article

Alpe-dhuez-arrivee-tour.jpg
L'Alpe d'Huez
L'Alpe d'Huez ist ein Wintersportort in den französischen Alpen (Département Isère). In der Nähe gehen die Ausläufer der Gebirgsmassive des Oisans und der Grandes Rousses ineinander über. Neben Val d'Isère und Tignes, Courchevel und Les Arcs ist L'Alpe d'Huez einer der großen Wintersportorte der französischen Nordalpen. Er gehört zu jener zweiten Generation von Wintersportzentren, die sich um ein kleines hochgelegenes Gebirgsdorf mehr oder weniger organisch entwickelten. In einer dritten Generation setzten große Tourismusunternehmen "Ski-Total-Orte" wie Courchevel mit riesigen Appartmentblocks in eine bisher fast unberührte Landschaft, was zahlreiche Umweltprobleme nach sich zog. Durch die Austragung der Olympischen Winterspiele 1968 in Grenoble erlebte l'Alpe d'Huez einen enormen Aufschwung, während Ornon sich bis heute seinen Charakter als ursprüngliches Gebirgsdorf und gemütlicher Wintersportort erhalten konnte. Seine Bedeutung für den Radsport verdankt der Ort dem Anstieg von Le Bourg-d'Oisans hinauf nach L'Alpe. Mit seinen 21 Kehren ist er einer der berühmtesten der Tour de France.

Prestigeträchtiges Monument


1952 fand zum ersten Mal eine Bergankunft der Tour de France in der Retortensiedlung statt, die der italienische Campionissimo Fausto Coppi für sich entschied. Erst 24 Jahre später besuchte die Tour L’Alpe ein zweites Mal. Seitdem stehen die legendären, rücklaufend nummerierten 21 Kehren fast jedes Jahr im Programm der wichtigsten Radrundfahrt der Welt. Zusätzlich sind die Namen der Sieger von L'Alpe d'Huez in den 21 Kehren aufgelistet, beginnend mit dem ersten Sieger in der 21. Kehre. Da es nach Armstrongs Sieg 2001 mehr Gewinner als Kehren gibt, hat man begonnen, die Schilder doppelt zu beschriften. Kehre 21 ist nun Coppi und Armstrong gewidmet.

Daten und Rekorde


Die Länge des Anstiegs beträgt 13,8 km. Nach einer durchschnittlichen Steigung von 7,9 Prozent befindet sich die Zielankunft auf 1850 m. Den „Bergrekord“ hält der Italiener Marco Pantani, der 1997 37:35 Min. benötigte.

Die in verschiedenen Quellen genannten Zeiten gehen mitunter stark auseinander und sind oft nicht vergleichbar. Dies gilt insbesondere, weil L’Alpe d’Huez zum einen der Schlussanstieg langer Bergetappen war, zum anderen aber auch Gegenstand eines Bergzeitfahrens im Jahr 2004 mit deutlich kürzerer Etappenlänge. Es leuchtet ein, dass der Schlussanstieg nach einer langen Bergetappe durch erschöpfte Fahrer nur langsamer gefahren werden kann, als wenn der Anstieg praktisch ausgeruht angegangen wird. Weiterhin bestehen Differenzen darüber, ab wo die Zeitmessung zu erfolgen hat, üblicherweise wird vom Fuß des Anstieges gemessen. Viele veröffentlichte Zahlen geben aber bezüglich des Bergzeitfahrens nicht die Zeit bezüglich des eigentlichen Anstieges an, sondern bezüglich der gesamten Bergzeitfahretappe, die eine etwas längere Distanz umfasst.

Bisher konnten interessanterweise nur zwei Sieger von L’Alpe d’Huez gleichzeitig auch die Gesamtwertung der Tour für sich entscheiden: Fausto Coppi 1952 und Lance Armstrong 2001 und 2004.

Zeitweilig wurde L’Alpe d’Huez auch als „Berg der Holländer“ bezeichnet, weil bis 1989 acht von vierzehn Etappenerfolgen von niederländischen Fahrern erzielt wurden. Seitdem hat kein Holländer diese Tradition fortsetzen können. Dennoch: Gäbe es eine "Nationenwertung" an diesem Berg, würden die Männer aus dem „Flachland“ immer noch mit ihren acht Siegen knapp vor den Italienern (7 Siege) liegen!

L'Alp-d'Huez.JPG

Die Etappensieger von L’Alpe d’Huez:


Radsport | Tour de France | Geographie (Frankreich) | Ort in Rhône-Alpes

Alpe d'Huez | Alpe d'Huez | Alpe d'Huez | L'Alpe d'Huez | Alpe d'Huez | Alpe d'Huez (finishplaats) | L'Aup d'Ueis | L'Alpe d'Huez | Alpe d'Huez | Alpe d'Huez

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "L'Alpe d'Huez".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld