| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen kusel stadt.jpg | KUSEL.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Rheinland-Pfalz | bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: | Kusel | bgcolor="#FFFFFF" | Verbandsgemeinde: | Kusel | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 14,37 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 5.250 (Juni 2006) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 379 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 239 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 66869 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 06381 | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | KUS | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 07 3 36 055 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | 3 Stadtteile | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 66869 Kusel | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.kusel.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadt@kusel.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Jochen Hartloff, MdL (SPD) | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtrat: (Wahl am 13. Juni 2004) | SPD 45,8% (-5,3) - 10 Sitze (-2) CDU 33,3% (+9,2) - 7 Sitze (+2) WGR 10,8% (+4,1) - 3 Sitze (+2) FDP 5,1% (-4,2) - 1 Sitz (-1) Grüne 5,1% (+0,3) 1 Sitz (=) Andere 0,0% (-4,1) - 0 Sitze (-1) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Durch die Schlacht bei Zülpich 496 kam Kusel unter fränkische Herrschaft, und wurde durch Kauf oder Schenkung zu einem Teil des Reichslandes um Kaiserslautern. Im 7. Jahrhundert wurde auf den Ruinen eines römischen Gutshofes ein fränkischer Königshof gebaut, der eine Verpflegungsstätte darstellte, der "curtis Cosla". 850 wird dieser Hof das erste Mal in einer Urkunde erwähnt.
Im 9. Jahrhundert befindet sich der Hof und das umliegende Land im Eigentum des Erzbistums Reims, dessen Gründer Remigius war. Der Königshof wandelt sich durch Mönche, die ihn organisieren, zum Klosterhof, und wird zum Zentrum kirchlicher und wirtschaftlicher Interessen im so genannten Remigiusland. 902 weiht der Erzbischof Heriveus von Reims die Remigiuskirche auf dem heutigen Marktplatz zur ersten Mutterkirche der gesamten Umgebung. 931 wird der Hof zu Kusel mit dem gesamten umliegenden Gebiet dem Kloster St. Remy in Reims übergeben. Auf dem nahegelegenen Remigiusberg errichten Reimser Mönche 1127 die Benediktinerpropstei, die nun zum kirchlichen Mittelpunkt des Landes wird. Der Hof zu Kusel wird durch die Vertretung eines Hofschultheißen zum Sitz der Verwaltung.
Die Grafen von Veldenz (1127–1444) werden zu Schutzvögten des Landes.
Um 1214 wird in der Nähe die Burg Lichtenberg errichtet, die heute als die größte Burgruine Deutschlands (425 m lang, 382 m über NN) bekannt ist.
1387 wird Kusel erstmals in einer Urkunde des Grafen von Veldenz als "Cuscheln der Stat" urkundlich erwähnt. Die Befestigung mit Stadtgräben, Mauern, Türmen und Toren beginnt.
1444 wird Kusel an Zweibrücken übertragen, da die Veldenzer Grafenlinie endet. Burg Lichtenberg wird zum Oberamt Lichtenberg.
Im 16. Jahrhundert hat das Kuseler Land in Folge drei Mal unter der Pest zu leiden.
1635 wird Kusel durch kroatische Truppen im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt. In 40 Jahren wird die Stadt wieder aufgebaut, 1677 aber durch die Truppen Ludwigs XIV. im Pfälzischen Erbfolgekrieg zum Großteil wieder abgebrannt.
Kusel entwickelt sich allmählich zu einer Handwerker- und Tuchmacherstadt.
Am 26. Juli 1794 überfallen französische Revolutionstruppen den Ort. Unter Androhung der Todesstrafe muss Kusel innerhalb einer Stunde geräumt werden. Nach Plünderung der Häuser wird Kusel zum 3. Mal bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Es bleiben nur 6 Häuser stehen. Diese Tat galt als Bestrafung, denn die Stadt hatte einige Bürger, die in Metz als Geiseln festgehalten wurden, mit Geld versorgt, das sich als gefälscht herausstellte, und angeblich in Kusel hergestellt worden war.
