Ladbergen ist eine Gemeinde im nördlichen
Münsterland, zwischen
Münster und
Osnabrück.
Geografie
Die Gemeinde Ladbergen liegt im nördlichen Münsterland in der Mitte zwischen den beiden Großstädten
Münster und
Osnabrück, die jeweils etwa 25 Kilometer entfernt liegen. Aufgrund der zentralen Lage zwischen diesen beiden Großstädten ist Ladbergen mit einer hervorragenden Infrastruktur ausgestattet - die Autobahn A1, der internationale Flughafen Münster/Osnabrück, der Dortmund-Ems-Kanal finden sich nur wenige Kilometer vom Ortkern entfernt. Anders als der Namensteil "-bergen" vermuten lässt, weist der Ort keine ausgewiesen Erhebungen aus, sondern befindet sich eher auf einem einheitlichen Niveau. Durchflossen wird Ladbergen vom Mühlenbach, der in die
Ems mündet.
Nachbargemeinden und -städte
Ladbergen grenzt an Tecklenburg, Lengerich, Lienen, Ostbevern, Greven und Saerbeck.
Bevölkerung
Mit 6.393 Einwohnern (mit Erstwohnsitz) ist Ladbergen die zweitkleinste selbstständige Gemeinde im Kreis Steinfurt (knapp vor Laer mit 6.355 Einwohnern). Die Bevölkerungszahl ist in den letzten Jahren vor allem durch Zuzug leicht angestiegen - der Ort wächst auch weiterhin. Im wesentlichen durch die Campinganlagen haben etwa 700 weitere Personen ihren Zweit-Wohnsitz in Ladbergen gemeldet.
Im Ort leben 3.289 Frauen und 3.104 Männer. Konfessionell ist der größte Teil der Bevölkerung evangelisch (reformiert), ein kleinerer Teil katholisch. Inzwischen spielen die konfessionellen Unterschiede aber keine Rolle mehr.
Geschichte
Ladbergen wird im Jahr
950 in einer Urkunde des Kloster
Freckenhorst erstmals urkundlich erwähnt. Aufgrund von Gräberfunden wird jedoch angenommen, dass das Gebiet der Gemeinde Ladbergen bereits in der
Bronzezeit besiedelt war.
Im Jahr 1149 wird die Gemeinde ein selbstständiges Kirchspiel, das zunächst dem Bistum Münster, später dem Bistum Osnabrück zugeordnet ist. Politisch ist das Kirchspiel Teil der Grafschaft Tecklenburg.
1246 wird in Ladbergen von Vertretern der Städte Münster, Osnabrück, Minden und Herford der Ladbergener Städtebund gegründet. Dieser ist ein Vorläufer anderer Städtebünde und der Hanse in Westfalen.
Um 1400 gehen die westlichen Teile der Gemeinde an das Bistum Münster verloren. Um 1533 wird durch Graf Konrad von Tecklenburg die Reformation eingeführt. In der Folge ist die Bevölkerung von Ladbergen bis nach dem Zweiten Weltkrieg praktisch ausschließlich evangelischer Konfession.
Da geografisch zwischen Münster und Osnabrück gelegen, dürfte Ladbergen beim Abschluss des Westfälischen Friedens|Westfälischer Frieden 1648 eine gewisse Rolle als Durchreisestation der Unterhändler gehabt haben.
1707 gelangt Ladbergen zusammen mit der gesamten Grafschaft Tecklenburg an das Königreich Preußen, gehört nach 1816 zum Landkreis Münster und wird später dem Landkreis Tecklenburg zugeordnet. 1855 verliert es seine politische Selbstverwaltung bildet mit Brochterbeck einen Amtsverband.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort besonders stark bombardiert, da versucht wurde, den Dortmund-Ems-Kanal an der Durchlassstelle des Mühlenbachs zu zerstören. Dies gelang jedoch nicht, so dass Ladbergen zwar einige Mitbürger durch die Bomben verlor, aber von auslaufenden Wassermassen verschont blieb.
Am 1. Oktober 1949 wird Ladbergen selbstständige Gemeinde im Kreis Tecklenburg. Am 1. Januar 1975 gehört sie dem neu gegründeten Kreis Steinfurt an.
