Der Kupfer
Kupferstecher wurden im 17. und 18. Jahrhundert in Malerwerkstätten und Verlagshäusern in großer Zahl beschäftigt, um Gemälde zu kopieren oder Illustrationen druckfähig zu übertragen. Sie waren selber nicht kreativ tätig, sondern übertrugen die Arbeiten anderer, was aber trotzdem hohe Anforderungen an ihre zeichnerischen und handwerklichen Fähigkeiten stellte. Aus diesen Gründen wurden sie aber auch abwertend und misstrauisch beobachtet, da sie mit dem Aufkommen des Papiergeldes die nötigen Voraussetzungen mitbrachten, um als Geldfälscher tätig zu werden.
Dieses leichte Misstrauen spiegelt sich in der sprichwörtlichen Anrede "Mein (lieber) Freund und Kupferstecher" wider; ursprünglich stammt dieser Ausdruck vom Dichter Friedrich Rückert, der ihn als Anrede in den Briefen an seinen Freund, den Kupferstecher Carl Barth benutzte. Im 19. Jahrhundert erlebte der Kupferstich eine Blütezeit unter den Nazarenern (Nazarener (Kunst)).
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"Kupferstecher (Beruf)".
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