Der Lüneburger Erbfolgekrieg war ein 1370 ausgebrochener Konflikt, der mit Unterbrechungen 18 Jahre andauerte. Dabei ging es um das Erbe des Lüneburger Herzogs Wilhelm. Durch eine schwere Erkrankung 1388, möglicherweise eine Vergiftung, konnte ein Kontrahent den Krieg nicht mehr fortsetzen und die Kriegshandlungen wurden eingestellt.
Allerdings hatte Rudolf I. von Sachsen bereits von Herzog Wilhelm eine Zusage auf eine Anwartschaft auf das Herzogtum Lüneburg erhalten. Deswegen beantragte Rudolf I. von Sachsen 1355 beim Kaiser Karl dem IV. die Anwartschaft auf das Herzogtum Lüneburg. Die Anwartschaft erneuerte sein Sohn der Kürfürst Rudolf der II. von Sachsen und erhielt nach dem Tode des Herzogs Wilhelm von Lüneburg dieses 1369 offiziell zugesprochen. Jedoch spielte Herzog Wilhelm ein doppeltes Spiel. Er hatte seinem zweiten Schwiegersohn, dem Herzog Magnus II. von Braunschweig das Herzogtum Lüneburg ebenfalls zugesprochen. Dieser erhielt jedoch vom Kaiser kein Anwartsrecht auf das Herzogtum Lüneburg. Obwohl sich der Welfe Herzog Magnus II. sich nach dem welfischen Erbrecht im Recht sah, den welfischen Besitz zu übernehmen. Der Kaiser hatte aber bereits 1355 dem Kurfürsten Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg die Anwartschaft auf die Belehnung des Herzogtums Lüneburg gegeben. So konnte er dem Bestreben Magnus II. von Braunschweig nicht nachkommen und der Herzog musste unverrichteter Dinge vom Hof Kaiser Karls zurückziehen.
Nun übernahmen die Söhne von Magnus die Regierung von Lüneburg. Kurfürst Wenzel der ja den Titel nach Kaiserlichen Recht trug, beteiligte seinen Schwiegersohn Bernhard an den anfallenden Entscheidungen. Doch dessen Bruder Heinrich war mit dieser Regelung nicht einverstanden und nach vergeblichen Einigungsversuchen flackerte der Kampf im Frühjahr 1388 erneut auf. Kurfürst Wenzel musste allein in Abwesenheit Bernhards ein Heer zusammenstellen, wobei er von der Stadt Lüneburg unterstützt wurde. Von Winsen an der Aller aus wollte er Celle, das von Heinrich und seiner Mutter gehalten wurde, angreifen. Bei diesen Vorbereitungen erkrankte Kurfürst Wenzel schwer. Die Legende weiß zu berichten, dass er vermutlich vergiftet wurde. Auch er konnte den Kampf nicht fortsetzen, so dass schließlich Heinrich am 28. Mai 1388 den Sieg errang.
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"Lüneburger Erbfolgekrieg".
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