Besonderheiten
Aufgrund der geologischen Besonderheiten (landwirtschaftlich schlecht nutzbarer Boden) und der geschichtlichen Entwicklung als evangelische Randgemeinde (die drei Nachbargemeinden
Ostbevern,
Greven und
Saerbeck waren fast ausschließlich katholisch, die anderen beiden Nachbargemeinden
Tecklenburg,
Lengerich und
Lienen nahezu komplett evangelisch) ergeben sich einige Besonderheiten:
- Viele, ursprüngliche Ladberger Familien tragen Namen, die es nur in Ladbergen gab oder auch noch gibt - Hierzu gehören Rahmeier, Wiethölter, Schoppenhorst, Wiethaupt, Wibbeler ...
- In Ladbergen wurde bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts fast ausschließlich "Ladberger Platt", eine Variante des niederdeutschen Platts, gesprochen. Heute verstehen die meisten Einwohner noch das Platt, sprechen können es aber nur noch die Älteren.
- Ladbergen hatte die größte Auswanderungsquote in Deutschland im 19. Jahrhundert: etwa 37% der Bevölkerung des Ortes ist im 19. Jahrhundert ausgewandert.
- Echte Ladberger nennen sich "Ladberger" (und nicht "Ladbergener").
Politik
Gemeinderat
Stand: 10. November 2004
Wappen
Unter einem roten Schildhaupt mit zwei goldenen
Bienen in silbernem Feld drei rote Seerosenblätter.
Die beiden Bienen weisen auf die Lage Ladbergens in einer Heide- und Moorlandschaft hin, in der jahrhundertlang Bienenzucht weit verbreitet war. Nach einer Urkunde mussten schon im Jahre 950 Ladberger Bauern Honig an das Kloster Freckenhorst als Abgabe entrichten. Die drei Seerosenblätter erinnern an die Grafen von Tecklenburg.
Städtepartnerschaften
Mit der von Ladberger Auswanderern gegründeten Tochtergemeinde New Knoxville im Bundesstaat
Ohio der
USA verbindet Ladbergen eine enge Partnerschaft. In New Knoxville wird auch heute noch von den älteren Bürgern das typisch Ladberger Platt gesprochen.
Da die amerikanischen Nachfahren ehemaliger Ladberger Familien ihrer eigenen Genealogie ein großes Interesse entgegenbrachten, entstanden nach dem 2. Weltkrieg viele private, mehr oder weniger zuverlässige genealogische Arbeiten. Als Neil Armstrong als erster Mensch den Erdtrabanten Mond betrat, begannen sich auch viele Ladberger für ihre amerikanischen "Verwandten" zu interessieren. Heute können dadurch viele alteingesessene Ladberger Familien ihre Verwandtschaften, nicht nur zu Neil Armstrong belegen.
Freizeit
Museen und Theater
Heimatmuseum
Das Heimatmuseum wird durch den örtlichen Heimatverein auf einem ortsnahen Bauernhof (Jasper) geführt und gepflegt. Hier sind auch die im Jahr 2005 aus der evangelischen Kirche demontierten Stahlglocken in einem neu errichteten Glockenstuhl zu sehen.
Schuhmachermuseum
Das Schuhmachermuseum entstand durch persönliche Initiative ebenfalls auf einem Bauernhof in der Nähe des Dortmund-Ems-Kanals (Hof Wibbeler).
Galerie Strathworks
Der Name (galisch:"strath"=weites Tal) ist das Programm.
Zu sehen sind Bilder und Installationen, Skulpturen und Möbel.
Auf über 600 m² Ausstellungsfläche genießen Sie bei einem Glas Wein oder einer Tasse Kaffee die entspannende Atmosphäre.
Volkstheater
In unregelmäßigen Abständen werden auf "Königs-Saal" (Veranstaltungsraum der Gaststätte Lindenkrug an der Dorfstraße) volkstümliche Theaterstücke vorgeführt.
Hier sind besonders der Heimatverein und der Overbecker Schützenverein als Veranstalter aktiv.
Königs Backes
Königs Backes = Königs Backhaus ist das älteste Gebäude Ladbergens, erbaut im Jahre 1624.
Das kleine Häuschen wurde vom Heimatverein restauriert und ist zu finden in der Bauerschaft Hölter, auf dem Hof - König.
Hier besteht für Sie die Möglichkeit dem Bäcker beim Backen des Brotes über die Schulter zu sehen. Ihnen wird von der Familie König die Möglichkeit geboten, das ofenfrische Brot, belegt mit Schinken oder Käse, oder auch mit Ladberger Bienenhonig bestrichen einmal zu kosten.
