| Wappen | Karte | - bgcolor="#FFFFFF" align="center" | Wappen at kufstein.jpg | Kufstein_map.png | - | Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Tirol | - bgcolor="#FFFFFF" | Bezirk: | Bezirk Kufstein | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 39,37 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 499 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 17.234 (29. Dezember 2005) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 438 Einwohner/km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 6330-6333 | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahlen: | +43-5372 | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Geographische Lage: | Länge: 12.1667 / 12° 10' 0" Breite: 47.5833 / 47° 34' 60" | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | KU | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 70513 | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | NUTS-Region: | 335 | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | UN/LOCODE: | AT KFS | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Gliederung Stadtgebiet: | 3 Katastralgemeinden | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Adresse der Gemeindeverwaltung: | Stadtgemeinde Kufstein Unterer Stadtplatz 22 6330 Kufstein |
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| Offizielle Website: | kufstein.at | - bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadtamt@stadt.kufstein.at | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Dr. Herbert Marschitz (ÖVP) | - bgcolor="#FFFFFF" | Vertretene Parteien: | SPÖ (3), ÖVP (9), Die Grünen (1), FPÖ (2), Parteifreie (4), BHS (2) | - bgcolor="#FFFFFF" | Kufstein_night.jpg | Kufstein.jpg | kufstein-stadtplatz.jpg | ||
Kufstein ist die Hauptstadt des Bezirks Kufstein in Tirol, an der Grenze zum Freistaat Bayern. Die Stadt liegt im Tiroler Unterland und Unterinntal.
Im Stadtgebiet münden zahlreiche Bäche in den Inn, die größten beiden sind beide rechts des Inns die Weißache im Süden und der Kaiserbach, der die Stadtgrenze im Norden bildet. Weitere rechte Innzuflüsse sind der Mitterndorfer-, Kien- und Kreuzbach, linke der Rochen- und Morsbach. Fünf Hügel, bzw. kleinere Berge finden sich mitten in der Stadt: Zellerberg, Festungsberg, Heldenhügel (Kalvarienberg), Lausbühel und Kinkpark. Auf der linken Talseite befinden sich der Stimmer-, Thier-, Pfrill-, Läng-, Hecht- und Egelsee (wobei Stimmer- und Thiersee schon in den Nachbargemeinden liegen). Im Südwesten gab es in den vergangenen Jahrhunderten einige Seen und Teiche, die alle bis auf die kleine Maistaller Lacke verlandeten. Diese steht seit einigen Jahren – wie auch der Egelsee – unter Naturschutz.
Der Talboden verläuft in der ganzen Stadt zum Inn hin abfallend, was besonders am Unteren Stadtplatz ersichtlich ist.
Das Stadtzentrum besteht hauptsächlich aus Gebäuden zwischen drei und sechs Stockwerken, Hochhäuser gibt es nur wenige am Stadtrand. Seit den 1990er herrscht wieder eine verstärkte Bautätigkeit, weshalb die Stadt auch zwischen 1991 und 2001 rund 2.500 Einwohner gewinnen konnte. Mit dem Bau von diversen Einkaufszentren, einem Kongress und dem Ausbau der Fachhochschule wird die Bevölkerungszahl wohl weiter ansteigen.
Auf dem Reichstag zu Köln 1505 entschied Maximilian I. durch einen Schiedsspruch den Landshuter Erbfolgekrieg und sicherte sich selbst dabei das Gebiet um Kufstein. Aus einer Urkunde geht hervor, dass die formelle Übergabe von „Herrschaft, Schloss und Stadt Kufstein mitsamt dem Landgericht“ am 8. Februar 1506 geschah. Es galt aber in Kufstein bis in das 19. Jh. weiterhin das oberbayerische Landrecht Ludwigs des Bayern.
