ressourcen) innerhalb der Erdkruste, die für wirtschaftliche und/oder industrielle Zwecke genutzt werden können. Ihre Aufgabe besteht in der Versorgung der Industriegesellschaft mit diesen Rohstoffen. Aus diesem Grund wird der Begriff Lagerstättenkunde oft wie ein Synonym für Wirtschaftsgeologie (englisch: economic geology) verwandt. Als Teilgebiet der angewandte Geologie ist die Lagerstättenkunde auch für vielfältige Dienstleistungen während der bergbaulichen Gewinnung von Rohstoffen zuständig.
=Aufsuchung und Beurteilung von Lagerstätten= Ein wesentliches Aufgabengebiet der Lagerstättenlehre besteht in der Erkundung (Prospektion) von Höffigkeitsgebieten und der Erschließung (Exploration) der aufgefundenen Vorkommen. Dies erfordert eine sorgfältige Probennahme im Gelände, wie z.B. durch Schürfgräben, Bohrungen, Versuchsstollen, usw. Das Ziel dieser Arbeiten ist die Bestimmung der genauen Position der Lagerstätte, so wie die Vorratsberechnung. In diesem Zusammenhang wird die Lagerstättenkunde oft als Montangeologie bezeichnet. Siehe Hauptartikel: Lagerstätte.
=Klassifizierung von Lagerstätten= Andererseits gehen die Methoden der Lagerstättenkunde weit über die unmittelbaren praktischen Bedürfnisse der Rohstoffwirtschaft hinaus und überschneiden sich mit den wissenschaftlichen Disziplinen der Strukturgeologie, Geochemie, Geophysik, Mineralogie, Petrographie, Petrologie, sowie, im Falle biogener Lagerstätten, der Paläontologie. Ziel dieser Untersuchungen ist eine Systematik von Lagerstätten, die nicht nur ökonomisch, sondern auch wissenschaftlich begründet ist.
Ein erstes Unterscheidungsmerkmal von Lagerstätten ist ihr Lagerungsverhältnis zum Nebengestein: der Rohstoffkörper kann (ähnlich wie eine magmatische Intrusion) die Gesteinspakete diskordant durchschlagen, oder konkordant ihrer internen Schichtung folgen. Zweitens unterscheidet man die verschiedenen Arten der räumlichen Ausdehnung:
Sehr viel bedeutender ist die Klassifizierung von Lagerstätten nach ihrer Entstehung (Genese). Dieses Vorgehen ist allerdings mit prinzipiellen Problemen behaftet, denn die Vorstellungen über die Prozesse, die zur Anreicherung bestimmter Rohstoffe in der Erdkruste führen, sind auch heute noch im Fluss, und nicht immer endgültig geklärt. Außerdem ist an der Bildung einer Lagerstätte oft mehr als ein Prozess beteiligt. Bei einer strikten Klassifizierung nach der Genese würde dann ein und die selbe Lagerstätte mehreren verschiedenen Lagerstättentypen angehören. Aus diesem Grund bevorzugen manche Lagerstättenkundler eine Nomenklatur, die sich einfach auf das bekannteste Beispiel für einen bestimmten Lagerstättentyp bezieht, wie Olympic Dam-Typ, Broken Hill-Typ, oder Savage River-Typ, etc. Dieses Verfahren ist jedoch nicht weniger willkürlich, dafür aber weit unanschaulicher.
