Der Deutsche Walter LaGrand wurde am 3. März 1999 in einer Gaskammer hingerichtet, nachdem er mit seinem Bruder Karl am 7. Januar 1982 in der Valles National Bank in Marana / USA den Bankdirektor erstach und daraufhin zum Tode verurteilt wurde.
Der Fall führte zu diplomatischen Verwicklungen zwischen den USA und der Bundesrepublik Deutschland: Entsprechend dem Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen hätten die staatlichen Behörden die Brüder über ihr Recht auf konsularischen Beistand von der deutschen Regierung informieren müssen. Dies wurde jedoch unterlassen. In der Folge reichte der deutsche Staat eine Klage beim Internationalen Gerichtshof ein, die im Jahre 2001 positiv beschieden wurde.
Die Brüder wurden zum Tode verurteilt und konnten zwischen Giftspritze und Gaskammer wählen. Walter LaGrand und sein Bruder Karl entschieden sich für die Gaskammer, weil sie hofften, dass das Urteil vom obersten Gerichtshof als zu grausam eingestuft werden würde. Dies war jedoch nicht der Fall, und so änderte Karl LaGrand seinen Beschluss und bat um Hinrichtung durch die Giftspritze. Walter blieb hingegen bis zum Schluss bei seiner Entscheidung für die Gaskammer. Walter LaGrand ist bis dato die letzte Person, die in (in den USA) in der Gaskammer hingerichtet wurde (Stand 2003).
Mörder | Mann | Deutscher | Gestorben 1999
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