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Die Ladiner sind ein romanisches (Rätoromanisch verwandtes) Volk, das im Norden Italiens, in Süd-Tirol östlich von Bozen (Gadertal und Grödnertal), im Trentino (Fassatal) und im Veneto (Buchenstein und Ampezzo) lebt. Es hat eine eigene Sprache (Ladinisch), die in fünf verschiedenen dialektalen Varianten gesprochen und geschrieben wird. Im Kulturbereich werden verschiedene ladinische Haustypen unterschieden. Die Ladiner stellen knapp vier Prozent der Bevölkerung Südtirols.

Wie bei anderen Völkern entwickelte sich auch bei den Ladinern ein Nationalbewusstsein im 19. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert unternahm Micurà de Rü (Nikolaus Bacher) aus Rü bei Sankt Kassian in Abtei einen ersten Versuch eine ladinische Schriftsprache zu entwickeln. Heute wird die ladinische Kultur in dem nach Micurà de Rü benannten ladinischen Kulturinstitut in Sankt Martin in Thurn gepflegt. Im gleichen Ort befindet sich auch ein ladinisches Museum.

Viele Südtiroler Sagen stammen aus dem ladinischen Raum, so das Nationalepos der Ladiner vom Reich der Fanes. Weitere Figuren aus der ladinischen Mythologie sind beispielsweise die Anguana.

Literatur


  • Caius Perathoner, Adolf Andreas Kostner: Ladinisches Vermächtnis. Natur - Mythos - Bauernkultur in den Dolomiten. Athesiadruck Bozen 1984.

Siehe Auch


Ladinische Sprache

Weblinks


Europäische Ethnie | Südtirol

Ladiner

 

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