1805 wurde Kufstein nach 1703 erneut von den Bayern eingenommen und zusammen mit ganz Tirol im Frieden von Pressburg auch formal dem Königreich Bayern zugesprochen. Es konnte auch im Tiroler Freiheitskampf 1809 nicht zurückgewonnen werden, da die bayerische Garnison sich auf die Festung stützte, die für die Aufständischen uneinnehmbar war. Als Bayern 1813 das Bündnis mit Napoleon verließ und auf die Seite der Alliierten wechselte, vereinbarten Bayern und Österreich im Rieder Vertrag die Rückgabe Tirols (und damit auch Kufsteins) an Österreich. Österreich sicherte im Gegenzug Bayern seinen Besitzstand und entsprechende Entschädigung für den Verlust Tirols durch Besitzerweiterungen am Untermain und links des Rheins zu. Das Abkommen wurde 1814 vollzogen, wodurch Kufstein dauerhaft österreichisch wurde und Bayern das Großherzogtum Würzburg und die Rheinpfalz gewann.
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Die Stadt ist Mitglied im Städtebund LAROSA (Landshut, Rosenheim, Salzburg, Kufstein, Freilassing) sowie in der Euregio Inntal und der IT-Region Salzburg, Rosenheim, Kufstein, Traunstein, Berchtesgadener Land (bis August 2006).
Durch das „Kufsteinlied“ - Text und Melodie aus dem Jahre 1947, von Karl Ganzer († 1988) - wird die Festungsstadt auf der ganzen Welt besungen. Dieses Lied gilt als eines der meistgesungenen und als das meistverkaufte (100 Mio. mal) volkstümlichen Liedern der Welt. Das Lied verlieh der Stadt auch den Spruch „Die Perle Tirols“ und dem Fluss den Beinamen „Der grüne Inn“.
Jährlich findet am 30. Dezember das inzwischen sehr beliebte und zur Tradition gewordene „Vorsilvester“ statt. Bis 2003 gab es keine Besuchergrenzen, weshalb damals Schätzungen zufolge über 30.000 Menschen in der Innenstadt feierten. 2004 fand das Spektakel im Zentrum und auf der Josefsburg statt, die Besucherzahlen wurden jedoch auf 12.500 Menschen begrenzt, 2005 konnten sie durch Erweiterung des Party-Areals auf 15.000 wieder gesteigert werden.
Laut der Volkszählung 2001 sind 69,9 % der Kufsteiner römisch-katholisch, 9,8 % islamisch, 8,9 % ohne Bekenntnis und rund 4,6 % evangelischen Glaubens. 47,2 % sind Männer, 52,8 % Frauen. 82,6 % haben die österreichische Staatsbürgerschaft, 13,7 % Ausländer (ohne EU Staatsbürgerschaft) und 3,7 % sind sonstige EU-Bürger. 17,7 % sind unter 15 Jahre, 19,6 % über 60 Jahre alt.
2001 pendelten 3.058 Bürger aus der Stadt aus, währenddessen 5.414 Menschen nach Kufstein einpendelten (ohne Ausland!). Den größten Teil unter den Einpendlern machen 683 Ebbser, 442 Wörgler, 419 Thierseeer und 403 Langkampfner aus. 556 Kufsteiner pendelten nach Wörgl, 212 nach Langkampfen, 211 nach Innsbruck und 180 nach Ebbs. Wie viele Pendler zwischen Kufstein und dem angrenzenden Bayern verkehren, ist nicht bekannt.
Nur 18 % bzw. 7,1 km² des Gemeindegebiets sind Dauersiedlungsraum. Somit beträgt die reale Bevölkerungsdichte in Kufstein rund 2.370 Menschen pro km².
In Kufstein wird ein Westmittelbairischer Dialekt gesprochen. Das „Kufsteinerische“ unterscheidet sich - wie alle tiroler Dialekte östlich des Zillertals - stark vom Innsbrucker Dialekt, welcher oft als DAS Tirolerische hingestellt wird. Aber auch zu den umliegenden Gemeinden bestehen Unterschiede, vor allem zu denen im bayerischen Inntal.