Getreidemühle Erpenbeck
Bei der Getreidemühle Erpenbeck handelt es sich um ein Baudenkmal. Es lieg auf einem Teil der Ländereien des Guts Erpenbeck.
Bei der Mühle handelt sich um eine 1840 fertiggestellte Oel-,Boke- und Zichorienmühle, deren Restaurierung 1991 ihren Abschluss fand.
Der Besuch ist grundsätzlich im Rahmen einer Mahlvorführung möglich. Der Müller erläutert im Rahmen der Mahlvorführung nicht nur die technischen Details der Mühle, sondern auch deren Historie.
Ausflugstipps
siehe auch Museen und Theater
Waldsee und Buddenkuhle
Waldsee und Buddenkuhle bieten neben dem Badebetrieb in beiden Seen auch je einen Campingplatz für Kurz- und Dauer-Camper. Unterschiedlichste Freizeitsportmöglichkeiten werden dort ebenfalls geboten. Hier sind Tennis, Speckbrett (eine münsterländische Abart des Tennis mit dem Speckbrett - oder Mutters "Kotelett-Klopfbrett"), sowie Fußball auf anliegenden "Bolzplätzen" zu nennen. Auch kann man an beiden Seen regelmäßig Freizeittaucher beobachten.
FMO: Flughafen Münster/Osnabrück
Von einer Aussichtsplattform können Interessierte die am
Flughafen Münster/Osnabrück startenden und landenden Flugzeuge beobachten. Eine Etage tiefer stehen jedem Besucher und Fluggast die übliche Gastronomie zur Verfügung.
Wildfreigehege Nöttle Berg
Unweit von Ladbergen (ca. 3 km), auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Saerbeck gelegen, befindet sich mit dem Wildfreigehege Nöttle Berg ein beliebtes Ausflugsziel im Münsterland. Hier findet der Besucher Wolf, Bison oder Reh. Auch ist das Reiten für die Kleinsten hier ein bezahlbares Vergnügen. Am Kassenhäuschen kann der Besucher Futter für die hier gezeigten Tiere erwerben, sodass Kinder Ziegen und Zicklein füttern können oder durch das vom Hängebauchschwein erkannte Futter durch den gesamten Park verfolgt und zur Fütterung genötigt werden.
Musik
Orchester und Chöre
1874 wurde der Gesangverein „Einigkeit“ gegründet, aus dem der heutige „MGV Sangeslust“, ein Männergesangverein hervorging. Der Jugendsingkreis wurde 1966 durch den Lehrer Hermann König aus dem Schulchor der Ladberger Volksschule gegründet. Daneben gibt es noch den gemischten Chor „Melodize Plus“, der moderne Popmusik darbietet. Der evangelische Kirchenchor und der evangelische Posaunenchor bereichern die kirchlichen Veranstaltungen. Aus dem Landfrauenverein ging 1980 die „Singgemeinschaft der Ladberger Landfrauen“ hervor.
Bauwerke und Parkanlagen
Die Ladberger Kirche
Die Kirche der evangelischen Kirchengemeinde Ladbergen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Sie liegt im Zentrum des Dorfes am Marktplatz. Das Taufbecken in der evangelischen Kirche von Ladbergen (eine große Muschel) wurde der Kirchengemeinde Ladbergen von dem Missionar Heinrich Sundermann geschenkt.
Der Friedenspark
Zwischen der ehemaligen Hauptschule der Gemeinde Ladbergen, die heute als Rathaus und Kindergarten genutzt wird, und dem Seniorenheim (auf der anderen Seite des Mühlenbachs) liegt
der sogenannte „Friedenspark“.
Nicht groß, aber liebevoll angelegt, führen ein paar Spazierwege an Torfstecher und Amme vorbei.
Torfstecher und Amme waren in früheren Jahrhunderten übliche Verdienstmöglichkeiten armer Ladberger. Ihnen zu Ehren und zur Erinnerung positionierte die Gemeinde Ladbergen Bronzegußplastiken im Friedenspark.
