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Kudrun (auch Gudrun oder Gudrunsage) ist ein anonymes strophisches Heldenepos in mittelhochdeutscher Sprache. Das im bayrisch-österreichischen Raum um 1240 entstandene Werk greift auf ältere Quellen aus dem Sagenkreis der Nordsee zurück und berichtet im ersten Teil vom „wilden Hagen von Irland“, der von Greifen geraubt wurde, im zweiten vom Raub seiner Tochter Hilde durch Hettel, den König von Dänemark, und im dritten Teil vom Schicksal von dessen und Hildes Tochter Kudrun, die vom Normannenherrscher Hartmut entführt und als Magd gehalten, schließlich aber von ihrem Verlobten, Herwig von Seeland, befreit wird. Die Dichtung ist lediglich in einer Abschrift im Ambraser Heldenbuch überliefert.

Literarisches Werk | Mittelalter (Literatur) | Heldenepik

Kudrun

Literatur


  • Kerstin Schmitt: Poetik der Montage. Figurenkonzeption und Intertextualität in der "Kudrun". Erich Schmidt Verlag 2002 ISBN: 3-503-06142-8

 

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