| Labour Party | |
|---|---|
| Vorsitz | Pat Rabbitte |
| Gründung | 1912 |
| Parteisitz | 17 Ely Place, Dublin 2 |
| Ideologie | sozial-demokratisch / demokratisch-sozialistisch |
| Farbe | rot |
| Website | http://www.labour.ie |
| (Stand: Februar 2006) | |
Die Irish Labour Party (irisch: Páirtí an Lucht Oibre) ist eine sozialdemokratische Partei der Republik Irland, die 1912 als politischer Flügel des Irish Trade Union Congress gegründet wurde und sich selbst als älteste politische Partei Irlands bezeichnet. Die Labour Party ist aktuell die drittstärkste Partei im Land und war knapp 20 Jahre an der Regierung als Koalitionspartner beteiligt.
Nach Larkins Emigration wurde O'Brien zur dominanten Figur der Irish Transport and General Workers' Union und einflussreich innerhalb des Gewerkschaftsbundes und der Labour Party, die von Thomas Johnson angeführt wurde. Die Labour Party weigerte sich, bei der Wahl 1918 um nicht ins Kreuzfeuer der zwei größten Parteien Sinn Féin und Irish Parliamentary Party zu geraten, die die Wahl als Volksabstimmung zur politischen irischen Zukunft ansahen. Auch bei der Wahl 1921 nahm die Partei nicht teil und hatte somit keinen Sitz im Dáil Éireann während der Hochzeit der irischen Unabhängigkeitsbewegung.
1923 kehrte Larkin nach Irland zurück und hoffte auf die Übernahme des Vorsitz der Partei, doch O'Brien widersetzte sich. Daraufhin schloss sich Larken dem radikaleren Flügel der Partei an und gründete im September 1923 die Irish Worker League (Arbeitervereinigung Irlands).
1932 unterstützte die Labour Party Eamon de Valeras erste Fianna Fáil-Regierung, die ein Programm sozialer Reformen versprach, das den Vorstellungen der Labour Party entsprach. In den 1940er Jahren hatte es den Anschein, dass die Labour Party Fine Gael als stärkste Oppositionspartei ablösen könne - bei der Wahl 1943 erreichte die Partei 17 Sitze - das bisher beste Ergebnis.
In dieser Phase trat die Partei auch vereinzelt bei Wahlen in Nordirland an und erreichte mit Gerry Fitt sogar einmal einen Sitz im Nordirischen Parlament. Fitt verließ 1964 die Partei und gründete die nordirische Republican Labour Party. Seitdem trat die Labour Party nicht mehr in Nordirland an.
Von 1948 bis 1951 sowie von 1954 bis 1957 war die Labour Party die zweitgrößte Koalitionspartei in der (ersten und zweiten) Mehrparteienregierung in Irland. William Norton, Anführer der Partei zu dieser Zeit, erhielt jeweils das Amt des Tánaiste und war Sozialminister.
Zusätzlich gab es in den 1980er Jahren extreme Differenzen zwischen dem linken und rechten Flügel der Partei, vor allem bei der Frage, ob man eine Koalition mit einem der beiden großen Parteien eingehen sollte. Bei der Parteiversammlung 1989 wurden einige sozialistische und marxistische Aktivisten aus der Partei ausgeschlossen. Diese Ausschlüsse setzten sich auch in den frühen 1990er Jahren fort - einige der Ausgeschlossenen, unter ihnen Joe Higgins, gründeten daraufhin die Socialist Party.
1990 vereinigte sich die Labour Party weiterhin mit Jim Kemmys Democratic Socialist Party und 1992 mit Declan Brees Independent Socialist Party.
1993 kehrte die Labour Party als Koalitionspartner von Fianna Fáil in die Regierung zurück. Dick Spring wurde Tánaiste und Außenminister. Doch bereits zwei Jahre später scheiterte die Koalition und die Labour Party schloss sich mit Fine Gael und Democratic Left zur neuen Regierungskoalition (die sog. Regenbogenkoalition) zusammen - wohlgemerkt ohne dass eine Neuwahl stattgefunden hatte; ein einmaliges Ereignis in der irischen Politik, das durch diverse Sitzverschiebungen durch Nachwahlen möglich geworden war. Dick Spring behielt beide Posten.
Quinn trat 2002 als Anführer zurück (nach einer erneut enttäuschenden Wahl) und der ehemalige Democratic-Left-Teachta Dála Pat Rabbitte wurde gewählt - erstmalig direkt von den Parteimitgliedern. Im Juni 2004, bei den Wahlen zum Europaparlament, konnte Proinsias De Rossa den Sitz der Labour Party verteidigen. Dies war der einzige Lichtblick bei einer ansonsten enttäuschenden Wahl.
Irische Partei | Sozialdemokratische Partei | Irische Geschichte
Labour Party (Ireland) | Labour (Irlanti) | Parti travailliste (Irlande) | Páirtí an Lucht Oibre (Éire) | 노동당 (아일랜드) | Airijos darbininkų partija
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