Sport
Vereine
=Handball und Turnen
=
Der TSV Ladbergen 1921 e.V. (Handball und Turnen) ist der älteste und mit über 1.200 Vereinsangehörigen mitgliederstärkste Sportverein Ladbergens. Im Jahre 1944 erreichte die Damenmannschaft des TSV die Endrunde zur deutschen Handball-Meisterschaft und belegte den 3. Platz. In der Spielzeit 1988/89 wurde die erste Herrenmannschaft des TSV nordwestfälischer Handball-Vizemeister.
=Fußball
=
Im Februar 1975 gründeten fußballbegeisterte Ladberger den Fußballverein VfL Ladbergen 1975 e.V., denn bis zu diesem Zeitpunkt gab es im Ort keinen organisierten Vereinsfussball.
Zunächst wurde auf dem "Tannenhofsportplatz" (Goethestrasse, heute ein Wohngebiet) gespielt, dann kamen der Schulsportplatz (am Mühlenbach) und der Platz an der Saerbecker Straße hinzu. Inzwischen besitzt Ladbergen an der Königsbrücke eine Sportanlage mit einem Kunstrasenplatz, einem Rasenplatz und einem kleinen Spielfeld für Junioren.
Seit 2004 verstärkt der Verein sein Engagement um den weiblichen Fußballnachwuchs und den Damenfußball.
=Tischtennis
=
Für Tischtennisbegeisterte bietet der TTC Ladbergen von 1961 viele Möglichkeiten, aktiv seine Fähigkeiten unter Beweis zustellen.
=Judo
=
Im Jahre 1974 wurde die Judo-Gemeinschaft Ladbergen 1974 e.V. gegründet, die inzwischen einige beachtliche sportliche Erfolge vorweisen kann.
=Reiten
=
1948 fanden einige reitsportbegeisterte Ladberger zueinander und gründeten den Zucht-, Reit- und Fahrverein Ladbergen e.V.
=Schützenvereine
=
Schützenvereine gibt es in den Bauerschaften
- Hölter (Schützenverein Ladbergen-Hölter 1921 e.V.)
- Wester
- und Overbeck
mit ihren jeweiligen Schießgruppen.
Sport- und Übungsstätten
=Turnhallen
=
Neben der „alten“ oder „Jahnsporthalle“, 1965 an die sporttreibenden Ladberger übergeben, gibt es die moderne „Rottsporthalle“, eine Zweifachhalle von 1980. Letztere ist der örtlichen Grundschule beim Sportuntericht dienlich und bietet den Handballteams des TSV Ladbergen eine ansprechende Heimkulisse.
=Schießstände
=
Im Keller der „Rottsporthalle“ befindet sich ein Kleinkaliberschießstand.
Am Hölterschen Münsterweg ist der Schießstand des Schützenvereins Ladbergen-Hölter.
=Sportplätze
=
In unmittelbarer Nähe zur Gemeinschaftsgrundschule Ladbergen befindet sich ein Rasensportplatz mit Kurzstreckenlaufbahn und Sprunggrube, der hauptsächlich für den Schulsport genutzt wird. Er steht aber auch anderen Gemeindemitgliedern zur freien Verfügung.
Hauptsächlich vom VfL Ladbergen genutzt wird die moderne „Sportanlage an der Königsbrücke“. Auf einem Kunstrasenplatz und einem gepflegten Rasenplatz streiten die fußballbegeisterten Ladberger um Titel und Ehren. Drei Umkleidehäuschen mit modernen Duschen, ein Beachvolleyballplatz, ein Spielplatz für die Kleinsten und ein Trainingsplatz komplettieren den Wert dieser Anlage.
An den beiden Ladberger Badeseen (Waldsee und Buddenkuhle) sind mehr oder weniger gepflegte Fußballplätze eingerichtet.
=Tennisplätze und Tennishallen
=
Ebenfalls in unmittelbarer Nähe zur Gemeinschaftsgrundschule Ladbergen befindet sich das Gelände der Tennisabteilung des TSV Ladbergen. An mehreren Tennis-Ascheplätzen können die tennisbegeisterten Ladberger ihre Fähigkeiten verbessern und ihre Wettstreite ausführen.
An den beiden Ladberger Badeseen (Waldsee und Buddenkuhle) stehen Tennis- bzw. Speckbrettplätze (Asche und Asphalt)zu Verfügung. Am Lönsweg befindet sich eine Tennishalle mit vier Plätzen.
