| Eigenschaften | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Nickel – Kupfer – Zink | |
| Cu Ag | |
| Isotop | NH | t1/2 | ZM | ZE MeV | ZP |
|---|---|---|---|---|---|
| 61Cu | {syn.} | 3,333 h | ε | 2,237 | 61Ni |
| 62Cu | {syn.} | 9,74 min | ε | 3,948 | 62Ni |
| 63Cu | 69,17 % | Cu ist stabil mit 34 Neutronen | |||
| 64Cu | {syn.} | 12,7 h | ε β- | 1,675 0,579 | 64Ni 64Zn |
| 65Cu | 30,83 % | Cu ist stabil mit 36 Neutronen | |||
| 66Cu | {syn.} | 5,088 min | β- | 2,642 | 66Zn |
| 67Cu | {syn.} | 61,83 h | β- | 0,577 | 67Zn |
| 63Cu | 65Cu | |
|---|---|---|
| Kernspin | 3/2 | 3/2 |
| gamma/rad/T | 7,09 · 107 | 7,596 · 107 |
| Empfindlichkeit | 0,0931 | 0,114 |
| Larmorfrequenz bei B = 4,7 T | 53 MHz | 56,8 MHz |
Kupfer (von lat. cuprum „Kupfer, Metall aus Zypern“) ist ein chemisches Element mit dem Symbol Cu und der Ordnungszahl 29. Es ist ein Metall der 4. Periode in der 11. Gruppe im Periodensystem. Als ein hervorragender Wärme- und Stromleiter findet es vielseitige Verwendung. Kupfer gehört außerdem zu den Münzmetallen.
Der lateinische Name cuprum ist abgeleitet von lat. aes cyprium „Erz von der Insel Zypern“.
Die weltweit größten Vorkommen gibt es in Chile, den USA, Russland, Sambia, Kanada und Peru. Die wichtigsten Exportländer sind in der CIPEC organisiert. Zur CIPEC gehören u.a. Australien, Indonesien, Zaire sowie Papua-Neuguinea, auf dessen Insel Bougainville eine der weltgrößten Kupferminen 1988 zu einem Bürgerkrieg führte, dessen Folgen noch andauern. Historisch bedeutsam waren die Kupfergruben auf der Keweenaw-Halbinsel im Lake Superior/USA (weltweit grösstes Vorkommen von gediegen Kupfer; bereits in vorkolumbianischer Zeit gewonnen).
Kupfer gr.jpg Für elektrische Kabel, Leiterbahnen und Bauteile, als auch für Wärmeableiter eignet sich Kupfer wegen seiner sehr guten elektrischen und thermischen Leitfähigkeit.
Im Kunsthandwerk wird Kupfer getrieben, das heißt durch hämmern verformt.
Auch werden Dächer mit Kupferblech gedeckt, auf denen sich dann eine beständige grünliche Patina bildet. Diese Patina schützt das darunterliegende Metall gut vor weiterer Korrosion, so dass Kupferdächer eine Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten haben können.
Kupfer ist auch Bestandteil vieler Legierungen wie Messing, Bronze und Neusilber. Kupferlegierungen werden wegen ihrer guten Eigenschaften, wie Farbe, Korrosionsbeständigkeit, Preis, Verarbeitbarkeit gerne vielfältig eingesetzt. Man unterscheidet Knetlegierungen, was bedeutet, dass diese gut bei Normaltemperatur mechanisch verformt werden können, und Gusswerkstoffe (Rotguss, Bronzen).
Beispiel für Knetlegierungen sind das silberähnliche Neusilber, eine Kupfer-Zink-Nickellegierung, und das goldgelbe Messing, eine Kupfer-Zink-Legierung. Viele Münzwerkstoffe sind auf Kupferbasis hergestellt, so das „Nordisches Gold“ genannte Metall der goldfarbigen Euromünzen, eine Kupfer-Zink-Aluminium-Zinn-Legierung.
Auch Gegenstände mit silberweißem oder edelstahlartigem Erscheinungsbild sind in Wirklichkeit hoch kupferhaltige Legierungen, worin die kupfereigene Farbe durch ausreichenden Nickelzusatz verschwunden ist. Das Münzmetall der alten 1-DM-Geldstücke, sowie die hellen Anteile der Euromünzen bestehen aus Kupfer-Nickel-Legierungen.
Kupferverbindungen kommen in Farbpigmenten, medizinischen Präparaten und galvanischen Oberflächenbeschichtungen zum Einsatz. Kupfersalze färben die Flamme grün/blau (Spektralanalyse).
Reinstkupfer wird durch elektrolytischen Prozeß gewonnen, wobei das unreine Zementkupfer die Anode und Reinstkupfer die Kathode bilden. Nur die Kupferionen wandern zur Kathode.