Andererseits besteht eine kaum zu überbrückende Kluft zwischen dem Bedürfnis der Lagerstättenkundler nach einer möglichst einfachen und klaren Klassifikation, und dem gleichzeitigen Bedürfnis nach einer möglichst vollständigen Erfassung aller beobachteten Fakten. Ein gutes Beispiel liefern hier einige der so genannten schichtgebundenen Lagerstätten (englisch: strata-bound deposits). So, wie die oben erwähnten schichtigen Lagerstätten sind sie an bestimmte stratigraphische Horizonte gebunden: wie z. B. die Uran-Lagerstätten des Colorado-Plateaus in Wyoming an Sandsteine, und die Blei-Zink-Lagerstätten vom Mississippi-Valley-Typ an Karbonatgesteine, wie Riffkalke und Karbonatschlammbänke. Jedoch müssen die Vererzungen selbst nicht schichtförmig sein, sonder können auch gangartige oder unregelmäßige Formen aufweisen. Bei den meisten dieser Vererzungen geht man davon aus, dass sie sich nach der Ablagerung der Sedimente (epigenetisch) gebildet haben. Trotzdem gibt es bei anderen Hinweise auf eine gleichzeitige (syngenetische) Bildung, und in manchen Lagerstätten findet man beides. Untersuchungen der Isotopen-Verhältnisse in den verschiedenen Lagerstätten deuten meist auf eine Herkunft der Metalle aus tieferen Erdschichten hin, manchmal aber auch auf Konzentrationen in eingeengten Meeresbecken. So verwundert es nicht, dass manche Lagerstättenkundler alle diese Lagerstätten unter einen einzigen Oberbegriff subsummieren möchten, während andere praktisch für jede einzelne bekannte Lagerstätte einen eigenen Lagerstättentyp vorschlagen.
Eine gängige Klassifizierung ordnet die Lagerstätten den drei grundlegenden Gesteinstypen zu: den Magmatiten, Sedimenten und Metamorphiten.
In anderen Fällen kann es zur Trennung bestimmter unmischbarer Komponenten in der Schmelze kommen, so wie sich Wasser von Öl trennt (Liquidentmischung). In Sulfid-Silikat-Schmelzen scheiden sich z.B. Sulfidtröpfchen ab. In diesen Tröpchen konzentrieren sich besonders Kupfer und Nickel, ebenso Metalle der Platin-Gruppe. Wenn sich die einzelnen Tröpfchen mit einander vereinen, können so umfangreiche Sulfid-Lagerstätten entstehen, wie z.B. in Sudbury (Kanada). Siehe auch: orthomagmatische Lagerstätten.
Ein Kennzeichen der nun verbliebenen Restschmelzen ist, dass sie zunehmend immer mehr Wasser enthalten. Wegen des enormen Gesteinsdruckes können die stark überhitzten Wässer jedoch nicht sieden. Die Ausscheidungen in dieser überkritischen Phase sind z.B. die Lagerstätten von Seltene Erden-Metallen in Pegmatit-Gängen.
Da sich Diamanten nur unter großen Drücken und Temperaturen bilden, müssen sie aus Regionen von über 120 Kilometern stammen, die von mindestens 60 Kilometer dicker kontinentaler Kruste überlagert werden. An der Erdoberfläche weisen die Durchschlagsröhren meist einen Durchmesser von weniger als einen Quadratkilomter auf. Zur Tiefe hin verengen sie sich immer weiter und enden schließlich an gangartigen Strukturen, die mit unbreckziiertem Kimberlit gefüllt sind. Von diesen "Wurzelzonen" nimmt man an, dass sie an regionale Schwächezonen mit Dehnungsrissen und Grabenbildungen gebunden sind, die bis in den Oberen Mantel hinab reichen. Nach der explosiven Eruption sehr gashaltiger Magmen kann es zuweilen noch zur stillen Intrusion kleinerer magmatischer Körper in den Pipes kommen.
In den höheren Teilen der Erdkruste vermischen sich die Fluide mit Oberflächenwässern, die durch die Wärme der magmatischen Intrusionen in Zirkulation versetzt werden. So bilden sich in offenen Klüften und Spalten Geothermal-Systeme, die bis an die Erdoberfläche reichen können. Ein anderer Mechanismus, der die mineralisierenden Lösungen an die Oberfläche transportieren könnte, ist das so genannte "seismische Pumpen", d.h., das stoßartige Öffnen und Schließen von tektonischen Störungen im Laufe eines Erdbebens.
Mit abnehmendem Druck und Temperatur unterteilt man die hydrothermale Mineralisation in katathermal, mesothermal, und schließlich epithermal (z.B. heiße Quellen und Abscheidungen aus Dämpfen).