=Reithallen
=
Seit 1977 stand eine Reithalle am Schulenburger Weg den Mitgliedern des Ladberger Reitervereins zur Verfügung. Die neue Reithalle - ebenfalls am Schulenburger Weg, aber nur 1,5 Kilometer vom Dorfzentrum entfernt - wurde 2004 gebaut und vom Reiterverein selbst in Eigenregie betrieben. Eine weitere, private Reithalle steht am Feldweg (Reiterhof Tegelmann).
=Golfanlage
=
Seit April 2006 gibt es, etwa 2 Kilometer vom Dorfzentrum entfernt, die ganzjährig geöffnete Golfanlage Ladbergen, die für jedermann zugänglich ist.
Weitere Vereine
In Ladbergen gibt es noch weitere Vereine, die für jederman zugänglich ("offen") sind oder
einer speziellen Interessensgruppe dienen und damit "geschlossen" sind.
Offene Vereine
Folgende Vereine und Gruppen sind für jederman offen:
- die Soldatenkameradschaft
- Heimatverein Ladbergen
- Kanusport Ladbergen
- Angelsportverein Ladbergen
- Taubensportverein Ladbergen
- Gemeindesportverband, Gemeindejugendring (GJR), Jugendzentrum, Heimatverein
- Ladberger Landfrauen, Landwirtschaftlicher Ortsverein
- Landjugend Ladbergen
- Musikverein Ladbergen
- Jugendsingkreis
- Melodize plus
- Jagdhornbläser, Hegering Ladbergen
- Seniorentreff Ladbergen, Seniorentanzgruppe, VdK Ladbergen
- CVJM Ladbergen e.V.
- dt. Pfadfinderschaft St. Georg, Kolping Ladbergen
- Deutsches Rotes Kreuz
- Feuerwehr Ladbergen
- Freizeitsportclub Waldsee
- Betriebssportgemeinschaft Kisker
- KunstWERK e.V.
- Bärenfreunde-Club Ladbergen
- Oldtimer-Stammtisch Münsterland
- Förderverein für christliche Jugendarbeit e.V.
Geschlossene Gruppen
Neben den für jederman zugänglichen Vereinen gibt es weitere, kleinere Freizeit-Gruppen:
- Kegelclub "Die Überspitzen".
- Stoßtrupp a.V. (Vereinigung jung gebliebener Männer)
Regelmäßige Veranstaltungen
SEAT-Cup
Am ersten Wochenende eines jeden Jahres richtet der Fußballverein VfL Ladbergen den sogenannten "SEAT-Cup", ein Hallenfußballturnier aus. Der Verein bemüht sich jedes Jahr um ein attraktives A-Jugend Teilnehmerfeld. So waren in Ladbergen bereits Teams von Werder Bremen oder Preussen Münster zu Gast. Samstags, im sogenannten Vorturnier, kann sich der VfL oder die Mannschaft eines benachbarten Vereins zur Teilnahme am Hauptturnier qualifizieren. Am Sonntag findet dann das alljährlich stark besetzte Hauptturnier statt!
Karneval
Zur Karnevalszeit veranstaltet der Overbecker Schützenverein eine Fest mit Büttenreden und Tanz. Die Ladberger „Prominenz“, wie Pastor, Arzt und Bürgermeister sind dann vor keinem Kalauer sicher!
Ostern
Jedes Jahr gibt es, wie auch in anderen Städten, viele traditionelle Osterfeuer.
In unmittelbarer Nähe eines dieser Feuer (an der Sportanlage Königsbrücke) veranstaltet die Landjugend Ladbergen ein Fest mit Musik und Tanz.
Pfingsten
Zu Pfingsten kommen jedes Jahr hunderte Jugendliche aus dem ganzen Umkreis zum Zeltplatz am Waldsee und feiern ununterbrochen eine riesige Party bis zum Pfingstmontag.
Bärenfest
Alljährlich im Sommer findet das sogenannte Bärenfest, welches sich immer grösserer Beliebtheit erfreut statt. Im Zeichen des Bären gibt es im gesamten Ortskern Ausstellungen und Verkaufsveranstaltungen. An drei Tagen wird bestaunt, verkauft und gefeiert!
Weihnachtsmarkt
Alljährlich, kurz vor Weihnachten findet im Ortskern ein kleiner, bäuerlicher Weihnachtsmarkt statt.
