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Ladegeraet_Batterien.jpgLadegeraet_Handy.jpg 6310i)]] Ein Ladegerät ist eine elektronische Schaltung, welche zum Aufladen von Energiespeichern (Akkumulatoren, ugs. auch Batterien) verwendet wird. Die meisten Ladegeräte sind an 220- oder 110-V-Steckdosen anzuschließen, einige an 12-V-KFZ-Zigarettenanzünder-Buchsen. Sehr wenige nutzen Solarzellen (beispielsweise iSun Solarlader, ICP Solarpanel Flex) oder Dynamos (z. B. EVERlight Voyager) zur Energieversorgung; diese sind abseits der Zivilisation sinnvoll. Moderne Akkus reagieren empfindlich auf Tiefentladung, Überladung und Überhitzung. Nur Ladeverfahren, die die kritischen Parameter kontrollieren, garantieren eine hohe Lebensdauer der Akkus.

Zwei Gruppen von Ladegeräten lassen sich unterscheiden:

  • einfache Ladegeräte
Sie laden einen Akku mit konstantem Strom (für Nickel-Cadmium-Akkus) oder konstanter Spannung (für Bleiakkus). Sie besitzen entweder keine weiteren Einrichtungen zur Steuerung, Überwachung und Beendung des Ladevorgangs oder lediglich eine Timersteuerung, der nach einer gewissen Zeit den Ladevorgang beendet. Durch Überladung und Überhitzung verringern sie deutlich Lebensdauer eines Akkus.
  • intelligente Ladegeräte
Sie verfügen in der Regel über einen eingebauten Mikrocontroller und können aufwändigere Ladeverfahren realisieren wie zum Beispiel die Ladung des Akkumulators mittels Stromimpulsen. Eine exakte Erkennung der Vollladung des angeschlossenen Akkus aufgrund des Gasungsbuckels erlaubt die sichere Schnellladung ohne die Gefahr von schädlicher Überladung. Weitere Möglichkeiten sind zum Beispiel automatische Entladung der Akkus vor Ladebeginn, eine Recyclefunktion (mehrmaliges laden und entladen um die Akkus zu regenerieren) oder das automatische Umschalten auf Erhaltungsladung nach Ladeende.

Weiterhin ist darauf zu achten, ob das intelligente Ladegerät mit einer Einzelschachtüberwachung ausgestattet ist, oder die Akkus nur paarweise überwacht und lädt. Bei der Einzelschachtüberwachung wird der Zustand eines jeden Akkus genau analysiert und der Ladestrom/ die Ladespannung dem Akkuzustand entsprechend angepasst. Bei Paarlader hingegen werden nur zwei Zellen zugleich überwacht. Legt man in diesen zwei unterschiedliche Zellen ein (einen beinahe leeren sowie einen ziemlich vollen Akku), wird der volle Akku längere Zeit überladen. Teils erkennt das Ladegerät den Gasungsbuckel auch nicht mehr richtig, wobei dann beide Zellen massiv überladen werden bis Sicherheitsmaßnahmen wie eine Timerabschaltung oder die Temperaturüberwachung greifen. Auf längere Zeit gesehen zerstört dies die Akkuchemie und macht die Zelle unbrauchbar. Sie verliert massiv an Kapazität und ist nicht mehr hoch belastbar. Qualitativ schlechte Akkus können dadurch bedingt auch auslaufen.

In der Umgangssprache wird oftmals nicht unterschieden zwischen (Stecker-) Netzteilen und Ladegeräten. Ein Steckernetzteil nimmt lediglich eine Umsetzung der Netzspannung von 230 V auf eine niedrigere Wechsel- oder Gleichspannung, beispielsweise auf 9 Volt, vor. Oft ist dann die Elektronik des Ladegeräts in das angeschlossene Kleingerät mit Akku integriert, so wie bei den meisten Mobiltelefonen.

Siehe auch


Weblinks


Elektrogerät

Battery charger | Carica-batterie | Druppellader

 

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