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Als Kriterium werden Radrennen auf einem relativ kurzen, mehrmals zu befahrenden und meist innerstädtischen Rundkurs bezeichnet. Nach der engeren, ursprünglichen Definition des Begriffs (wie sie bspw. bei Ausschreibungen von Rennen verwendet wird) handelt es sich nur um die Rennen, bei denen die Platzierungen durch Vergabe von Punkten am Zielstrich bei regelmäßigen Wertung ermittelt werden und nicht durch Endkampf.

Kriterien sind keine offiziellen Rennen des Radsportweltverbandes UCI. Deshalb wird nur um ein Preisgeld, nicht aber um Weltranglisten- bzw. ProTour-Punkte gefahren. Für Kriterien werden deshalb auch keine kompletten Radsportteams, sondern einzelne Fahrer engagiert. Besonders nach der Tour de France dienen diese Rennen dazu, die Radsport-Stars dem Publikum hautnah zu zeigen. In diesem Falle und bei den zahlreichen, auch unter der Woche in den Niederlanden und Belgien stattfindenden Rennen spricht auch von Kirmesrennen.

Der Sieger wird durch die Ergebnisse einzelner Punktwertungen ermittelt, wobei die Wertung (in der Regel in regelmäßigen Abständen von meist 5 Runden) am Zielstrich erfolgt. Der erste Fahrer erhält 5 Punkte, die weiteren 3, 2 und einen Punkt. Bei der Schlußwertung wird die doppelte Punktzahl vergeben. Wie bei 10 - 40 km; Frauen: 5 - 24 km) zählt Rundengewinn vor Punktgewinn. Der Vorteil eines Kriteriums für die Zuschauer besteht darin, dass der Sieger nicht nur durch den Zielsprint ermittelt wird, dem unter Umständen ein ereignisloses und zähes Fahren auf dem Rundkurs vorausging, sondern dass die Athleten durch die immer wiederkehrenden Wertungssprints zu permanenter Leistung angespornt werden.

Radsport Radrennen

 

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