Mit Kurvenlicht werden Autoscheinwerfer bezeichnet, die bei Kurvenfahrt ihre Leuchtrichtung in Kurvenrichtung verändern. Dadurch soll die Fahrsicherheit bei nächtlicher Kurvenfahrt durch besseres Sichtfeld erhöht werden. Ausführliche Beschreibung der Technik siehe im Abschnitt Funktionsweise.
Auch bei Tatra wurde schon 1935 ein Kurvenlicht verbaut.
Ebenso 1948 im Tucker Torpedo, welcher nur in einer Kleinstserie produziert wurde. Der Torpedo verfügt über einen dritten Scheinwerfer in der Mitte, das so genannte "Zyklopenauge".
Im September 1968 wurde das Kurvenlicht erstmals in Europa serienmäßig von Citroën in der DS eingesetzt. Über einen Seilzug, der mit der Lenkung verbunden war, wurde das Fernlicht gelenkt. Leider war das System nicht sehr zuverlässig, so dass sich der Gesetzgeber gezwungen sah, aus Sicherheitsgründen das Drehen des Abblendlichtes zu verbieten. Erst 2002 wurden die entsprechenden ECE-Regelungen wieder geändert.
Seit diesem Zeitpunkt bieten verschiedene Fahrzeughersteller das Kurvenlicht meist nur in Verbindung mit Xenonlicht an, (Ausnahmen sind Ford, Opel und Renault, die Kurvenlicht mit Halogenscheinwerfern z. B. im Ford Focus, im Opel Corsa und Meriva sowie im Renault Clio anbieten) so z. B.: Audi, BMW, Citroën, Mercedes-Benz und VW. Die Marktdurchdringung ist auch im Jahr 2005 auf dem europäischen Markt nur im Ansatz erreicht, nicht zuletzt, weil das Angebot der Fahrzeughersteller zu dünn ist. Dies könnte sich mit der weiteren Verbreitung der technisch wesentlich aufwändigeren und damit teureren Xenontechnik langsam ändern.
Nicht zu verwechseln ist das statische Kurvenlicht mit den an einigen amerikanischen Fahrzeugen installierten zusätzlichen, seitlichen Scheinwerfern, in Amerika Cornering Light genannt. Diese schalten sich ausschließlich bei Betätigung des Fahrtrichtungsanzeigers (Blinker) zu und ab. Auch sind die US-gesetzlichen lichttechnischen Anforderungen nicht mit denen nach den ECE-Regelungen zu vergleichen.
Zur Realisierung der Kurvenlichtfunktion in einen Fahrzeug sind zusätzliche lichttechnische Einrichtungen und Steuergeräte notwendig. Die vorhandenen Einrichtungen für die automatischen Leuchtweitenregulierung (Sensoren, Algorithmen, Stellmotore) können nicht genutzt werden, da sie die Lichtverteilung nur vertikal verstellen können.
Siehe auch: Leuchtweitenregulierung
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