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Luzern_Löwendenkmal_um_1900.jpeg Das Löwendenkmal befindet sich in Luzern, Schweiz, und erinnert in der Allegorie eines sterbenden Löwen an die 1792 in Paris gefallenen Schweizergardisten.

Geschichte und Entstehung


1792 waren rund 1100 Söldner aus der Schweiz in Paris, um als Leibwache für König Ludwig XVI. zu dienen. Als am 10. August 1792 der Pöbel auf Anstiftung Dantons und seiner Komplizen die Tuilerien stürmte, wurden ca. 760 Schweizer Söldner ermordet.

Das Denkmal wurde dank der Initiative des Offiziers Carl Pfyffer von Altishofen geschaffen. Er begann 1818 mit der Sammlung von Geld. Das Denkmal wurde schliesslich nach einem Entwurf des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen durch den Konstanzer Steinmetz Lukas Ahorn in den ehemaligen Sandsteinbruch bei Luzern gehauen.

Die Inschrift zeigt die Namen der gefallenen und geretteten Offiziere der Schweizergarde und gibt die ungefähre Opferzahl (DCCLX=760) und die ungefähre Anzahl der Überlebenden (CCCL=350) an.

Das Löwendenkmal ist ein Denkmal der Treue und der Tapferkeit. Die Schweizergarde des französischen Königs, die den besten Familien der Schweiz entstammte, wich nicht von dem von ihr geschworenen Eid, als der König von seinen eigenen Untertanen verraten wurde. Es war die besondere Tragik der Garde, dass sie nicht im Kampf gegen einen ebenbürtigen Gegner fiel, sondern vom aufgeputschten Pariser Pöbel ermordet wurde.

Sonstiges


Der US-amerikanische Schriftsteller Mark Twain würdigte den Löwen von Luzern als traurigstes und bewegendstes Stück Stein der Welt ("the most mournful and moving piece of stone in the world"). Eine weitgehende Kopie, die allerdings damals vom Künstler als Original ausgegeben wurde, findet sich auf dem Oakland Cemetery in Atlanta, Georgia.

Weblink


Mahnmal | Luzern (Kanton) | Denkmal in der Schweiz

 

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