Unter Lösegeld versteht man einen Geldbetrag, der als Gegenleistung zur Freilassung von Geiseln gefordert wird.
Bekannt ist auch die Gefangenschaft des englischen Königs Richard Löwenherz, die 1194 nach der Entrichtung eines immensen Lösegeldes von 6000 Eimern Silber endete.
Heute werden Lösegelder hauptsächlich im Zusammenhang von Entführungen verlangt. In manchen Ländern gehört die Einforderung von Lösegeldern zur organisierten Kriminalität.
Das Land mit den gegenwärtig häufigsten Auftreten von Entführungsfällen zwecks Erpressung von Lösegeld ist das südamerikanische Kolumbien.
Die wohl spektakulärsten Lösegeld-Forderungen in Deutschland betrafen:
Auch in der Bibel ist von einem Lösegeld die Rede (Markus 10,45; 1. Timotheus 2,5f). Damit ist die Lebenshingabe Jesu Christi in den Tod zur Erlösung der Menschen gemeint. An wen dieses Lösegeld bezahlt wird, bleibt im biblischen Kontext offen. In der Auslegungsgeschichte wurden u. a. genannt: Gott, dem durch den Tod Jesu das vollkommene Sühnopfer dargebracht wird, der Teufel und der Tod, aus deren Gewalt die Menschen freigekauft werden. Ebenso bleibt offen, wovon die Menschen erlöst werden. Im Zusammenhang der neutestamentlichen Theologie ist vor allem an die Erlösung von Sünde und Tod zu denken.
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