Die Löwenburg steht auf dem Löwenberg im Naturpark Siebengebirge in Nordrhein-Westfalen. Sie ist östlich des Drachenfels und südlich des Lohrberges gelegen und gehört zum Stadtgebiet von Bad Honnef. Der Berggipfel liegt 455 Meter über dem Meersspiegel. Loewenburg_1.jpg | Loewenburg_Plan_1.jpg | Loewenburg_Rekonstruktion_1.jpg
Die Löwenburg wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von Heinrich II., Graf von Sayn, der aus dem Westerwald vorgedrungen war, als Grenzfeste gegen die kurkölnischen Burgen Drachenfels und Wolkenburg errichtet. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals am 29. August 1247 als castrum Lewinberg bei der Aufteilung des Saynischen Erbes durch Gräfin Mechthild von Sayn, die sich dabei das Wohnrecht auf der Burg vorbehielt. Die Hauptburg, Vorburg und der nördliche Außenbering entstanden im 13. Jahrhundert. Durch die Erbfolge gelangte die Burg 1269 an die Neffen Mechthilds, eine Linie der Grafen von Sponheim-Heinsberg, die sich ab sofort als Herren von Löwenburg bezeichnete. Der Hauptort ihrer Herrschaft wurde Honnef.
Als Folge zahlreicher Besitzerwechsel fiel die Burg 1484 an das Herzogtum Jülich-Berg und bildete das Amt Löwenburg, welches bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts von der Burg aus verwaltet wurde.
Die Kriege des 16. und 17. Jahrhunderts ließen sie zur Ruine werden. Von da an ist die langgestreckte Höhenburganlage des 13. Jahrhunderts mit Hochburg, Zwinger und Vorburg immer stärker verfallen. Erhalten sind die Zisterne im Burghof und zwei Seitenmauern des ehemaligen Bergfrieds der Hochburg. Der Bergfried selbst wurde 1881 wegen Baufälligkeit abgetragen, nachdem zuvor eine Initiative zur Erhaltung und Sanierung der Ruine gescheitert war.
1861 übernahm ein Vorläufer des heutigen Staatlichen Forstamtes Siegburg, die Königlich Preußische Oberförsterei Siebengebirge, die Verwaltung des Ruinenstückes.
Von 1977 bis 1985 nahm die Landesforstverwaltung unter Mitwirkung des Staatshochbauamtes Bonn umfangreiche Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten vor. Dabei wurden die noch vorhandenen Grundmauern der Burganlage freigelegt und gesichert. Mehrere Tafeln zeigen das ursprüngliche Aussehen der Burg. Das Rheinische Landesmuseum begleitete die Ausgrabungen.
Die Löwenburg bietet von der begehbaren Ruine mit den Ausgrabungen und den Resten des Bergfriedes eine wunderbare Aussicht auf das Rheintal sowohl in Richtung Bonn als auch in Richtung Süden und die umliegenden Berge des Siebengebirges. Eine Aufstiegsmöglichkeit beginnt auf der Margarethenhöhe bei Ittenbach und führt am Löwenburger Hof (345 m über N.N.) vorbei. Anders als der Drachenfels, auf den eine Zahnradbahn führt, muss der Aufstieg zur Löwenburg erarbeitet werden. Dafür entschädigen einen aber die traumhafte Aussicht und das Fehlen der drachenfelstypischen Touristenmassen. Am östlichen Berghang liegt unterhalb der Löwenburg der Löwenburger Hof, der zum Großteil von Touristen und Wanderern lebt, die beim Auf- oder Abstieg an diesem Restaurant vorbeikommen. Direkt unterhalb der Ruine verläuft der neu angelegte Wanderweg Rheinsteig, der von Bonn bis Wiesbaden auf 320 Kilometern den Rhein begleitet. Er findet mit der Löwenburg seinen höchsten Punkt mit reizvollem Ausblick auf die Wanderstrecke.
Burg in Nordrhein-Westfalen | Berg im Siebengebirge | Bad Honnef
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"Löwenburg (Siebengebirge)".
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