article


Flagge Kurdistans || align="center" width="140px" | Wappen Kurdistans
Dewletî Federalî Kurdistan
Autonome Region Kurdistan (Irak)
Nationalhymne: Ey Reqîb
Amtssprache Kurdisch
Hauptstadt Arbil (auf kurdisch Hewlêr)
Staatsform de jure Parlamentarismus
Staatspräsident Masud Barzani
Ministerpräsident Nechervan Idris Barzani
Gegründet 1970
Fläche 1970 etwa 37.000 km², seit 2003 mehr als 80.000 km²
Einwohnerzahl
 – Total (2005)
 – Dichte
etwa
 5,5 Mio.
 40/km²
Nationalfeiertag Newroz (21. März)
Währung Kurdischer Dinar
Zeitzone MEZ+2

Die derzeitige Demarkationslinie Kurdische Autonome Region.jpg | KurdischesParlament.jpg]] Abgeordnete.jpg | Parlament 01.jpg Die Autonome Region Kurdistan, die auf kurdisch Basûrê Kurdistanê (Südkurdistan) genannt wird, ist eine Region im Nordirak. Sie wurde 1970 nach einem Vertrag - dem Märzmanifest - zwischen Saddam Hussein, als Vertreter der Regierung des Iraks und den Führern der kurdischen Parteien unter Molla Mustafa Barzani eingerichtet und wurde zunächst als Kurdische Autonome Region bezeichnet. Die Umbenennung in Autonome Region Kurdistan folgt dem regionalpatriotischen Anspruch, dem ethnogeographischen Begriff "Kurdistan" einen offiziellen und staatsrechtlichen Stellenwert zu verleihen.

Geografie


Lage

Das Autonomieabkommen vom 11. März 1970 sah eine Region von etwa 37.000 km² vor, die die Provinzen Arbil, Dahuk and As Sulaimaniyya umfasste. Forderungen der Kurden, dass Kirkuk und Mossul ebenfalls zu dieser Region gehören sollten, wurden von der Zentralregierung mit Rücksicht auf die arabisch-turkmenischen Bevölkerungsanteile dieser Städte abgewiesen. Dennoch ist der Status dieser Städte seit dem Sturz Saddam Husseins erneut umstritten.

Geologie

Klima

Bereich Sommer Winter Frühling
Hohe Ebenen Trocken und heiß Verhältnismäßig kalt/ 3 Monate lang Schnee und Regenguß mit etwas über dem Gefrierpunkt liegenden Temperaturen -
Gebirgsbereich - Extreme Kälte, In einigen Gebirgsfüßen Schnee mit Temperaturen unter 0°C Relativ kalt/ Schnee auf den Gebirgsgipfeln bis August"Kurdistan Democratic Party - Iraq

Fauna und Flora

Fauna

Ibex (Steinbock), Lynx (Lux), Gazelle, Rotwild, Wolf, Fuchs, Leopard, Bär, Wilder Eber, Hase, Eichhörnchen, Schlangen, Frösche, Eidechsen, Fischarten, Gänse, Enten, Rebhun, Storch."Kurdistan Democratic Party - Iraq

Geschichte


Teilautonomie ab 1970/74

Nach dem Autonomieabkommen vom 11.März 1970 sollten fünf Minister der Regierung in Bagdad Kurden sein, einer von ihnen war zunächst Barzanis ältester Sohn Ubaidullah. Die Vereidigung des Kurden Taha Muhiy ad-Din Ma´rouf als einstiger Vizepräsident des Irak folgte 1974 der Nominierung der Talabani-Fraktion, nachdem Mustafa Barzani abgelehnt hatte. Ein kurdisches Parlament in Arbil sollte die Kontrolle über diese Region haben. In Wirklichkeit war das Parlament und damit die Region unter der Kontrolle Bagdads. Es sollte auch eine kurdische Akademie der Wissenschaften gegründet werden und die Gesundheitsversorgung und das Erziehungswesen auf die entlegensten Flecken, die unter den vorherigen Kämpfen gelitten hatten, ausgeweitet werden. Seit 1958 definierte sich der Irak als Staat zweier Nationen - Araber und Kurden - und symbolisierte das mit zwei Schwertern (Dieses Wappen wurde allerdings 1965 wieder durch den Adler Saladins ersetzt. Dennoch hielten sich die zwei Schwerter in Militäremblemen und waren auch als gigantisches Monument in Bagdad aufgestellt worden. Pläne das alte Wappen wiedereinzuführen, wurden bisher nicht verwirklicht). Irak war seitdem zumindest das einzige Land, in dem Kurden auch offiziell ihre Sprache verwenden durften - freilich nur innerhalb der drei autonomen Provinzen.

