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Unter einer Kuppelproduktion versteht man die gemeinsame bzw. simultane Herstellung mehrerer Produkte bei einem betrieblichem Prozess (z.B. eine chemische Reaktion).

Wortstamm


Das Wort leitet sich von den mittelhochdeutschen Verben kuppeln, koppeln = "an die Leine legen, verbinden" ab. Man findet daher auch die Begriffe Koppelprodukt und Koppelproduktion anstelle Kuppelprodukt und Kuppelproduktion für diesen Sachverhalt.

Wesensmerkmale der Kuppelproduktion


Es wird unterschieden zwischen

  • der starren Kuppelproduktion und
  • der lenkbaren Kuppelproduktion.

Bei der starren Kuppelproduktion treten die Produkte in einem festen Mengenverhältnis zueinander auf (also stöchiometrisch). Im zweiten Fall sind durch Variationen der Prozessparameter (z.B. in Raffinerien) unterschiedliche Mengenrelationen möglich.

In der Regel ist ein Produkt das Hauptprodukt, das oder die anderen sind Nebenprodukte. Zur betriebwirtschaftlichen Kalkulation von Kuppelprodukten wird die Restwertmethode benutzt.

Beispiele


Klassische Beispiele für Kuppelproduktionen sind:

2 NaCl + 2H_2O \rightarrow 2 NaOH + Cl_2 + H_2

Verfahrenstechnik | Chemie

 

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