Lage ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Lippe.
Geografie
Weithin ist Lage als Zuckerstadt und Stadt des Sports bekannt. Während der Sport für Lage erst in den vergangenen Jahrzehnten eine erhebliche Bedeutung gewonnen hat, spielt der Zucker für die Stadt und ihre Bevölkerung bereits seit über 100 Jahren eine große Rolle. 1884 entstand die
Zuckerfabrik Lage. Das Sportzentrum Werreanger wird vom
Deutschen Leichtathletik Verband (DLV) als Leistungsstützpunkt genutzt.
Geografische Lage
Lage liegt ca. 9 km nordwestlich von
Detmold am Fuße des
Teutoburger Waldes. Durch die Stadt fließt die
Werre die zum Wassereinzugsgebiet der
Weser gehört. Der Ortsteil Hörste ist staatlich anerkannter
Luftkurort.
Stadtgliederung
Lage besteht aus den folgenden Ortsteilen:
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| - Hagen
- Hardissen
- Waddenhausen
- Pottenhausen
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- Heiden
- Ehrentrup
- Ehlenbruch
- Hörste
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- Stapelage
- Müssen
- Billinghausen
- Kachtenhausen
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- Hedderhagen
- Hessloh
- Ohrsen
- Wissentrup
Politik
Stadtrat
Rathaus lage.jpg
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Städtepartnerschaften
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Marktkirche "St. Johann zu Lage". Im 10. Jahrhundert auf dem Gebiet der heutigen Stadt Lage errichtet, wo sich mehrere Fernwege kreuzten. In den folgenden Jahren wurden immer wieder bauliche Änderungen an der Lagenser Marktkirche vorgenommen, wie z.B. der Umbau zur romanischen einschiffigen Kirche und der Errichtung des Kirchturmes. Im 15. Jahrhundert wurde sie dann zu der heutigen spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche umgebaut. Besondere Aufmerksamkeit gilt einer der ältesten Kirchenglocken Lippes, die 1518 gegossen wurde und seitdem im Kirchturm ihren Dienst verrichtet. Die "Maria" wurde während des 2. Weltkrieges entwendet und sollte eingeschmolzen werden, konnte jedoch von einigen Lagenser Bürgern nach dem Krieg unversehrt zurück gebracht werden. Ein weitere besondere Bestandteil der Marktkirche ist ihre barocke Orgel aus dem Jahr 1707, die 1947 jedoch erneuert wurde.
- Die "Johannissteine" liegen rechter Hand an der B 239 am Ortsausgang in Richtung Detmold. Es handelt sich um zwei große Granitfindlinge, die von Eiszeitgletschern an ihren aktuellen "Lage"ort geschoben wurden. Der größte Brocken ist 6,20 Meter lang, 5,50 Meter breit und wiegt ca. 200 Tonnen. Ein Stein liegt exakt in Nord/Süd-Richtung, ein weiterer rechtwinklig dazu. Ergänzt wird das Paar durch weitere kleine Findlinge und Bruchstücke. Zwei exakte Fünfkantlöcher in den Steinen stammen wahrscheinlich aus frühgeschichtlicher Zeit und erlauben unter Einsatz von Stäben die präzise Lokalisierung der Wintersonnenwende. Auch die anderen jahreszeitlichen Wendepunkte lassen sich von den Johannissteinen aus bestimmen, so dass die Johannissteine in vorchristlicher Zeit wohl als eine Art Kalender dienten. Ferner wurden 15 Einmeißelungen entdeckt. Jahrhundertelang war das Ensemble unter aufgeschütteter Erde verborgen, bis es vermutlich 1768 entdeckt wurde.