Bis 1975 und während des Irakisch-Iranischen Krieges 1980 bis 1988 standen der Großteil der drei Provinzen nicht unter Kontrolle der Regierung, faktisch nur in den großen und Provinzhauptstädten hielten sich irakische Garnisonen.

Autonomie ab 1991

Nach dem zweiten Golfkrieg 1991 und der Errichtung der nördlichen Flugverbotszone hatte Bagdad erneut keine Kontrolle mehr über die kurdische Region einschließlich der Städte. Die im Waffenstillstandsabkommen von 1991 vorgesehene symbolische Stationierung kleiner Einheiten leichtbewaffneter irakischer Polizisten kam wegen Widerstandes seitens der Kurden und der USA nicht zustande.

Die Region wird von der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) und der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) regiert. Bis heute ist diese Region de facto unabhängig, international jedoch nicht anerkannt. Sie hat ihren eigenen Dinar als Währung, eine Flagge, eine Verfassung und eine Nationalhymne (Ey Reqîb). Die Flagge der Region ist ähnlich jener der historischen Republik Mahabad. Am 19. Mai 1992 wurde das Parlament neu gewählt. Das Ergebnis führte zu fast gleichen Sitzverteilung zwischen der PUK und der KDP (PUK 51 Sitze und KDP 49). Daneben bekam die "Demokratische Bewegung" der Assyrer 4 Sitze und die "Christliche Einheit" einen Sitz. Das Parlament konnte so nicht agieren, da die KDP und die PUK gegeneinander arbeiteten. Am 4. Oktober 1992 deklariert das Parlament den "Föderalen Teilstaat Kurdistan". Die Rivalität der KDP und PUK über die Verteilung der Einnahmen aus dem Grenzhandel führte 1994 zu einem bewaffneten Konflikt zwischen beiden, der sogar soweit ging, dass die KDP Saddam Hussein um Hilfe bat, um ihren Gegner die PUK aus Arbil zu vertreiben. Das tat Saddam Hussein auch. Der Konflikt endete erst 1996 in Washington (D.C.). Seit dem hat jede Partei ihr eigenes Parlament, die KPD in Arbil und die PUK in Süleymaniya.

Territorialentwicklung ab 2003

2003 beteiligten sich die Kurden beim dritten Golfkrieg und konnten so ihren Einfluss und damit die Region vergrößern. Heute fallen auch Teile der Provinzen Diyala (Baquba), At-Tamim (Kirkuk) und Ninawa (Mossul) unter diese Region.

Etwa dieselben Gebiete waren einst bei der Bildung der autonomen Region aus den drei kurdischen Provinzen ausgegliedert und den Nachbarprovinzen zugeschlagen worden, auch Sinjar sowie das Gebiet zwischen Akrê und Mosul sowie das Gebiet zwischen Maidan und Badra lagen ursprünglich außerhalb der autonomen Region. Im Gegenzug waren Kifri, Dschamdschamal und Klar von Ta'min abgetrennt und 1974 zu Sulaimaniya geschlagen worden, Tuz kam zu Salah-ad-Din (Tikrit). Die Provinz at-Ta'min (Kirkuk) erhielt somit vorübergehend eine arabisch-turkmenisch-assyrische Mehrheit, verstärkt durch vom irakischen Regime forcierte Neuansiedlungen.

