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Bergmann der auf dem Leder einfaert.png“ einfährt (nach Georgius Agricola)]] Bergarbeiter (auch Bergmann, Minenarbeiter; umgangssprachlich Kumpel) ist die Berufsbezeichnung für einen Menschen, der in einem Bergwerk Rohstoffe fördert. Im Unterschied zum Bergbau wird die oberirdische Rohstoffgewinnung (typisch etwa bei Braunkohle) Tagebau genannt.

Bergbau in Industrieländern


In vielen Industrieländern ist dieser Beruf selten geworden, unter anderem weil die Fundstätten für Edelmetall weitgehend ausgebeutet sind und hohe Lohnkosten und nur aufwendig zu erschließende Lagerstätten den Einsatz weithin unwirtschaftlich machen und überdies das Hauptbergbauprodukt des 20. Jahrhunderts, die Kohle, für die Energieerzeugung in Schiffen, Eisenbahnen, Elektrizitätswerken und Heizungen nachhaltig durch Erdöl und Erdgas verdrängt worden ist. Auch Salz wird heute aus Kostengründen seltener in Kaliminen abgebaut und überwiegend aus Meerwasser gewonnen. In den Anfängen der Erdölproduktion wurde noch Ölsand von Ölmuckeln im Bergbau gewonnen. Diese Produktion wurde in Deutschland 1963 eingestellt.

Schutzheilige


Die Schutzheilige des christlichen Bergmannes ist die heilige Barbara.

Wortherkunft „Kumpel“


Der Begriff Kumpel wird im bergbauspezifischen Sprachgebrauch als Synonym für den Bergmann gebraucht. In den allgemeinen Sprachgebrauch ist er als freundschaftliche Anrede im Sinne von Kamerad oder netter Kerl eingegangen. Er leitet sich vom Kumpan bzw. Kompagnon ab und bedeutet im ursprünglichen Sinn jemanden, mit dem man sein Brot teilt (lateinisch: cum pane).

Geschlecht


Aufgrund der schweren körperlichen Arbeit, die diese Tätigkeit erfordert, waren und sind die Mehrheit der Bergarbeiter unter globaler und historischer Betrachtung Männer. Jedoch wurden auch schon immer Kinder und z. T. auch Frauen für diese Tätigkeiten eingesetzt, weil sie einerseits billigere Arbeitskräfte waren bzw. sind und andererseits aufgrund ihrer kleineren Körpergröße besser in enge und kleine Stollen einfahren konnten. Heute gibt es u. a. in Lateinamerika Frauen und Kinder, die unter Tage arbeiten. In Europa gab es bis Mitte des 19. Jahrhunderts Bergarbeiterinnen. Später wurde die Arbeit der Frauen im Bergbau verboten (vgl. Hunt/Hall „Geschichte des privaten Lebens“, Bd 4, 1992:85, Frankfurt, S.Fischer).

Bergarbeiter in Lateinamerika


Bergmann-bolivien.jpgkauender Bergmann in Potosí, Bolivien]] In Lateinamerika ist der Minero (Pl. Mineros) ein meist indigener Minenarbeiter in Kupfer-, Silber- oder Goldminen. Im Unterschied zu dem den ingenieurtechnischen Truppen des Militärs zuzurechnenden Mineur hat der Minero eine zivile Aufgabe.

Die Arbeitsbedingungen der lateinamerikanischen Minenarbeiter sind sehr schlecht. Arbeitsschutzvorschriften, wie sie in Europa üblich sind, finden in dortigen Minen so gut wie nirgends Anwendung. Als Beispiele für besonders schlechte Verhältnisse gelten die Minen im bolivianischen Potosí. Dort arbeiten auch heute (Stand 2005) noch etwa 6500 Kinder und Jugendliche für den Silberbergbau, davon etwa 800 unter Tage. Der Tageslohn liegt bei 4 US-Dollar und die durchschnittliche Lebenserwartung des Minero liegt dort bei 38 Jahren. Die Unfallrate ist dementsprechend hoch. Hunger, Angst, Müdigkeit und ggf. Schmerz reduzieren die Mineros durch regelmäßiges Kauen von Cocablättern. Durch die giftigen Abgase in den Minen ist die Sterblichkeit unter den Minenarbeitern noch größer. Das soziale Elend der Bergarbeiterfamilien gesellt sich zu den schlechten Arbeitsbedingungen der Mineros, von deren Einkommen ihre Familien leben. Als weitere Folge gibt es einen großen Analphabetismus und eine schlechte durchschnittliche Allgemeinbildung, da die Kinder dieser Familien, wenn überhaupt, nur eine geringe Schulbildung erlangen können, da sie ebenfalls mit für den Erhalt der Familie durch Nebenbeschäftigungen sorgen müssen.

Bergarbeiter im Film


Literatur


Siehe auch


Bergbau | Beruf

ministo | Шахтёр

 

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