Das Fürstentum Calenberg ist ein im 15. Jahrhundert entstandenes Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Niedersachsen. Nachfolgestaat war das Königreich Hannover.
Die Herrschaft umfasste zunächst nur das heutige Calenberger Land zwischen Leine und Deister. 1432 spaltete sich Calenberg als eigenständiges Fürstentum vom Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel ab. Nachdem es 1463 mit dem Fürstentum Göttingen vereinigt wurde, fiel es 1584 an die Wolfenbüttler Liene zurück, ehe es infolge der welfischen Erbauseinandersetzungen im Jahre 1635 an das Neue Haus Lüneburg unter Georg von Calenberg kam, der Hannover als Residenzstandt ausbaute. 1665 um das Fürstentum Grubenhagen sowie 1705 um das Fürstentum Lüneburg erweitert und 1692 in den Rang eines Kurfürstentums erhoben, existerte es bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches.
Benannt ist das Fürstentum Calenberg nach der gleichnamigen Burg. Deren Ruine befindet sich bei dem Ortsteil Schulenburg der Gemeinde Pattensen südlich von Hannover. Am Fuße der Marienburg liegt das heutige Gut Calenberg, das von Prinz Ernst August von Hannover genutzt wird.
Bis heute existiert noch die Calenberg-Grubenhagensche Landschaft mit Verwaltungssitz in der Rathenaustraße in Hannover. Das Wappen findet sich u.a. an einem Gebäude in der Göttinger Innenstadt gegenüber der St.Johannis-Kirche.
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