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Die Kuren waren ein baltischer Volksstamm, der ursprünglich den Westen Lettlands, dem heutigen und Nordwesten Litauens besiedelte. Im Norden lebten Liven, im Osten und Südosten Semgallen und Samogiten, im Süden die Schalauer.

Vom 7. bis 12. Jahrhundert kämpften die Kuren mit den Wikingern. Die schwedischen Könige Ivar Vidfamne und Harald Hildetand waren die ersten, die die Kuren besiegen konnten und brachten ihr Land unter die Herrschaft der schwedischen Krone. Die Kuren erlangten ihre Freiheit nach dem Tode Hildetands bald wieder. Spätere Beutezüge der Dänen und Schweden in Kurland blieben erfolglos.

Ende des 13. Jahrhunderts unterlagen die Kuren dem Deutschen Ritterorden und waren von da an als eigenständige Volksgruppe nicht mehr existent.

Nach dem Ende der Kriege zwischen Deutschen Orden und Litauen am Anfang des 15. Jahrhunderts besiedelten die Kuren die verödeten Landschaften im Memelland und die Kurische Nehrung. In der Zwischenzeit hatten sie ihre Sprache der lettischen angepasst, so dass das Kurische nur noch von wenigen Menschen gesprochen wurde. In Vermischung mit der prußischen Sprache der Schalauer (südlich der Minge) bildete sich das Nehrungskurisch heraus. Die väterlichen Vorfahren von Immanuel Kant sind solche zurückwandernden kurischen Letten, die sich im Memelland ansiedelten.

europäische Ethnie

Curonians | Curonios | Kurok | Kuršiai | Kurši | Kurowie | Курши (народ)

 

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