Vor allem über Kirkuk erheben die Kurden immer noch Anspruch. Die heutige Größe der autonomene Region liegt bei etwa 80.000 km². Etwa 7 Millionen Menschen leben in dem Gebiet, davon nur rund 4 Millionen Kurden. Mit der Regionalverfassung fordert die Regierung wie in Artikel 2 auch die Distrikte Chanaqin und Mandali der Provinz Diyala und den Distrikt Badra aus der Provinz al-Wasit und die Provinz At'Tamim. Bis 2007 soll dieser Prozess abgeschlossen sein.

Status innerhalb Iraks

In der neuen Verfassung des Iraks wurde der Status der Region anerkannt und ihr volle Souveränität zugesichert. Der Status und die endgültige Größe der autonomen Region soll in den nächsten Jahren geklärt werden. Am 30. Januar 2005 fanden auch Wahlen zum neuen kurdischen Parlament statt. Dabei sollten die beiden getrennten Regierungen wieder vereint werden. Vor den Wahlen wurden von den 111 Sitzen 42 der PUK und 42 der KDP gegeben.

Am 13. Juni 2005 wurde nach monatelangen Verhandlungen über die Art und Besetzung des Präsidentenamtes das Parlament in Arbil zusammengerufen und Masud Barzani zum Präsidenten der Region gewählt. Minsterpräsident wurde sein Neffe Neçirvan Barzani.

Das Parlament hat weitgehende Rechte. So darf kein Soldat der irakischen Armee ohne Erlaubnis in die kurdischen Gebiete. Die Armee der Kurden die Peschmerga, deren Zahl auf über 80.000 geschätzt wird, wird nicht aufgelöst. Sie hingegen darf im Gegenzug auch im übrigen Irak operieren, wo sie z. B. in Mossul und Kirkuk die US-Truppen unterstützt.

Mesud Barzani forderte das Recht einen eigenen Ausweis und eine eigene Währung für die Region einzuführen. Außerdem sollen in der Region keine irakischen Fahnen gehisst werden, weil die Fahne das Leiden der Kurden unter Bagdad symbolisiert. Dies sollte sich aber ändern, wenn der Irak eine neue Fahne bekommt.

Am 21. Januar 2006 konnten sich die beiden großen Parteien endlich über die Zusammenlegung der beiden Regierungen in Arbil und Silemani einigen. Dabei wurde Barzani als Präsident und sein Neffe Necirvan Barzani als Ministerpräsident bestätigt. Die Ministerien wurden unter den Parteien aufgeteilt. Interessant ist, dass es einen Minister für die Pesmerga gibt und einen Minister für auswärtigte Angelegenheiten. Gegner einer kurdischen Unabhängigkeit sehen darin einen Verteidigungs- und einen Außenminster. Am 07. Mai 2006 trat zum ersten Mal das wiedervereinigte Parlament in Arbil zusammen.

