Léon Blum (* 9. April 1872 in Paris; † 30. März 1950 in Jouy-en-Josas bei Versailles) war ein französischer Politiker.
Der Journalist Blum war in den 1930er und 1940er Jahren während dreier kurzer Phasen Ministerpräsident Frankreichs. Sein Name ist mit der Volksfront vor dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Er hatte sich als junger Jurist schon früh in der politischen Welt betätigt und seit 1904 an der Zeitung L'Humanité mitgearbeitet. Später konnte er einigen sozialen und wirtschaftlichen Reformen zum Durchbruch verhelfen. Er wurde 1936 der erste sozialistische Premierminister Frankreichs. Als führender Kopf des französischen Widerstandes wurde er von 1943 bis 1945 durch die Nationalsozialisten nach Deutschland deportiert und ins KZ Buchenwald verschleppt. Nach seiner Befreiung durch alliierte Truppen war Blum politischer Direktor des Populaire. 1946 wurde er zum dritten mal zum Premierminister gewählt. Am 30. März 1950 starb er im Alter von 77 Jahren. Er liegt auf dem städtischen Friedhof von Jouy-en-Josas begraben.
Der Kibbuz Kfar Blum in Nord-Galiläa ist nach Léon Blum benannt.
Mann | Franzose | Premierminister (Frankreich) | Résistance | Widerstand Buchenwald | NS-Opfer | Geboren 1872 | Gestorben 1950
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