Oft entwickeln sich diese Stöcke oder "Stockwerke" (nach englisch: stockwork, nicht als Bezeichnung für eine Etage, oder ähnliches) an den Schnittstellen zwischen Störungen und bestimten Schichtgrenzen. Wenn es sich hierbei um besonders reaktive Gesteine handelt, wie Karbonate, kohlenstoffhaltige Sedimente, vulkanische Tuffe, oder besonders blasenreiche Laven, kann sich die fein verteilte Mineralisation (Imprägnation) nach den Seiten hin weit in diese Schichtpakete hinein ausdehnen. Hierhin gehören z. B. die volumenreichen Lagerstätten vom Carlin-Typ in den USA (Nevada, Utah, Idaho, Kalifornien), die wegen ihrer sehr feinkörnigen Vererzung zuweilen als "unsichtbare" Gold-Lagerstätten bezeichnet werden.
Erst seit dem Ende der 1960er Jahre wurden Uran-Imprägnationslagerstätten in Saskatchewan/Kanada und in Australien bekannt, die an die Erosionsflächen (Diskordanzen) zwischen dem kristallinen Grundgebirge und überlagernden metamorphen Sedimenten gebunden sind.
Chuqui1.jpg stellt z. Z. den größten Tagebau der Welt dar.]] Einen wirtschaftlich besonders wichtigen Typ der Imprägnations- und Stockwerklagerstätten stellen die so genannten porphyrischen Kupferlagerstätten dar. Hierbei handelt es sich um Lagerstätten mit verhältnismäßigen geringen Erzgehalten, aber oftmals riesigen Volumen. Diese Art von Lagerstätten wurde zum ersten Mal in den 1920er Jahren im Südwesten der USA erfolgreich abgebaut, und seither hat der Massenabbau im Tagebau, im Vergleich zum klassischen Bergbau von Ganglagerstätten unter Tage, immer mehr an Bedeutung gewonnen. Heute geht über die Hälfte der weltweiten Kupferproduktion auf "Kupferporphyries" zurück, aber auch die größten jemals von Menschen erzeugten Löcher in der Erdkruste.
Im Gegensatz zu den oben angeführten Stockwerklagerstätten bilden sich Kupferporphyries typischerweise in den oberen Teilen von sauren und intermediären Intrusionen, wie Granit und Diorit. Während die Minerale am Rand dieser Intrusionen meist gleiche Korngroßen aufweisen, treten im Inneren größere Kristalle in einer gleichkörnigen Matrix hervor (porphyrisches Gefüge, daher der Name). Dieses Gefüge gilt als ein Hinweis auf eine verhältnismäßig schnelle Abkühlung und Auskristallisation der Intrusion. Man vermutet, dass der Dampfdruck der mineralisierenden Lösungen im oberen Bereich der Magmakammer irgendwann den Gesteinsdruck überstiegen hat, und dass das umgebende Gestein durch retrogrades Sieden zerrüttet wurde. Die mineralisierenden Lösungen kristallisierten so an Ort und Stelle aus, bevor sie in weiter entfernte Gänge oder Gesteine abwandern konnten.
Daneben existieren noch porphyrische Lagerstätten von Molybdän, Zinn und Wolfram.
Daneben existieren auch vulkanogene Oxidlagerstätten, wie die enorme Eisenlagerstätte von Kiruna in Schweden, dem weltweit größten Untertagebergwerk. Die vorherrschenden Erzminerale sind hier Magnetit, Hämatit und Apatit. Neben einer exhalativen Entstehung wird hier aber auch die Möglichkeit von Lavaströmen aus oxidischen Magmen, oder eine liquidmagmatische Entmischung diskutiert. Bei der Wolfram-Lagerstätte von Mittersill (Felbertal, Österreich) handelt es sich wahrscheinlich ebenfalls um eine exhalative Bildung.