Verfassung


Im Rahmen der neuen irakischen Verfassung verabschiedete das Regionalparlament den Entwurf einer Regionalverfassung. Die fordert das Selbstbestimmungsrecht der Kurden, wie es im Vertrag von Sèvres und in den 14-Punkte-Programm von Woodrow Wilson festgeschrieben worden ist. Die Verfassung unterstreicht auch, dass die Region (das osmanische Vilayet Mossul) ohne Einverständnis der Bevölkerung an den Irak angeschlossen wurde. Der Entwurf umfasst 77 Artikel, deren wichtigste die folgenden sind:
  • Art. 1:Die Kurdistan Region als Teil der Bundesrepublik Irak, wird ein mehrparteiliches, demokratisches, parlamentäres und republikanisches politisches System besitzen.
  • Art. 2:Die Kurdistan Region umfasst in den Grenzen von vor 1970 die Provinzen Sulaymainyya, Arbil, At'Tamim und Dahuk und die Distrikte Akrê, Şeyhan, Sincar aus der Provinz Ninava und die Distrikte Chanaqin und Mandali der Provinz Diyala und den Distrikt Badra aus der Provinz Al-Wasit.
  • Art. 3: Die Souveränität liegt beim Volk und wird durch sie legimitiert.
  • Art. 4: Die Bevölkerung der Region besteht aus Kurden und den Minderheiten (Turkmenen, Assyrern, Chaldäern und Arabern) und diese Verfassung erkennt ihre Rechte an.
  • Art. 5: Kirkuk ist die Hauptstadt der Region.
  • Art. 6: Zusätzlich zu der Fahne der Bundesrepublik Irak wird die Region eine eigene Fahne besitzen.
  • Art. 7: Die Amtssprache ist Kurdisch.
  • Art. 41: Bevor der Ministerpräsident sein Amt antritt, muss er folgenden Eid leisten: Ich schwöre bei Gott, dass ich die Rechte und Interessen des Volkes schützen, die Verfassungen der Bundesrepublik Irak und der Region beachten und mein Amt rechtschaffend, objektiv und ernsthaft führen werde.
  • Art. 75: Ohne dem Einverständnis des kurdischen Parlamentes, kann die Verfassung des Iraks nicht geändert werden. Bei Zuwiderhandlungen wird das Volk der Kurdistan Region von ihrem Recht auf Selbstbestimmung Gebrauch machen.

Wahlergebnisse


Wahl vom 19. Mai 1992
KDP 45,3 %
PUK 43,8 %
Islamische Bewegung in Kurdistan (IMK) 5,1 %
Sozialistische Partei Kurdistans (PASOK) 2,6 %
Irakische Kommunistische Partei (ICP) 1,0 %
Da die Hürde bei 7 % lag bekam die KDP 51 und die PUK 49 Sitze. Die KDP gab einen Sitz an die PUK ab, so dass beide Parteien 50 Sitze hatten. Daneben waren die restlichen Sitze für die Aramäer und Christen reserviert. Die Turkmenen beteiligten sich nicht an der Wahl.

Wahl vom 30. Januar 2005

Demokratische Patriotische Allianz Kurdistans 104 Sitze
Islamische Gemeinschaft in Kurdistan 6 Sitze
Kurdische Arbeiter Partei 1 Sitz

Bevölkerung


Bevölkerungsgruppen, Religionen und Sprachen

Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus Kurden. Araber sind vereinzelt vertreten, genauso wie die Turkmenen und Assyrer. Die Bevölkerung besteht größtenteils aus Muslimen (Islam), zumeist Sunniten. Allerdings gibt es auch Christen in der Bevölkerung. Das kurdische Sorani ist die Amtssprache und gleichzeitig die Sprache, die in der Bevölkerung am meisten verwendet wird. Arabisch ist auch vertreten."Kurdistan Democratic Party - Iraq

''Siehe auch: Kurdische Sprachen

Feiertage

Während des ganzen Jahres gibt es rund 60 Feiertage. Einige davon sind:
  • 1. März: Trauertag (Sterbedatum von Molla Mustafa Barzani)
  • 21. März Newroz
  • 1. April (Neujahr bei den Assyrern)
  • 22. April (Tag der Presse. An diesem Tag 1898 erschien die erste kurdische Zeitung Kurdistan)

Wirtschaft


Die Kurdische Autonome Region hat eine Wirtschaftswachstumsrate von über 6%. Nach den worten von Mesud Barzani soll aus der Region nach dem Vorbild Dubai eine Freihandelszone entstehen.

Ölvorkommen

Die Kurdische Autonome Region hat weltweit die 6. größten Ölreserven. Das sind schätzungsweise 45 Milliarden Fässer Öl. Die meisten dieser Ölvorkommen sind in Kerkuk, was der Grund dafür ist, dass die kurdische Regierung nicht auf Ansprüche über dieses Gebiet verzichtet. Ende 2005 wurde mit Hilfe einer norwegischen Ölfirma bei Dihok und Zaxo Ölvorkommen entdeckt. Mitte Mai 2006 wurde in der Nähe Silemani eine weitere Ölquelle erschlossen. Das ausländische Konsortium rechnet mit einer täglichen Födermenge von 20.000 Barrel Öl. Mit diesen Ölquellen hätte die Regierung eine sichere Einkommensquelle, die das wirtschaftliche Rückgrat eines kurdischen Staates bilden könnte.

