Ferdinand Hodler_001.jpg für die Universität Jena im Jahre 1908]]
Das Lützowsche Freikorps war in den Befreiungskriegen eine Freiwilligeneinheit des preußischen Heeres unter Befehl des Majors, erst 1822 zum General beförderten von Lützow.
Lützows Truppe wurde nach der Reaktivierung des bereits verabschiedeten Freiherrn Ludwig Adolph Wilhelm von Lützow im Februar 1813 mit offizieller Billigung unter dem Namen Königlich Preußisches Freikorps als reguläre Truppe des preußischen Heeres gegründet. Die "Lützower Jäger" waren daher weder Guerilleros noch Partisanen oder Irreguläre. Im Freikorps dienten ausschließlich Freiwillige (vor allem Studenten und Akademiker) und so genannte Selbstversorger: Die Soldaten empfingen keinen Sold, rüsteten sich selbst aus und kleideten sich selbst ein. Ihre schwarzen Uniformen mit den roten Aufschlägen und goldfarbenen Knöpfen wurden das Vorbild für die Farben der Burschenschaft und somit die Farben der späteren deutschen Nationalflagge, Schwarz-Rot-Gold. Die Farbe der Uniformen rührte daher, dass Schwarz die einzige Farbe war, mit der sich durch Einfärbung der Alltagskleidung eine einheitliche Uniformfarbe herstellen ließ.
Lützow nahm in sein Freikorps neben Preußen auch Bürger anderer deutscher Staaten, die Angehörige der Rheinbundstaaten bzw. französische Untertanen waren (wie die Einwohner des Herzogtums Oldenburg, das seit 1811 Teil des Kaiserreichs Frankreich war), auf. Zeitweise hatte es eine Stärke von über 3.500 Mann.
Im einzelnen waren das 2900 Infanteristen, 600 Kavalleristen und 120 Artilleristen.
Neben dem Freikorps Lützows war eine Vielzahl ähnlicher Einheiten aktiv, zum Beispiel die Freischar von Schill, (geführt von Heinrich von Schill, dessen Bruder Ferdinand von Schill 1809 vergeblich einen Aufstand gegen die Franzosen begann), das Hellwigsche Freikorps, das Ausländer-Bataillon von Reuß oder die Russisch-Deutsche Legion im russischen Heer, gebildet aus deutschen Gefangenen, später Deutsche Legion.
"Lützows Schwarze Jäger" verdankten ihre größere Bekanntheit vor allem ihren sehr prominenten Mitgliedern, wie beispielsweise dem 1813 gefallenen Dichter Theodor Körner, der dem Freikorps das bekannte Lied "Lützows wilde Jagd" (Musik: Carl Maria von Weber) widmete, dem Turner Karl Friedrich Friesen, dem "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn und Joseph von Eichendorff, dem bedeutendsten Dichter der deutschen Romantik.
Das Lützowsche Freikorps nahm an zahlreichen Gefechten und Schlachten teil. Neben Streifzügen in Sachsen (speziell auch im Vogtland) und in Thüringen, die bis nach Bayern (Hof) führten, kämpfte sich die Truppe im "Herbstfeldzug" 1813 die Elbe flussabwärts und eroberte zusammen mit Kosaken Bremen, musste aber die Stadt umgehend wieder räumen, als französische Verstärkung anrückte. Später fochten sie, meistens mit Kosaken, in Westfalen, Schleswig-Holstein und am Rhein. Teile der Kavallerie waren Anfang 1814 in den Niederlanden und Nordostfrankreich eingesetzt.
Nach der Niederlage Napoleons und dem Einmarsch der Alliierten Truppen in Paris 1814 wurde das Korps aufgelöst und in das Infanterie-Regiment Nr. 25 und das Ulanen-Regiment Nr. 6 umgewandelt. Als Napoleon im März 1815 aus der Verbannung zurückgekehrt war, wurden auch diese beiden ehemals Lützower Regimenter wieder eingesetzt. Sie nahmen mit an der Schlacht von Waterloo am 18. Juni 1815 teil, die zur endgültigen Niederlage Napoleons führte.
Lützow selbst wurde bereits in der Schlacht von Ligny am 16. Juni 1815 - schwer verwundet - gefangen genommen.
Mit Eleonore Prochaska und Anna Lühring hatten sich heimlich auch zwei Frauen in den Dienst des Freikorps eingeschlichen.
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"Lützowsches Freikorps".
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