In größerer Entfernung von untermeerischen vulkanischen Zentren können sich überwiegend sedimentäre Sulfid-Lagerstätten bilden, wie Sullivan in British Columbia, der in weiten Teilen Mitteleuropas ausgebildete Kupferschiefer, und die Lagerstätten des sambischen Kupfergürtels. Auch die historische Lagerstätte vom Rammelsberg im Harz wird heute diesem Typ zugerechnet. Da man davon ausgeht, dass die Sulfide aus vulkanischen Exhalationen stammen, werden sie als sedimentär-exhalative Lagerstätten (SEDEX) bezeichnet. Typischerweise finden sich diese Vorkommen jedoch nicht in Tiefseesedimenten, sondern in den Ablagerungen von Flachmeeren die sich über kontinentale Kruste ausgedehnt haben (Transgression). Zuweilen, aber durchaus nicht immer, sind noch die Aufstiegswege der Fluide erhalten. Hierbei handelt es sich meist um Störungszonen in intrakontinentalen Becken oder Gräben. Die Einzelheiten der Entstehung dieser Lagerstätten sind jedoch umstritten, besonders die Frage, ob die metallischen Komponenten bereits in den ursprünglichen Sedimenten enthalten waren, oder ob sie erst später aus hindurchfließenden hydrothermalen Fluiden abgeschieden wurden.
Einen Sonderfall stellen hier die proterozoischen Gebänderten Eisenformationen (BIFs) dar. Wegen gewisser Ähnlichkeiten in den Ablagerungsbedingungen (Verzahnung mit Vulkaniten und Grauwacken beim "Algoma-Typ", sowie Ablagerung am Schelfrand oder in intrakontinentalen Becken beim "Superior-Typ") vermutet man hier ebenfalls vulkanisch-exhalative oder sedimentär-exhalative Bildungen, jedoch in Gewässern unter einer praktisch sauerstofffreien Atmosphäre. Einzelheiten der Entstehung, besonders die Herkunft der enormen Eisenmengen und die genauen Prozese der Erzausscheidung, sind aber noch umstritten. Manche Bearbeiter bevorzugen eine weitgehend sedimentäre Bildung auf Grund von chemischen und/oder biochemischen Prozessen.
Auch die so genannten "Manganknollen", das sind metallhaltige Konkretionen in den landfernsten Sedimenten der Tiefsee, bilden sich letztendlich vielleicht aus vulkanischen Ausdünstungen.
Auch bei vielen Massenrohstoffen, die für das Baugewerbe und die Industrie von Bedeutung sind, wie Kalk, Dolomit, Phosphat und Sulfat, handelt es sich um biochemische Ausscheidungen im marinen Milieu.
Ein anderes wichtiges Beispiel sind die Salpeter und Borax-Lagerstätten in abgeschlossenen Eindamfungswannen in Wüstengebieten. Hierbei ist die Herkunft des Nitrats für den Natronsalpeter, und des Bors für die Borate strittig. Meist wird eine vulkanische Herkunft vermutet.
Die wichtigste Seifenlagerstätte der Welt, die Quarz-Konglomerate vom Witwatersrand in Südafrika stellen in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung dar: Erstens liegen sie als fossile, verfestigte Seifen vor. Zweitens sind sie außergewöhnlich alt (Proterozoikum). Drittens weisen sie, neben freiem Gold, auch detritischen Pyrit (ein Eisensulfid) und das Uranmineral Uraninit auf. Heute wären solche Ablagerungen so gut wie unmöglich, das sich diese Minerale in Gewässern, die sich im Gleichgewicht mit einer sauerstoffreichen Atmosphäre befinden, schnell zersetzen.
Durch chemische Verwitterung (z.B. unter tropischem Klima, in einer möglichst flachen Landschaft) kann es zur Bildung von Residuallagerstätten kommen. Hierbei handelt es sich um Anreicherungen von schwer löslichen Mineralen in der Oxidations- und Zementationszone des Bodens, wie Bauxit und Laterit, aber auch um den "Eisernen Hut", der sich über sulfidischen oder karbonatischen Eisenlagerstätten bildet, oder residuale Seifen (z.B. Nuggets über dem Ausbiss von goldführenden Gängen).
Im trockenen (ariden) Klima sammeln sich in Senken und Geländevertiefungen große Mengen von Gesteinsschutt. Eventuell enthaltene Metalle können dort durch salzhaltige Grundwässer ausgelaugt werden, um dann in Zonen mit einem hohen Anteil an organischen Substanzen (z.B. Pflanzenreste) als Sulfide ausgefällt werden. Der frühere Name Katanga, für die heutige Provinz Shaba im Südosten der Demokratischen Republik Kongo, bedeutet "Kupfererz", und geht auf diese Art der Red-Bed-Lagerstätten zurück.