Kufstein hatte bis ins 19. Jahrhundert eine sehr wichtige Funktion als Zollposten. Und da vor allem in Hall in Tirol Salz abgebaut und in Massen über den Inn nach Bayern befördert wurde, kam das Salzfass, der sogenannte Kufen, in das Wappen. Die drei Berge symbolisieren die drei markanten Berge Pendling, Festungsberg und Stadtberg (es könnte jedoch auch ursprünglich der Zellerberg damit gemeint worden sein). Von daher kommt auch der Name Kufstein (Kufe auf dem Stein).
Auf der Festung Kufstein befindet sich die Heldenorgel, die größte Freiorgel der Welt, und ein Heimatsmuseum. Weiters befindet sich dort das Veranstaltungsareal Josefsburg, wo Veranstaltungen für bis zu 5000 Personen durchgeführt werden können. 2006 wurde die Josefsburg aufwändig mit einem ausklappbaren Dach ausgestattet, um die Wettersicherheit für Veranstaltungen gewährleisten zu können.
Auch die Burgruine „Thierberg“ und das Schloss Hohenstaffing befinden sich in Kufstein, am Thierberg. Früher gab es auch noch die sogenannte „Schlangenburg“ am Thierberg, welche allerdings wenige Jahre nach ihrer Fertigstellung wieder abgerissen wurde.
Teile der Altstadt (Römerhofgasse, Kirchgasse, Unterer Stadtplatz, Innpromenade) sind als touristisches Ziel beliebt. Das Rathaus zeigt seit 1925 die Wappen der Tiroler Städte Innsbruck, Sterzing, Imst, Vils, Lienz, Rattenberg, Brixen, Bruneck, Schwaz, Klausen, Kitzbühel, Glurns, Bozen, Landeck, Meran, Hall und unter der Giebelspitze Kufstein. Den typischen Inn-Salzach-Stadtstil hat Kufstein bei einem großen Brand im Mittelalter verloren, dem fast die gesamte damalige Stadt zum Opfer fiel. In der ganzen Stadt verteilt gibt es viele Denkmäler; das imposanteste ist jenes von Friedrich List. In der Kinkstraße befindet sich ein kleines Madersperger-Museum.
Erwähnenswert ist auch die seit 1998 wieder eingeführte Innschifffahrt (Mai–Oktober) vom Fischergries über Kiefersfelden, Ebbs, Niederndorf bis nach Oberaudorf in Bayern. Es wird angedacht, die Schifffahrt bis 2009 bis nach Rosenheim auszudehnen.
Jährlich findet in der Kufstein Arena der Generali Bambini Cup statt, bei dem viele Nachwuchs-Tennisstars aus der ganzen Welt nach Kufstein kommen.
2005 war Kufstein auch offizielle Etappe der Deutschlandtour.
Der Stadtbus Kufstein wird von den Stadtwerken Kufstein und der Firma Achhorner betrieben.
Kufstein ist aber auch Sitz zahlreicher großer Firmen. Die Festungsstadt ist zwar nicht mehr der Sitz des größten österreichischen Privatunternehmens SPAR Österreich, jedoch dessen Gründungsstadt. Das Unternehmen wurde 1954 von Hans Reisch mit einer ersten Filiale am Unteren Stadtplatz gegründet, die immer noch existiert.
In den Nachbargemeinden finden sich Unternehmen wie Viking, Sandoz, Unterland Flexible Packing, SPZ Zementwerke, die vor allem wegen der hohen Grundstückskosten in das Umland abgewandert sind.
Der Wirtschaftsraum Kufstein–Rosenheim–Salzburg ist eng miteinander verknüpft und voneinander abhängig. Zahlreiche Pendler arbeiten, studieren oder kaufen grenzüberschreitend in Tirol, Bayern und Salzburg ein, was durch Projekte (Innschifffahrt, 'Grenzenlos'-Wanderwege) gezielt gefördert wird.
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