La Chaux-des-Breuleux ist eine politische Gemeinde im Distrikt Franches-Montagnes des Kantons Jura in der Schweiz.
Geographie
La Chaux-des-Breuleux liegt auf 1016 m ü. M., 5 km südöstlich des Bezirkshauptorts
Saignelégier (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich auf einer Höhe der
Jurahochfläche der
Freiberge (französisch
Franches Montagnes), westlich des Torfmoors
La Tourbière.
Die Fläche des 4.1 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der leicht gewellten Hochfläche des Plateaujuras, auf der sich moorige, meist oberirdisch abflusslose Senken mit Kuppen aus Kalkstein abwechseln. Im Norden erstreckt sich das Gebiet bis zur Höhe westlich von Chaumont, die mit 1088 m ü. M. den höchsten Punkt der Gemeinde bildet. Nach Osten reicht die Gemeindefläche in das Moor La Tourbière und im Süden in die Senke von Les Breuleux. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 2 % auf Siedlungen, 23 % auf Wald und Gehölze, 72 % auf Landwirtschaft und rund 3 % war unproduktives Land.
Zu La Chaux-des-Breuleux gehören mehrere Einzelhöfe. Nachbargemeinden von La Chaux-des-Breuleux sind Les Breuleux, Muriaux und Saignelégier im Kanton Jura sowie Tramelan, Mont-Tramelan und Courtelary im Kanton Bern.
Bevölkerung
Mit 88 Einwohnern (Ende 2005) gehört La Chaux-des-Breuleux zu den kleinsten Gemeinden des Kantons Jura. Von den Bewohnern sind 85.7 % französischsprachig, 12.2 % deutschsprachig und 1.0 % sprechen Niederländisch (Stand 2000). Seit 1920 (damals 211 Einwohner) hat sich die Bevölkerungszahl von La Chaux-des-Breuleux halbiert.
Wirtschaft
La Chaux-des-Breuleux ist ein vorwiegend
landwirtschaftlich geprägtes Dorf mit
Milchwirtschaft und
Viehzucht. Ausserhalb des primären Sektors sind kaum Arbeitsplätze vorhanden. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler und arbeiten in Les Breuleux oder in Tramelan. Im
19. Jahrhundert wurden in La Chaux-des-Breuleux Uhren hergestellt. Bis
1966 wurde in La Tourbière
Torf gestochen, seit
1975 steht das Moor unter Naturschutz.
Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt seit dem Jahr 2000 auch der 4-Sterne
Camping Les Cerneux, der zugleich als Wiedereingliederungs- und Ausbildungszentrum dient.
Verkehr
Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen und ist durch eine Strasse von Les Breuleux zu erreichen. Am
16. Dezember 1913 wurde die Eisenbahnlinie der
Chemins de fer du Jura von
Le Noirmont nach Tramelan mit einem Bahnhof in La Chaux-des-Breuleux eröffnet.
Geschichte
Der Ort wurde
1379 erstmals als
La Chaux erwähnt. Er gehörte zum Stift
Saint-Imier, das La Chaux-des-Breuleux
1528 der Gemeinde Les Breuleux als Lehen übergab. Das Dorf war Teil der Herrschaft Freiberge, die dem
Fürstbistum Basel unterstand. Von
1793 bis
1815 gehörte La Chaux-des-Breuleux zu
Frankreich und war anfangs Teil des Département du
Mont Terrible, ab
1800 mit dem Département
Haut-Rhin verbunden. Durch den Entscheid des
Wiener Kongresses kam der Ort 1815 an den Kanton
Bern und am
1. Januar 1979 an den neu gegründeten Kanton Jura. Am
12. Juni 1926 wurden mehrere Häuser durch einen
Tornado zerstört, der auch das Nachbardorf Les Breuleux verwüstete.
Sehenswürdigkeiten
Das Ortsbild von La Chaux-des-Breuleux zeichnet sich durch typische Bauernhäuser des Hochjuras mit weissgetünchten Fassaden und grossen Dächern aus. Kirchlich ist der Ort von
Les Breuleux abhängig.
Weblinks
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