Museen
- Das Westfälische Industriemuseum Ziegelei Lage. Das nördlich des Stadtzentrums im Ortsteil Hagen gelegene Ziegeleimuseum zeigt sowohl die vorindustrielle als auch die maschinelle Ziegelproduktion. Darüber hinaus erfährt man in einer Ausstellung, wie die lippischen Wanderziegler gelebt und gearbeitet haben. Schauvorführungen und spezielle Erlebnis-Angebote für Kinder machen die Ziegelei auch für junge Besucher attraktiv.
Musik
- Musikschule Lage. In der 1981 gegründete Städtische Musikschule Lage, die seit 1995 im Technikum beherbergt ist, erhalten über 800 Schüler aller Altersklassen von einem ca. 25-köpfigen Kollegium Elementar-, Instrumental-, Gesangs- und Ensembleunterricht in Klassik, Jazz und Pop. Die jährlich etwa 80 Veranstaltungen vom Klassenvorspiel über Schülerkonzerte bis zur Reihe "Musik tut gut", die mit überregionalem Anspruch Musik, bildende Kunst, Theater und Geisteswissenschaften zusammenführt, begründen den guten Ruf der Musikschule Lage auch über die Grenzen der Stadt hinaus. Ihre Arbeit wird von sehr aktiven Ehrenamtlichen in Schulpflegschaft und Förderverein unterstützt.
- JazzCocktail im Brinkmannschen Haus. Seit 2005 finden am jeweils letzten Donnerstag im Monat im Brinkmannschen Haus Konzerte statt. Kleine Besetzungen (Duo oder Trio) mit Gesang spielen Unterhaltsames aus Jazz, Chanson, Pop bei freiem Eintritt.
Bauwerke
- Altes Amtsgericht. 1879 bis 1881 in klassizistischen Formen erbaut. 1979 wurde das Amtsgericht aufgelöst und das Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt.
- Rathaus. 1863 in neugot. Formen errichtet. 1904/05 durch Gustav Messmann aufgestockt und in Formen des Jugendstils verändert.
- Das Technikum Lage (Ingenieurschule) wurde 1925 im neoklassizistischen Stil erbaut. Ab 1971 wurde es in die Fachhochschule Lippe eingegliedert, 10 Jahre später löste man diese Abteilung in Lage jedoch wieder auf. 1988 fiel das Gebäude unter Denkmalschutz und wurde 1993 von der Stadt erworben, umgebaut und restauriert. Seit 1995 beherbergt das ehem. Technikum die Städtische Musikschule Lage, die Volkshochschule Lippe-West und die Dotti-Stiftung.
- Wohnbauten. In der Innenstadt sind nur noch wenige Fachwerkbauten erhalten, darunter:
- Bergstrasse 23, Fachwerkbau mit geschnitzten Füllbrettern, 1648 bezeichnet. 1922/23 durchgreifend erneuert.
- Lange Strasse 64. Fachwerkdielenhaus, um 1640/50 errichtet. Anbau von 1912.
- Rhienstrasse 9. Giebelhaus mit Utlucht, um 1700.
- Rhienstrasse 43. Zweiständerbau, 1663 bezeichnet.
Sport
Die
TG Lage wurde
1862 unter dem Namen
Turngemeinde Lage gegründet. Die TG Lage hat ca. 1000 Mitglieder. Bekannt wurde der Verein vor allem durch die Erfolge seiner
Handballabteilung.
SuS Lage:
- Fußball
-
Judoabteilung des SuS Lage
- Badminton
- Turnen
- Altherren
TuS v. 1913 Kachthausen e.V. Verein mit 1500 Mitgliedern im Ortsteil Kachtenhausen. Angebot: Gastronomie, Fitness-Studio, Tennis, Badminton, Kurse, Turnen, Fußball
(Homepage des TuS Kachtenhausen)
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
In Lage kreuzen die Bundesstrassen
B239 und
B66. Ebenso die Bahnlinien von
Herford nach
Altenbeken und von
Bielefeld nach
Lemgo. Lage gehört dem
Verkehrsverbund OstWestfalenLippe (Der Sechser) an.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Weblinks
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