Landwirtschaft

Erzeugnisse

Weizen, Gerste, Tabak, Baumwolle, verschiedene Früchte.

Anteil der Gesamtproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Irak {|border="1" |Weizen |50% |- |Gerste |40% |- |Tabak |98% |- |Baumwolle |30% |- |Früchte |50% |}

Bewässerung

In Arbil und Sulaimaniyya wird die Wasserversorgung zum größten Teil durch Karezes (Qanat) hergestellt. Diese Art der Bewässerung erfolgt auf neun Ebenen.

Allerdings laufen in Arbil, sowie in Dihok derzeit mehrere Bewässerungsprojekte, um in Zukunft Wasser einzusparen."Kurdistan Democratic Party - Iraq

Tourismus

Infrastruktur


Straßenverkehr

-folgt in Kürze

Luftverkehr

Die Kurdische Autonome Region verfügt über zwei internationale Flughäfen:
  • Hewler International Airport
  • Silemani International Airport

Kommunikation

Arbil

  • 35000 Telefonleitungen
  • ca. 45000 Mobiltelefonnutzer/ ein Mobilfunkbetreiber
  • Internetanschluß über Satellit

Kultur und Gesellschaft


Musik

Die Haupteigenschaft kurdischer Musik, ist die Erforschung der Oktave, welche die grundlegende Struktur einer vorbildlichen Entwicklung ist, in der die Elemente durch Improvisation in einer solchen Weise wie immer, eine melodische, rhythmische Zusammenfassung ergeben. Im musikalischen Aufbau ist die Improvisation am Anfang mittels eines gemessenen Folgenteils ausgeglichen. Kurdische Musik ist weder gelehrte Musik noch Volksmusik, aber vereint beides in einem. Es ist die leidenschaftliche, sensuelle Musik, sehr häufig getönt mit einer profunden Melancholie, zudem sehr instinktiv und impulsiv. Traditionell gibt es folgende drei Arten kurdische Musiker: Geschichtenerzähler (Çîrokbêj), Sänger (Stranbêj) und Barden (Dengbêj). Spricht ein kurdischer Musiker über Musik, bezieht er sich nie auf ein Konzept, der uns wegen der formalen oder ausdrucksvollen Konnotationen vertraut ist. Die Musik ist modal und befolgt die Maqam(Maqami kurdi), die Eingang in die arabische und osmanische Musik fand. Um die Idee von Improvisation zu übermitteln verwendet der kurdische Musiker die Bezeichnung "bearbeiten", in der Richtung "des Bearbeitens" eines Instrumentes. Die häufigste Liedform hat zwei Strophen mit zehnsilbigen Zeilen. Charakteristisch für kurdische Musik sind einfache Melodien mit einem Umfang von nur drei oder vier Tönen, strophische Lieder mit derselben Dichtung und Musik am Ende jeder Strophe. Die meisten kurdischen Lieder sind epischer Natur und handeln von Geschichten kurdischer Helden wie Saladin, Şêx Saîd oder Seyid Riza. Auch Liebeslieder, Tanzmusik (Gowend), Hochzeits- und andere Feierlieder, erotische Poesie und Arbeitslieder sind sehr beliebt. Als Musikinstrumente werden Bilur (Flöte), Ghol (Trommel), Duduk (Oboe) , Saz (Laute), Kemençe (Geige) und Zurna (Schalmei) benutzt."Kurdistan Democratic Party - Iraq

Politischer Aspekt der kurdischen Musik

Die kurdische Musik wurde vom Saddam-Regime schon immer als Gefährdung angesehen. So wurden einige kurdische Sänger unter dem Saddam-Regime (Saddam Hussein) sogar verhaftet und hingerichtet. Dazu gehören z.B. Tasin Taha und Karim Kaban. Aufgrund der Verbannung entwickelte sich ein Musikschwarzmarkt.