Im feuchten (humiden) Klima können besonders in moorigen Böden gelöste Eisenverbindungen ausfallen. Solches Rasenerz war in vielen Teilen Nordeuropas bis weit in das Mittelalter hinein, die einzige Quelle von Schmiedeeisen.
Trotz ihrer überragenden Bedeutung für die Weltwirtschaft sind die Prozesse der Bildung von Erdöl und Erdgas-Lagerstätten durchaus noch nicht völlig verstanden. Gewöhnlich geht man von der Entstehung aus Zersetzungsprodukten von Faulschlamm (Sapropel) unter Luftabschluss aus. Das Problem liegt jedoch in der Natur der Energiequelle, die die ursprünglichen, weitgehend oxidierten, organischen Substanzen in weitgehend sauerstofffreie Kohlenwasserstoffe umwandelt. Direkte Hitzeeinwirkung kann dabei ausgeschlossen werden, da sich im Erdöl immer noch Verbindungen finden, die bei Temperaturen über 200° Celsius instabil werden. Eine Mitwirkung von natürlicher Radioaktivität konnte bisher nicht bestätigt werden. Statt dessen wird eine Reduktion durch anaerobe Bakterien diskutiert, oder durch mineralische und chemische Katalysatoren. Auch über die Zeiträume und Versenkungstiefen, die zur Erdölbildung nötig sind, bestehen große Meinungsverschiedenheiten unter Lagerstättenkundlern. Auf jeden Fall benötigen die entstandenen Flüssigkeiten die Existenz eines benachbarten, porösen Speichergesteins, wie Sandstein oder Korallenkalk, in die sie wandern können. Man vermutet, dass erst die Reaktionen in den Porenwässern die Bildung der Erdöl-Kohlenwasserstoffe bewirken.
Im verbliebenen Erdölmuttergestein (Bitumen) bilden sich anscheinend die kurzkettigen Kohlenwasserstoffe des Erdgases. Das Erdgas wandert dann ebenfalls in das Speichergestein. Daneben gibt es jedoch noch weitere Theorien über die Entstehung von Erdgas. Selbst eine anorganische Bildung aus Kohlenmonoxid, Wasserstoff, Schwefeldioxid und anderen Gasen aus dem Oberen Mantel wird zuweilen noch diskutiert.
Bei der Platznahme eines Magmakörpers kommt es oft zur Kontaktmetamorphose, d.h. zu Mineralreaktionen und Stoffaustausch zwischen Intrusion und Wirtsgestein. Typische kontaktmetamorphe, oder pyrometasomatische Lagerstätten sind Skarne und Greisen.
Manche Skarne sind wichtige Eisenlagerstätten, wie in Magnitogorsk und Sarbai (Kasachstan), in Marmoraton (Ontario/Kanada), oder in der Cornwall-Mine (Pennsylvania), dem ältesten kontinuierlich betriebenen Bergwerk der USA. Daneben existieren auch Kupfer- und Wolframskarnlagerstätten.
=Lagerstättenbildung im Laufe der Erdgeschichte= Die Erde, und besonder die Erdkruste, hat im Laufe ihrer etwa 4,5 Milliarden Jahre langen Geschichte viele tiefgreifende Veränderungen durchgemacht. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Lagerstättentypen, die auf eine ganz bestimmte Epoche der Erdgeschichte begrenzt sind. In den voran gegangenen oder folgenden Zeitabschnitten waren die Bedingungen für ihre Bildung nicht mehr gegeben.
Für das mittlere und späte Proterozoikum vermuten viele Forscher bereits die Existenz eines Superkontinents. Diese Zeit ist gekennzeichnet durch eine ungewöhnlich hohe Kupferkonzentration in Sedimentgesteinen, wie den "Red-Bed"-Lagerstätten von Katanga. In Afrika bildeten sich außerdem drei ausgeprägte Gürtel von Zinnlagerstätten, ein weiterer in Brasilien. Die Bildung von BIFs ging immer weiter zurück, was man auf die Entstehung einer sauerstoffreichen Atmosphäre durch pflanzliche Photosynthese zurück führt.
=Literatur=
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