Siehe auch: Kupferrecycling
Der so erhaltene Kuperstein wird zu Rohkupfer (auch Schwarzkupfer, Cu-Gehalt ca. 98 %) weiterverarbeitet. Dazu wird er glutflüssig in einen Konverter gegossen, in welchen Luft in die Schmelze eingeblasen wird. In einer ersten Stufe (Schlackenblasen) wird dabei das darin enthaltene Eisensulfid zum Oxid geröstet und dieses durch zugeschlagenes Quarz zur Schlacke gebunden, die abgestochen werden kann; in einem zweiten Schritt (Garblasen) werden zwei Drittel des verbleibenden Cu2S zu Cu2O oxidiert. Das Oxid setzt sich alsdann mit dem restlichen Sulfid zum Rohkupfer um.
Das Rohkupfer wird nun elektrolytisch gereinigt und ergibt Elektrolytkupfer (auch Reinkupfer) mit einem Cu-Gehalt von 99,99 %.
Kupferhalogenide leuchten in der Bunsenbrennerflamme grün.
In freier, nicht an Proteine gebundener Form wirkt Kupfer antibakteriell; man spricht hier wie beim Silber vom oligodynamischen Effekt (Oligodynamie), weshalb z. B. auch Blumenwasser, das in Kupfergefäßen aufbewahrt wird, nicht so schnell faul wird.
Die toxische Wirkung entsteht dadurch, dass Kupfer-Ionen an Thiol-Gruppen von Proteinen binden und Lipide der Zellmembran peroxidieren, was zur Bildung von freien Radikalen führt, welche die DNA und Zellmembranen schädigen. Beim Menschen ist dies der Fall z. B. bei Morbus Wilson, einer Krankheit, bei der vor allem die Leber betroffen ist. Kupfersulfat (Kupfervitriol) ist ein starkes Brechmittel und wurde deshalb zur Behandlung vieler Vergiftungen eingesetzt (beispielsweise durch weißen Phosphor).
Später wurde es mit Zinn und Bleianteilen zu Bronze legiert. Diese härtere und technisch widerstandsfähigere Legierung wurde zum Namensgeber der Bronzezeit. Die Unterscheidung von Blei und Zinn wurde erst mit wachsenden Metallkenntnissen eingeführt, so dass der Begriff Bronze aus heutiger Sicht nur auf die hochkupferhaltigen Zinn-Kupferlegierungen richtig angewendet ist.
Eine weitere goldgelbe Kupfer-Zink-Legierung, das Messing, war im antiken Griechenland bereits bekannt. Es wurde durch gemeinsames Verarbeiten der jeweiligen Erze erschmolzen, aber erst von den Römern stärker verwendet. In Altkolumbien wurde die Gold-Kupfer-Legierung Tumbaga häufig verwendet.
Die Gewinnung von Kupfer erfolgt in einer Affinerie.
Die bedeutendste Fördernation für Kupfer ist mit großem Abstand Chile, gefolgt von Indonesien und den USA. In Europa sind Polen und ferner Portugal und Schweden zu nennen.
| Rang | Land | Fördermengen (in Tsd. t) |
|---|---|---|
| 1 | Chile | 4620 |
| 2 | Indonesien | 1167 |
| 3 | USA | 1140 |
| 4 | Australien | 876 |
| 5 | Russische Föd. | 844 |
| 6 | Peru | 843 |
| 7 | Kanada | 577 |
| 8 | Polen | 572 |
| 9 | China | 554 |
| 10 | Kasachstan | 432 |
| Rang | Land | Fördermengen (in Tsd. t) |
|---|---|---|
| 11 | Sambia | 336 |
| 12 | Mexiko | 315 |
| 13 | Argentinien | 218 |
| 14 | Papua-Neuguinea | 211 |
| 15 | Südafrika | 130 |
| 16 | Mongolei | 120 |
| 17 | Bulgarien | 108 |
| 18 | Indien | 79 |
| 19 | Portugal | 77 |
| 20 | Schweden | 72 |
Chemisches Element | Gruppe-11-Element | Periode-4-Element | Übergangsmetall | Mineral | Metall | Schwermetall | Elektrotechnischer Werkstoff | Kunsthandwerk
Koper | نحاس | Медзь | Мед (елемент) | Bakar | Coure | Měď | Copr | Kobber | Χαλκός | Copper | Kupro | Cobre | Vask | مس | Kupari | Cuivre | Copar | Cobre (elemento) | נחושת | Bakar (element) | Réz | Tembaga | Kupro | Kopar | Rame | 銅 | tunka | 구리 | Mis | Kober | Cuprum | Koffer | Koper | Varis | Varš | Konukura | Бакар | Kopper | Koper (element) | Kopar | Kobber | Coire | Miedź | Cobre | Cupru | Медь | Bakar | Copper | Meď | Baker | Бакар (хемијски елемент) | Koppar | ทองแดง | Bakır | مىس | Мідь | Đồng (nguyên tố) | 铜 | 銅