Neben den üblichen Verkaufsständen bietet fast jeder örtliche Verein einen Stand, an dem Ladberger Spezialitäten oder Besonderes geboten wird. So verkauft der Heimatverein das aktuelle Heimatbuch oder der Schützenverein Hölter backt die Ladberger "Eiserkuchen", ein Arme-Leute-Essen der Fastenzeit vergangener Tage.
Kulinarische Spezialitäten
Töttchen
Über Ladbergens Grenzen hinweg bekannt sind die „Töttchen“, eine münsterländische Spezialität aus allerlei fleischlichen Bestandteilen.
Buchweizenpfannkuchen
In vergangenen Zeiten ernährten sich viele Ladberger, ob ihrer Armut gezwungenermaßen vom Buchweizenpfannkuchen!
Eiserkuchen
Bei dieser Ladberger Köstlichkeit handelt es sich um spezielle
Waffelart, die im Kamin- oder Holzofenfeuer mit speziellen Formen gebacken werden.
Wirtschaft und Infrastruktur
Ladbergen und seine Bewohner lebten bis in die heutige Zeit traditionell von der Landwirtschaft, die auf Grund der ortsüblichen mageren Sandböden jedoch erst nach der Einführung des
Kunstdüngers größere Erträge brachte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden kleinere Gewerbe- und Industriebetriebe (Kunsttischlereien, Teppichfabrik, Süßwarenbetriebe) angesiedelt. In jüngerer Zeit wird auch versucht, den
Fremdenverkehr als Wirtschaftsfaktor zu stärken (Campingplätze, Ferienwohnungen). Durch die verkehrgünstige Lage haben sich zudem in den letzten zwei Jahrzehnten etliche Speditions- und Logistikunternehmen am Ortsrand angesiedelt.
Durch gezielte Massnahmen hat die Gemeinde Ladbergen (wie der gesamte Kreis Steinfurt) eine geringe Arbeitslosigkeit und der Haushalt der Gemeinde weist einen vergleichweise geringen Schuldenstand auf. Ladbergen hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- und Schlafdorf (für Münster und Osnabrück) zu einer attraktiven und aktiven Gemeinde mit vielen Möglichkeiten gewandelt.
Verkehr
Neben der
Autobahn A1, an die Ladbergen mit direkter Auf- und Abfahrt angeschlossen ist, streift die
Bundesstraße 475 das Dorf. Der
Dortmund-Ems-Kanal bildet auf seinem Weg von Dortmund zur Ems (bei Meppen) Ladbergens Gemeindegrenze zu Greven. Obwohl eigentlich auf Grevener Gebiet liegend, kann der
Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) durch seine geringe Entfernung zu den Ladberger Verkehrsadern gerechnet werden.
Gastronomie und Hotels
In Ladbergen gibt es eine große Anzahl von gastronomischen Betrieben, die teilweise
ein außergewöhnliches Ambiente bieten. Ladbergen verfügt neben den beiden Campingplätzen noch über etwa 150 Hotelzimmerbetten.
Energieversorgung
Im Jahr 2005 hat Ladbergen am Ortsrand drei Windkrafträder erhalten. Zusammen mit geplanten Biogasanlagen könnte die Gemeinde damit - rein rechnerisch - zum Stromselbstversorger werden.
Öffentliche Einrichtungen
Jugendzentrum
Das Jugendzentrum Ladbergen an der neuen Rottsporthalle besteht bereits seit den 80er Jahren und bietet Jugendlichen an fünf Tagen
in der Woche die Möglichkeit sich unkompliziert zu treffen und gemeinsame Aktiväten zu unternehmen.
Gemeindebibliothek
Stundenweise ist die Gemeindebibliothek im ehemaligen Rathaus geöffnet.
Seniorenstübchen
Im ehemaligen Buch- und Zeitschriftenlädchen von "Tante Anna" Oelrich befindet sich heute das sogenannte Seniorenstübchen. Hier beschäftigen sich viele ältere Ladberger in ihrer Freizeit mit Handarbeiten, Kartenspielen und Klönen. In einem Raum des sehr kleinen Gebäudes war früher die örtliche Arrestzelle, das Ladberger Gefängnis untergebracht.