Kurdische Musiker

  • Ali Mardan
  • Karim Kaban
  • Tasin Taha
  • Zakaria
  • Tara Jaff
  • Adnan Karim

Siehe auch: Kurdische Musik

Film

  • 1991: Siyabend und Hece
  • 1992: Ein Lied für Beko
  • 2000: Zeit der trunkenen Pferde
  • 2002: Verloren im Irak
  • 2004: Schildkröten können fliegen

Siehe auch Kurdischer Film

Bildung

Die Vorschule kann in der Altersklasse zwischen 4 und 5 Jahren besucht werden. Die Primärausbildung dauert 6 Jahre und ist für 6 - 11 Jährige obligatorisch.

Die Sekundärausbildung hat 2 Zyklen von jeweils 3 Jahren; höhere Ausbildungen dauern 2-6 Jahren pro Zyklus. In der Sekundärausbildung erlernt man z.B. industrielle Berufe, kommerzielle Berufe, Berufe künstlerischer und landwirtschaftlicher Art. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, in der Sekundärausbildung Lehrschulen bzw. Lehranstalten zu besuchen oder auch zu studieren nach der Beendung des ersten Stadiums der Sekundärausbildung. Hier kann man z.B. Sekundärschullehrer werden.

Höhere Ausbildungen setzen ein 2-jähriges Studium und ein Alter von 18 Jahren- 23 Jahren voraus. Auf den Universitäten von Salahaddin, Sulaimania und von Dohuk kann man technische Diplome oder auch fachkundige Diplome erwerben. Technische Diplome gibt es auf den Gebieten von Künsten, Wissenschaft, Medizin und z.B. Technik zu erwerben. Fachkundige Diplome kann man auf den Gebieten Wissenschaft, Menschlichkeit, Künste u.s.w. erwerben.

Sport

Laut kurdischer und türkischer Presse wurde am 11. Januar 2006 ein kurdischer Fußballverband (Kurdistan Football Association) mit 24 Mannschaften aus verschiedenen Städten wie Arbil, Dihok, Silemani und Kerkuk gegründet.

Als nächstes plant die Regionalregierung eine kurdische Nationalmannschaft.

Diesbezüglich ist noch zu erwähnen, dass der spanische Fußballclub Real Madrid in Arbil eine Fußballschule eröffnen will.

Projekte


  • Fertigstellung des internationalen Flughafens (zweiter Flughafen der Region)
  • Banken
  • Komplex mit Büros, modernen Wohnungen, einem Hotel, einem Einkaufszentrum und Kinos
  • Vier Autobahnvorhaben
  • Brücke über dem Tigris
  • Fünf Staudämme
  • Wasser- und Abwasserprojekte
  • Fußballstadion für 50.000 Zuschauer"Spiegel

Quellen


Literatur


  • Azad Salih: Freies Kurdistan. Die Schutzzone der Kurden in Irakisch-Kurdistan. Dissertation. Freie Universität, Berlin 2004.
  • Azad Salih: Freies Kurdistan. Die selbstverwaltete Region Kurdistans. Hintergründe, Entwicklungen und Perspektiven. Köster, Berlin 2005. ISBN 3-89574-581-2
  • Brendan O'Leary (Hrsg.): The future of Kurdistan in Iraq. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2005. ISBN 0-8122-3870-2

Weblinks



Irak | Autonome Region Kurdistan | Naher Osten

إقليم كردستان في شمال العراق | Iraqi Kurdistan | کردستان عراق | クルド人自治区 | Başûrê Kurdistanê | Koerdische Autonome Regio | Kürdistan Özerk Bölgesi

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Autonome Region Kurdistan".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld