im Aufbau
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Johann Friedrich der Großmütige wurde von Kaiser
Karl V. im
Schmalkaldischer Krieg in der
Schlacht bei Mühlberg 24. April 1547 besiegt und gefangen genommen. Der Kaiser nahm ihm die Kurwürde und einen Teil der Kurlande und belehnte damit seinen Vetter
Moritz von Sachsen. Damit ging
Sachsen-Wittenberg von der Ernestinischen an die Albertinische Linie über.
Moritz von Sachsen begann eine Neuaufteilung seines Kurfürstentums. Dabei entstand der Kurkreis mit seiner Hauptstadt
Wittenberg. Des Weiteren entstanden der Meißnische Kreis, der
Erzgebirgische Kreis, der
Thüringischer Kreis, der
Leipziger Kreis, der
Vogtländischer Kreis und der
Neustädter Kreis mit
Oberfranken und
Coburg.
Der entstandene Kurkreis setzte sich zusammen aus den ehemaligen
askanischen Besitzungen, zu denen die Ämter
Annaburg,
Belzig,
Gräfenhainichen,
Liebenwerda,
Pretzsch,
Seyda und Wittenberg gehörten, der alten Grafschaft
Brehna mit den Ämtern
Bitterfeld (1738),
Schlieben und
Schweinitz und dem Burggrafentum Magdeburg mit den Ämtern
Gommern,
Elbenau und
Ranies und der Grafschaft
Barby.
Nach dem Beitritt des Kurfürsten Friedrich August I von Sachsen zum Rheinischen Bund im Posener Frieden wurde 1807 die Benennung “Kurkreis“ in “Wittenbergischer Kreis“ geändert. Von diesem Kreis kamen 1808 durch Abtretung des inzwischen von Napoleon zum König von Sachsen erhobenen Hauses Wettin an den König von Westphalen die Ämter der Burggrafschaft Magdeburg und die Grafschaft Barby.
Nach dem Wiener Kongress wurde Europa neu gestaltet. Preußen und Sachsen schlossen den Friedens- und Freundschaftsvertrag vom 18. Mai 1815, um, wie es wörtlich hieß, ihrerseits zur „Wiederherstellung der Ordnung und Ruhe in Europa“ beizutragen. Durch diesen Vertrag trat Sachsen drei Fünftel seiner Gebiete an Preußen ab. Am 22. Mai 1815 übernahm das Königreich Preußen die ihm zugesprochenen Gebiete, es entstand die preußische Provinz Sachsen, die in die drei Regierungsbezirke Magdeburg, Merseburg und Erfurt gegliedert wurde. Der Kurkreis umfasste zu diesem Zeitpunkt eine Fläche von 66 Quadratmeilen mit 140.000 Einwohnern.
Ortschaften der Ämter
Der Kurkreis war folgender maßen in die Ämter aufgeteilt:
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| - Arnsdorf
- Axien
- Bethau
- Buschkuhnsdorf
- Gadegast
- Groß Naundorf
- Holzdorf
- Jessen
- Kleinkorga
- Klöden
- Labrun
- Lebien
- Leetza
- Leipa
- Linda
- Mönchenhöfe
- Neuerstadt
- Plossig
- Premsendorf
- Prettin
- Rade
- Reicho
- Ruhlsdorf
- Schützberg
- Pretzsch
- Priesitz
- Zörnigall
- Gräfenhainichen
- Jüdenberg
- Zschornewitz
- Bitterfeld
- Schköna
- Bussend
- Clestero
- Canin
- Brüg
- Rogösen
- Dippmansdorf
- Groß Briesen
- Klein Briesen
- Rostock
- Lütte
- Trebitz
- Frödersdorf
- Rolitz
- Arnsnesta
- Gemnick
- Boitz
- Nescholtz
- Lüsse
- Pepp Mühle
- Steinsdorf
- Hagelberg
- Grützdorf
- Kuhlewitz
- Locto
- Ieserigk
- Zitzo
- Niederwerbig
- Grabo
- Haseloff
- Rietz
- Hohenwerbig
- Plugauf
- Zeuten
- Züxdorff
- Lobbessen
- Niemeck
- Dansdorf
- Grabo
- Märtz
- Kuhlewitz
- Preusnitz
- Kranapu
- Lünsdorf
- Buchholtz
- Raben
- Rabenstein
- Klepzig
- Klein Martzens
- Groß Martzens
- Lotzschke
- Zehnsdorff
- Mützdorff
- Grube
- Setzsteig
- Medewitz
- Mahlsdorf
- Reppinchen
- Wiesenburg
- Klein Stien
- Groß Stien
- Kranapu
- Reinsdorf
- Buchholtz
- Birckholtz
- Borna
- Grützdorff
- Schmerwitz
- Schlammau
- Benken
- Hagelberg
- Steinsdorff
- Grützdorf
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Regenten des Kurkreises
- 1547-1553 Moritz (* 1521, † 1553),
- 1553-1586 August (* 1526, † 1586)
- 1586-1591 Christian I. (* 1560, † 1591)
- 1591-1611 Christian II. (* 1583, † 1611)
- 1611-1656 Johann Georg I. (* 1585, † 1656)
- 1656-1680 Johann Georg II. (* 1613, † 1680)
- 1680-1691 Johann Georg III. (* 1647, † 1691)
- 1691-1694 Johann Georg IV. (* 1668, † 1694)
- 1694-1733 Friedrich August I. der Starke (* 1670, † 1733)
- 1733-1763 Friedrich August II. (* 1696, † 1763)
- 1763Friedrich Christian (* 1722, † 1763)
- 1763-1806 Friedrich August III. der Gerechte (* 1750, † 1827)
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