| Strukturformel
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| Allgemeines
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| Name | Kupfersulfat
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| Andere Namen | Kupfer(II)-sulfat, Kupfervitriol
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| Summenformel | CuSO4
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| CAS-Nummer | 7758-98-7
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| Kurzbeschreibung | weißes bis graues, geruchloses Pulver, Hydrate: hellblaue bis leicht türkisfarbene Kristalle
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| Eigenschaften
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| Molmasse | 159,61 g/mol
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| Aggregatzustand | fest
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| Dichte | 3,61 g/cm³
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| Schmelzpunkt | - , thermische Zersetzung: 340 - 650 °C
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| Siedepunkt | - °C
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| Dampfdruck | - Pa (x °C)
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| Löslichkeit | leicht löslich in Wasser: 203 g/l, schlecht löslich in Methanol, unlöslich in Ethanol
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| Sicherheitshinweise
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| R- und S-Sätze |
| R: 22-36/38-50/53
S: (2)-22-60-61
| MAK | 0,1 mg/m³ (gemessen als einatembarer Aerosolteil)
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Kupfersulfat ist das Kupfersalz der Schwefelsäure und aus einem Cu2+-Kation und einem SO42--Anion aufgebaut. Es ist ein farbloser Feststoff, der nicht brennbar ist und sich leicht in Wasser löst.
Vorkommen
In der Natur kommt Kupfersulfat als Verwitterungsprodukt sulfidischer
Kupfererze, als krustenförmige, körnige oder faserige Aggregate vor. Sein
Mineralname ist
Chalkanthit.
Gewinnung und Darstellung
Im Labor lässt sich Kupfersulfat beispielsweise aus
Kupferhydroxid und
Schwefelsäure herstellen.
Technisch wird Kupfersulfat durch Einwirkung von
Schwefelsäure auf
Kupferoxide oder
Kupfersulfide gewonnen. Es ist das mit Abstand wichtigste Kupfersalz.
Eigenschaften
Kupfersulfat ist in
Wasser gut, in den meisten organischen
Lösungsmitteln nicht löslich. In
Glycerin löst es sich mit smaragdgrüner Farbe.
Bei starkem Erhitzen (ab 340 °C) zerfällt das wasserfreie Kupfersulfat in
Kupfer(II)-oxid und
Schwefeltrioxid.
Hydrate
Neben der wasserfreien Verbindung treten noch
kristallwasserhaltige Kupfer(II)-sulfat-Hydrate auf. Am geläufigsten ist das Pentra
hydrat (CuSO
4 · 5 H
2O). Weiterhin existieren auch ein Trihydrat (CuSO
4 · 3 H
2O) und Kupfer(II)-sulfat-Mono
hydrat (CuSO
4 · H
2O). Nachfolgend sind die Eigenschaften der Hydrate aufgeführt, die von denen der wasserfreien Verbindung abweichen, sofern diese zur Verfügung standen.
Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat
Molmasse: 249,69 g/mol
Kurzbeschreibung: blauer, geruchloser Feststoff
Aggregatzustand: fest
Dichte: 2,284 g/cm³, bei 25 °C
Kristallwasserabgabe: 88 - 245 °C
thermische Zersetzung: 340 – 650 °C
Löslichkeit: leicht löslich in Wasser: 317 g/l
Kupfersulfat–Pentahydrat (Kupfer(II)-tetraoxosulfat(VI)-Pentahydrat) bildet himmelblau gefärbte, trikline Kristalle, die beim Erhitzen das Kristallwasser abgeben und das farblose Kupfersulfat-Anhydrat bilden. Bei 95 °C spalten sich 2 Wassermoleküle ab, es entsteht das Trihydrat. Weitere zwei Wassermoleküle werden bei 116 °C abgespalten, das fünfte bei 200 °C, dabei färbt sich das Kupfersulfat weiß. Der Vorgang ist reversibel (umkehrbar), denn beim Auflösen des wasserfreien Anhydrates in Wasser bildet sich wieder das Pentahydrat zurück, dabei erwärmt sich das Kupfersulfat durch die Aufnahme von Wasser und färbt sich wieder blau. Das Pentahydrat sollte formal besser * SO4 · 1 H2O geschrieben werden, da im Kristall 4 Wassermoleküle direkt an das Kupfer(II)-Ion koordiniert sind.
Verwendung
Kupfersulfat wird verwendet zur galvanischen Verkupferung (
Galvanotechnik), zur Herstellung von kupferhaltigen Farben, zur Kupferstichätzung, in der Medizin als zusammenziehendes (
adstringierendes) Mittel, früher auch als
Brechmittel (es schmeckt unangenehm
bitter, ist aber nicht ganz ungiftig) und in Silvester-Raketen (erzeugt einen bläulich-grünen Farbton).
Kupfervitriol findet man auch als Zusatz in Anreißfarben, welche vor dem Anreißen einer metallischen Oberfläche auf dieselbe gestrichen wird um den eigentlichen Riss nach dem
Anreißen besser sichtbar zu machen.
In Form von
Bordeauxbrühe, einer Mischung von
Kalkmilch und Kupfersulfat, wird es im
Weinbau zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen eingesetzt.
Das wasserfreie, weiße Kupfersulfat dient als Trocknungsmittel (beispielsweise zur Herstellung von wasserfreiem
Ethanol) und zum Nachweis von
Wasser, wobei es sich, durch Einlagerung von Kristallwasser, blau färbt.
Die paramagnetische Eigenschaft von Kupfersulfat macht die Nutzung als Kontrastmittel in der
Magnetresonanzspektroskopie (NMR) möglich.
Des weiteren wird Kupfersulfat, besonders in der Schule, sehr gerne zum Kristallzüchten verwendet.
In Kombination mit Ammoniumsulfat wird Kupfersulfat gegen
Algen in Schwimmbädern eingesetzt.
Biologische Bedeutung
Kupfersulfat ist sehr giftig für Wasserorganismen und kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.
Es ist unter
Wassergefährdungsklasse 2 und somit als „wassergefährdend“ eingestuft.
Sicherheitshinweise
Bei Kontakt mit feinpudrigen Metallen,
Hydroxylamin,
Magnesium,
Stahl oder
Alkalien kann es zu gefährlichen Reaktionen mit starker Hitzeentwicklung bis zur Entzündung oder zur Freisetzung von entzündichen Gasen und Dämpfen kommen.
Toxikologie
Wasserfreies Kupfersulfat:
LD50 (oral, Ratte): 300 mg/kg
Kupfer(II)-sulfat-Pentrahydrat:
LD
50 (dermal, Ratte): >2000 mg/kg
LD
50 (oral, Ratte): 960 mg/kg
Wiki/Weblinks
Chemische Verbindung
Síran měďnatý | Kobber(II)sulfat | Copper(II) sulfate | Sulfato cúprico | Sulfate de cuivre | Réz-szulfát | 硫酸銅(II) | Koppersulfaat | Koper(II)sulfaat | Siarczan miedzi | Sulfato de cobre | Сульфат меди | Сульфат міді | 硫酸铜