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Die Begriffe Kullback-Leibler-Divergenz (kurz KL-Divergenz), Kullback-Leibler-Entropie, Kullback-Leibler-Information oder Kullback-Leibler-Abstand (nach Solomon Kullback und Richard Leibler) bezeichnen ein Maß für die Unterschiedlichkeit zweier Wahrscheinlichkeitsverteilungen desselben Ereignishorizonts.

Vorsicht: Die KL-Divergenz wird auch relative Entropie genannt, wobei der Begriff relative Entropie gelegentlich auch für die Transinformation verwendet wird.

Formal lässt sich die KL-Divergenz für die Wahrscheinlichkeitsverteilungen p und q folgendermaßen bestimmen:

D(p || q) = KL(p, q)= \sum_{x \in X} p(x) \log {p(x) \over q(x)}.

Die Kullback-Leibler-Divergenz gibt aus informationstheoretischer Sicht an, wieviele Bits durchschnittlich verschwendet werden, wenn eine eigentlich auf q basierende Kodierung auf Ereignisse angewendet wird, die p folgen. Somit besteht ein Zusammenhang zur Kanalkapazität.

Anstatt der Kullback-Leibler-Divergenz wird auch oft die Kreuzentropie verwendet. Diese liefert qualitativ vergleichbare Werte, kann jedoch ohne die Kenntnis von p berechnet werden. In praktischen Anwedenungen ist dies vorteilhaft, da dort p meist unbekannt ist.

Literatur


  • Kullback, S.; Leibler, R. A.: On information and sufficiency. Annals of Mathematical Statistics 22 (1), 79–86, März 1951.

Statistik

Kullback–Leibler divergence | Divergence de Kullback-Leibler

 

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