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Als Regio glutaea (auch Regio glutea, "Gesäßregion") wird in der topographischen Anatomie das Gebiet des Gesäßes bezeichnet. Bei Tieren nennt man diese Region auch "Kruppe".

Die Begrenzungen der Regio glutaea sind:

  • kranial (vorn) die Crista iliaca des Darmbeins
  • ventral (bauchwärts) und lateral (seitlich) die Spina iliaca des Darmbeins und die vordere Begrenzung des Tensor fasciae latae
  • kaudal (hinten) der Sulcus glutaeus und
  • medial die Crena ani.

Plastisch dominierend ist der Gluteus maximus. Die Gesäßfalte (Sulcus gluteaus) ist durch eine Faszie mit Fixation am Sitzbeinhöcker (Tuber ischiadicum) stabilisiert. Unter dem Gluteus maximus liegen Gluteus medius und Gluteus minimus. Deren Muskellogen werden durch die Gesäßfaszie (Fascia glutealis) gegliedert, die eine Ausbreitung entzündlicher Prozesse verhindern.

Unter Glutaeus maximus liegt das Spatium subgluteale, das mit Fett- und Bindegewebe ausgefüllt ist. Nach Innen hin wird das Spatium subgluteale von den Außenrollern des Hüftgelenks (Articulatio coxae) unter Bildung der Foramina ischiadica zum inneren Becken begrenzt. In diesem 1-2cm großen Zwischenraum verlaufen wichtige Nerven für Gesäß und Oberschenkel. Durch diese Öffnung können sich Entzündungen hier weit nach distal ausbreiten, bis in die Kniekehlregion (Regio poplitea).

Die Hautinnervation der Gesäßregion übernehmen die Nervi clunium. Anatomie

 

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