Kreuzerhöhung ist der Name des 14. September im katholischen und orthodoxen liturgischen Kalender.
Im Jahre 614 fielen die Truppen des Perserkönigs Chosrau II. in Jerusalem ein. Das Kreuzholz in einem silbernen Kreuzreliquar - zwei andere Teile hatte Helena im Jahre 325 nach Rom und Konstantinopel gebracht - wurde mit Bischof Zacharias in die Königsstadt Ktesiphon in der Nähe des heutigen Bagdad verschleppt. Das heilige Kreuz wurde aber wenige Jahre darauf durch den Sieg des byzantinischen Kaisers Heraklius über die Perser zurückgewonnen. 628 brachte Kaiser Herakleios das Kreuz zunächst im Triumph in seine Hauptstadt Konstantinopel, am 21. März 630 (nach den neuesten Untersuchungen) zog der Kaiser mit glänzendem Gefolge nach Jerusalem, um dort die hochverehrte Reliquie wieder in die Grabeskirche hinter dem Golgotahügel zu bringen. Zum Andenken an dieses Ereignis sowie das der Auffindung des heiligen Kreuzes durch Helena feiert die Kirche am 14. September das Fest der "Erhöhung des heiligen Kreuzes": Der Kaiser war bekleidet mit einem golddurchwirkten Ornat, trug auf dem Kopf die Krone Ostroms, und in den Händen hielt er einen silbernen, gold- und edelsteingeschmückten Schrein, die Reliquie des Heiligen Kreuzes. Doch vor dem Stadttor stoppte plötzlich der feierliche Zug. Irgendetwas hielt den Kaiser auf, vielleicht ein tiefer, innerer Zweifel, und er sagte zu Zacharias: So hat der Heiland sein Holz nicht auf den Berg getragen! Heraklius stieg von seinem Ross, legte sein Prunkgewand und all seinen Schmuck ab und zog selbst die Schuhe aus. Sein ganzer Hofstaat folgte seinem Beispiel. Barfuß und nur mit weißem Linnen bekleidet durchschritt der Kaiser das Tor und trug das Kreuzholz in die heilige Stadt, in die wiederaufgebaute Martyrionskirche. Dort wurde es feierlich in weihrauchhaltiger Luft ausgestellt, damit die Volksmenge es jubelnd verehren konnte.(Legenda Aurea)
Wenige Jahre später fiel Jerusalem an das neue Islamische Reich. Der Gedenktag an den Sieg über die Perser und an die Kreuzerhöhung blieb aber in Ostrom bestehen und seine dortige Rolle ist vielleicht mit heutigen Nationalfeiertagen zu vergleichen.
Das Evangelium aus dem Nachtgespräch Jesu mit Nikodemus Joh 3 gibt dazu die Deutung: Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat.
Die Präfation vom Tag stellt dem Kreuz Christi als Baum des Lebens typologisch den Baum des Sündenfalls gegenüber, von dem der Tod seinen Ausgang nahm.
Kirchen mit dem Namen Hl. Kreuz, insbesondere solche, in denen eine Kreuzreliquie verehrt wird, feiern am 14. September ihr Patrozinium, oft verbunden mit einer Kreuzprozession und Wallfahrt, so in Ottbergen bei Hildesheim. Die wichtigste Kreuzkirche, eine der sieben römischen Pilgerkirchen, ist Santa Croce in Gerusalemme.
siehe auch Gedächtnis der Schmerzen Mariens
Feast of the Cross | Kruisverheffing | Podwyższenie Krzyża Świętego | Воздвижение Креста Господня
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"Kreuzerhöhung".
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