LDL ist die Abkürzung für Low Density Lipoprotein. LDL ist ein Lipoprotein, so werden Transportvehikel genannt, welche im Blutplasma wasserunlösliche (lipohile) Substanzen wie Cholesterin, Cholesterinester, Triglyceride, Fettsäuren und Phospholipide transportieren, aber auch fettlösliche Vitamine wie Vitamin E und Vitamin A enthalten.
LDL ist sehr leicht oxidierbar (z.B. durch pro-oxidative Metallkationen), und bildet dann sogenanntes oxidiertes LDL, wobei einerseits durch den Oxidationsvorgang fettlösliche Vitamine, insbesondere Vitamin E, verbraucht werden und anderseits einige Tryptophan-Einheiten von apoB-100 oxidiert werden. Oxidiertes LDL wird in den Arterienwänden von Makrophagen ungehemmt und konzentrationsunabhängig aufgenommen (phagozytiert) und gespeichert. Diese Fettüberladung der Makrophagen führt zur Bildung von Schaumzellen, was in der medizinischen Forschung als eine der Ursachen für die Entstehung von Arteriosklerose betrachtet wird.
Für Forschungszwecke wird LDL zumeist mittels Ultrazentrifugation aus Blutplasma isoliert und ist als Bande in der Dichtegradientenlösung aufgrund seiner Gelbfärbung, die vom Carotinoid-Gehalt stammt, gut sichtbar. LDL ist nach der Isolierung sehr oxidationsempfindlich und kann nur sauerstofffrei in einem geschlossenem Gefäß (durch Verdrängung von Luft mittels Argon) über einige Tage bei 4°C gelagert werden.
Physiologie | Labormedizin | Biomolekülgruppe
Low density lipoprotein | Lipoproteína de baja densidad (LDL) | Lipoprotéine de basse densité | LDL | 저밀도지질단백질
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