| Kurkuma oder Gelbwurz | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Koeh-199.jpg | ||||||||||
| : | Commelinaähnliche (Commelinidae) |
| : | Ingwerartige (Zingiberales) |
| : | Ingwergewächse (Zingiberaceae) |
| : | Curcuma |
| : | Kurkuma oder Gelbwurz |
Kurkuma/Kurkume *, auch gelber Ingwer, Safran-, Gelb- oder Gilbwurz(el), eine aus Süd- und Südostasien stammende Pflanzengattung aus der Familie der Ingwergewächse, der auch Curcuma longa als wichtige Art angehört. Diese mehrjährigen krautigen Pflanzen sind mit etwa 80 taxonomisch anerkannten Arten vom tropischen Asien bis Nordaustralien verbreitet und werden in den Tropen vielfach kultiviert. Das Rhizom des wichtigen Vertreters Curcuma longa ähnelt stark dem des Ingwers, hat jedoch intensiv gelbes Fleisch, das frisch und getrocknet als Gewürz und Farbstoff verwendet wird. Es enthält bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle, bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins und wirkt anregend auf die Verdauung.
Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter – er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, z. B. als wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Kurkuma ist dabei wesentlich preiswerter als der ebenfalls stark gelb färbende Safran.
In Indien ist die Verwendung von Kurkuma seit 4000 Jahren belegt, die Pflanze galt als heilig, das Gewürz gehörte bereits damals zu den wichtigsten. Heute ist Indien das weltgrößte Anbauland und verbraucht rund 80 % der Welternte. Während in Indien meistens getrocknetes Kurkuma verwendet wird, ist in Südostasien, z. B. in der thailändischen Küche, die Verwendung der frischen, geriebenen Knolle verbreitet. In der westlichen Küche spielt Kurkuma eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa für Senf.
Kurkuma sollte dunkel und nicht zu lange gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert.
Kurkuma wirkt anregend auf die Magensaftproduktion. Die in einigen Curcuma-Arten enthaltenen gelben Pigmente, allen voran Curcumin, weisen u.a. krebshemmende und antioxidative Wirksamkeit auf (vgl. Mikronährstoff (Medizin). Bei genmanipulierten Mäusen zeigte sich Curcumin als wirksam gegen die Krankheit Mukoviszidose, jedoch konnte auch dieser Effekt an menschlichen Versuchspersonen nicht wiederholt werden Neuesten Forschungsergebnissen zufolge * trägt Curcumin zum Abbau des Tumorsupressorproteins p53 bei, könnte demnach das Wachstum von Krebszellen sogar fördern. Auch diese Wirkung ist beim Menschen bisher nicht belegt.
Außer als Gewürz und zum Färben von Speisen fand Kurkuma bis ins 20. Jahrhundert auch zum Färben von Papier, Firnissen und Salben beschränkte Anwendung. Mit Curcumin gelb gefärbtes Papier (Kurkumapapier) diente in der Chemie als Indikatorpapier auf Alkalien, von denen es in Braunrot umgefärbt wird (Umschlagspunkt bei pH = 8–9). Der Curcumafarbstoff Curcumin wird als wichtiges Reagenz zum Nachweis von Bor in Form von Borsäure verwendet, mit der es in saurer Lösung den roten Farbstoff Rosocyanin liefert.
Der creme- bis rosafarbene Blütenstand der Kurkumapflanze ist als exotische Komponente in Blumenarrangements sehr dekorativ. Da er außerdem sehr lange haltbar ist, ist er seit Neuestem in der Floristik sehr beliebt.
Siehe auch: Liste der Küchenkräuter und Gewürze
Ingwergewächse | Gewürzpflanze | Gewürz
كركم | Куркума | Kurkumin | Gurkemeje | Turmeric | Kurkumo | Cúrcuma | Maustekurkuma | Curcuma | Kurkuma | Kunyit | ウコン | Ciberžolė | Kurkuma | Gurkemeie | Kurkuma | Gurkmeja | மஞ்சள்