Eine Hypothese zur Niederbrennung ist, dass wohl eigentlich die Stadt Kasel zerstört werden sollte, es aber zu einem Schreibfehler bei der Ausstellung der Befehle kam.
1798 kommt Kusel unter französische Verwaltung zum Departement Sarre. Französisch wird zur Amtssprache.
1816 ist Kusel nach den Befreiungskriegen wieder deutsch, und wird am 1. April Sitz eines Landkommissariats im bayrischen Rheinkreis.
1824 wird die erste Wasserleitung gelegt. Durch freiwillige Spenden entsteht der Maximilianbrunnen.
1850–1880 werden Tuch- und Streichgarnfabriken aufgebaut.
1868 wird die Eisenbahnstrecke von Landstuhl nach Kusel gelegt, die der Stadt große wirtschaftliche Vorteile bringt. In umliegenden Steinbrüchen wird Basalt abgebaut, es entstehen Brauereien, Maschinengießereien, Wollwebereien, Ziegelein, Druckereien und Ketten – und Nagelschmieden.
Durch die Organisation von großen Viehmärkten wird Kusel landwirtschaftliches Zentrum der Umgebung.
Nach dem 1. und dem 2. Weltkrieg herrschen wie überall Inflation und Arbeitslosigkeit.
Nach 1945 entstehen neue Industriebetriebe, es werden Neubaugebiete erschlossen und Schulen gebaut.
1965 wird Kusel Garnisonsstadt.
1969 wird Kusel zum Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Kusel und zur Kreisstadt.
Durch Kusel führt die Bundesstraße 420, die von Nierstein in Rheinhessen nach Ottweiler an der Saar führt; im ca. 7 km entfernten Konken gibt es eine Anschlussstelle an die Autobahn 62 Pirmasens - Landstuhl - Trier / Luxemburg.
In gemeinsamer Trägerschaft mit dem Landkreis wird eine Kreis- und Stadtbücherei betrieben. Die Volkshochschule in Kusel untersteht wie alle anderen im Kreisgebiet direkt dem Landkreis.
Die rheinland-pfälzische Eichbehörde unterhielt früher eine kleine Dienststelle in Kusel, die jedoch weggefallen ist. Sie war im Gebäude der Luitpoldschule untergebracht.
Neben zwei Fußballplätzen im Ortsteil Diedelkopf und in der Nähe des Ortsausgangs Richtung Haschbach gibt es Tennisplätze und -Hallen an der Ausfallstraße Richtung Blaubach.
Letztere zeichnet sich durch äußerst klare Linien, einen (seltenen) streng symmetrischen Aufbau des Blocks Altar-Kanzel-Orgel und die wuchtigen monolithischen Rundpfeiler aus honigfarbenem Sandstein aus, die die Empore tragen. Es handelt sich um eine der schönsten klassizistischen Kirchen der Gegend und vielleicht Deutschlands überhaupt.
Ca. 6 km Fahrtweg vom Kuseler Stadtkern entfernt thront die Burg Lichtenberg. Mit 425 m Länge ist sie die größte Burgruine Deutschlands. Sie liegt bei Thallichtenberg im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. In der Anlage integriert ist das Musikantenland-Museum, welches die Geschichte des Musikantenlandes dokumentiert.
2006 fand nun zum 7. mal der Team-Triathlon-Kusel statt. Start war am Samstag dem 3. Juni. Er zählt zu den größten Breitensportveranstaltungen in Rheinland-Pfalz. Dabei handelt es sich um eine kombinierte Radfahr-Schwimm-Lauf-Staffel, die von Teams, die stets aus 3 Teilnehmern bestehen müssen, bestritten wird (das Mindestalter beträgt 15 Jahre am Tag der Veranstaltung).
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