| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Grundsteinlegung | 20. Januar 2003 | bgcolor="#FFFFFF" | Richtfest | 20. Januar 2004 | bgcolor="#FFFFFF" | Bauzeit | 24 Monate | bgcolor="#FFFFFF" | Eröffnung | 7. Januar 2005 | bgcolor="#FFFFFF" | Baukosten (geschätzt) | 218 Millionen Euro | bgcolor="#FFFFFF" | Überbaute Fläche | 48.000 m² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe | 50 m | bgcolor="#FFFFFF" | Breite | 200 m | bgcolor="#FFFFFF" | Länge | 240 m | bgcolor="#FFFFFF" | Sitzplätze | 51.500 | bgcolor="#FFFFFF" | Businessplätze | 1269 | bgcolor="#FFFFFF" | Parkplätze | 23.500 | bgcolor="#FFFFFF" | Bürofläche | 7000 m² |
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LTU arena ist der Name einer Multifunktionsarena, die im Norden von Düsseldorf an Stelle des alten Rheinstadions entstand.
Die Heimmannschaften sind die Fortuna Düsseldorf und Rhein Fire.
Namensgeber und Sponsor der Arena ist die seit 1961 am Düsseldorfer Flughafen beheimatete Charter-Fluggesellschaft LTU. Der Vertrag zwischen den Arena-Betreibern und dem Ferienflieger wurde am 22. September 2004 unterzeichnet.
Die LTU arena ist über die Autobahn A44, sowie über die Stadtbahnlinie U78 erreichbar. Neben dem reinen Stadion sollen in dem Komplex das Sportamt und der Stadtsportbund der Stadt Düsseldorf, ein Fitnesscenter, ein Bowlingcenter und ein 3-/4-Sterne-Hotel untergebracht werden.
Der Beschluss, ein neues Stadion zu bauen, führte zu Kritik. Bemängelt wurde, dass keine wirtschaftliche Nutzung abzusehen sei, da Fortuna Düsseldorf als bestplatzierte Fußballmannschaft der Stadt zum Zeitpunkt des Baus nur in der Oberliga spielte und die Arena daher zunächst nicht als Fußball-Spielstätte in Frage käme. Zudem wurden beim Bau geeignete Stellplätze für Fernsehkameras bei TV-Übertragung sowie Stehplätze "vergessen". Die Football-Mannschaft Rhein Fire war somit die einzige Profi-Sportmannschaft, die ihre fünf Heimspiele pro Saison in der Arena austragen sollte. Aufgrund der hohen Anzahl ähnlicher Arenen in der Region Rhein-Ruhr wurde zudem bezweifelt, dass es möglich wäre, eine größere Anzahl an stadionfüllenden Konzerten nach Düsseldorf zu bekommen. Auch für die theoretisch mögliche Nutzung der Arena als Ausstellungsfläche für Messeveranstaltungen gab es zunächst keine praktischen Anwendungsmöglichkeiten.
Auch die hohen Kosten für den Bau und Betrieb der Arena wurden kritisiert. Von den 218 Millionen Euro Baukosten wurden jedoch nur rund 80 Millionen aus öffentlichen Mitteln bereitgestellt. Es wurde eine Besitzgesellschaft und eine Betreibergesellschaft gegründet. Die Besitzgesellschaft verpachtete die Arena an die Betreibergesellschaft, die für den Betrieb und die Veranstaltungen zuständig ist.
Der Bau der Arena wurde von der Augsburger Walter Bau AG übernommen. Auch die Betreibergesellschaft wurde von dem Unternehmen geführt. Beteiligt sind zudem ABB und die Stadt Düsseldorf. Die Walter Bau AG geriet jedoch im Februar 2005 in die Insolvenz. Mehrheitseigentümer der Betreibergesellschaft wurde der Krefelder Unternehmer Gerald Wagener. Die CDU-Fraktion im Stadtrat beschloss Mitte 2005 gegen den Koalitionspartner FDP eine Erhöhung der Anteile der Stadt an der Besitzgesellschaft von 60 % auf 100 %. Dies führte zunächst zu einem Bruch der Koalition. Als Alleingesellschafter kündigte die Stadt daraufhin den Pachtvertrag mit der Betreibergesellschaft, an der sie selbst Minderheitsanteile hält. Die Betreibergesellschaft hatte zuvor eine Wirtschaftsprüfung beauftragt, bei der Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung festgestellt wurden.
Seit der Saison 2005/2006 bestreitet der Regionalligist Fortuna Düsseldorf nun alle seine Heimspiele in der LTU arena.
Zudem veranstaltet die NFL Europe nach dem 11. Juni 2005 auch wieder am 27. Mai 2006 ihr World Bowl-Endspiel in Düsseldorf. Zuvor gastierte man schon 1999 und 2002 im Rheinstadion, zuletzt als dessen "Abschiedsspiel".
Eröffnet wurde die LTU arena am 7. und 8. Januar 2005 durch zwei Konzerte von Herbert Grönemeyer mit jeweils 50.000 Besuchern. Am 10.September 2005 erlebte die LTU arena ein weiteres Highlight. Im Rahmen des Weltjugendtages 2005 fand am 16. August einer von drei Eröffnungsgottesdiensten vor 60.000 Pilgern mit Karl Kardinal Lehmann als Hauptzelebrant statt. Die Düsseldorfer Punkrock-Gruppe Die Toten Hosen spielte vor 50.000 Fans das Abschlusskonzert der „Friss-oder-Stirb“-Tour. Es folgten zwei ausverkaufte Abende mit Phil Collins und ein Konzert von Marius Müller Westernhagen vor 40.000 Fans. Für 2006 sind bisher Konzerte von Depeche Mode, Madonna und Bon Jovi geplant.
Bauwerk in Düsseldorf | Deutsches Fußballstadion | Footballstadion
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