Kindergärten
Für eine Gemeinde mit knapp 6.500 Einwohnern hat Ladbergen ein verhältnismäßig gutes Angebot an Kindergärten, bzw. Kindertagesstätten. Hier wären zu nennen:
- die evangelischen Sonnen- und Sternenkindergärten,
- der katholische Kindergarten,
- der DRK-Kindergarten
- und eine Krabbelgruppe in der Vorkriegsschule des Ortes.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Neil Alden Armstrong (Astronaut)
Ein Urgroßvater von Neil Armstrong (der erste Mensch auf dem Mond) stammte aus Ladbergen. Der Ackersmann Friedrich Wilhelm Kötter wurde am 22. August 1846 in Ladbergen geboren und wanderte am 30. August 1865, um dem Militärdienst zu entgehen, heimlich in die USA aus. (Quelle: 2. Archivbericht der Gemeinde Ladbergen von Hans Berlemann, 1995)
Heinrich Sundermann (Missionar)
Aus Ladbergen stammt auch der Missionar Heinrich Sundermann (1849-1919). Er übersetzte das neue Testament in die niassische Sprache. 1892 wurde diese, seine Arbeit in Amsterdam erstmals gedruckt. Dr. h.c. Heinrich Sundermann war seit 1875 als Missionar der Rheinischen Missionsgesellschaft nach Nias, einer Insel in Niederländisch Indien, dem heutigen Indonesien, gegangen. 35 Jahre hat er auf der knapp 5000 km² großen Insel westlich von Sumatra verbracht und sich intensiv mit der Erforschung der niassischen Sprache beschäftigt.
(Quelle: Deltef Fischer, Chronik des Münsterlandes, 2003 aus dem Verlag Aschendorff)
bekannte heutige Bürger Ladbergen
Hans-Dieter Tippenhauer (Fußballtrainer)
Hans-Dieter Tippenhauer war in den 70er und 80er Jahren ein erfolgreicher deutscher Fußballtrainer.
Er trainierte u.a. die Mannschaften von Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf.
Unter Tippenhauer gewann Fortuna Düsseldorf 1979 den DFB-Pokal und erreichte das Finale um den "Pokal der Pokalsieger". Hier verlor die Tippenhauer-Elf allerdings gegen den
FC Barcelona.
Der Dipl. Betriebswirt Dieter Tippenhauer ist heute (2006) Geschäftsführer einer Agentur für Marketing- und Werbemaßnahmen in den Bereichen Wirtschaft, Verlagswesen, Sport und Kultur.
Literatur
Heimatbücher
- 1950 schrieb Friedrich Saatkamp zum tausendjährigen Bestehen der Gemeinde Ladbergen die 1. Ortschronik mit dem Titel: „1000 Jahre Ladbergen“. Im Jahre 1975 entschlossen sich der Heimatverein und die Gemeinde Ladbergen zu einer Neuauflage. Zur 150-Jahr-Feier der Tochtergemeinde New Knoxville (1986) wurde eine englische Übersetzung der 2. Auflage herausgegeben. Die Heimatchronik erfreute sich auch weiterhin großer Beliebtheit, sodass im Jahre 1989 die 3. Auflage erscheinen konnte. Jede Neuauflage wurde aktualisiert.
- Im Jahre 1992 erschien von Heinz Stork in 1. Auflage das Buch „Land un Lüe“ („Land und Leute“). Im Jahre 2001 folgte die 2. Auflage der sehr beliebten Heimatlektüre in überarbeiteter und aktualisierter Form.
- Von Willi Untiet erschien 1993 der 1. (Gemeinde-)Archivbericht, „Mit Guth und Blut eigen“, der das bäuerliche Leben in Ladbergen vor 1900 beschreibt.
- Von Hans Berlemann konnte im Jahre 1995 der 2. (Gemeinde-)Archivbericht, „Auswanderer der Gemeinde Ladbergen“ von 1830-1930 erscheinen.
- Willi Untiet brachte 1996 das Buch „Use Platt“ heraus. Es ist in erster Linie ein Wörterbuch des Ladberger Platts, allerdings angereichert mit vielen Fotos, Geschichten, Gedichten, Redewendungen und Rätseln.
- Im Jahre 1999 veröffentlichte der Heimatverein zur 850. Wiederkehr der Gründung der selbstständigen Kirchengemeinde Ladbergen das Buch "Unsere Kirchen - Unsere Pfarrer".
- Zur 1050-Jahrfeier der Gemeinde Ladbergen im Jahre 2000 brachte die Gemeinde Ladbergen ein von Dr. Gustav Altevogt verfasstes Heftchen heraus. "Blickpunkte Ladberger Geschichte" ist der Titel dieses 64-seitigen Büchleins.
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