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Krematorium-Stuttgart.jpg-Krematorium im Pragfriedhof Stuttgart]] England 15.7.2005 397 funeral.jpg Ein Krematorium zu lat. cremare (verbrennen) ist eine Anlage zur Kremation, der Verbrennung von Leichen.

In Mitteleuropa war mit der Ausbreitung des Christentums der Brauch der Leichenverbrennung sukzessive verschwunden. Mit dem Anwachsen der Großstädte wurde vielerorts der Platz auf den Friedhöfen knapp. Die technische Entwicklung erlaubte es im 19. Jahrhundert erstmals, die Einäscherung industriell abzuwickeln.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden Feuerbestattungsvereine. Kremation wurde kontrovers diskutiert.

Das erste deutsche Krematorium wurde 1878 in Gotha in Thüringen gebaut. In der Schweiz wurde 1889 auf dem Friedhof Sihlfeld in Zürich erstmals ein Krematorium in Betrieb genommen.

Wird die Asche nach der Verbrennung in einer Urne beigesetzt, spricht man von einer Feuerbestattung. Bei einer Seebestattung wird die Asche dem Meer übergeben.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden in einer Vielzahl von Konzentrationslagern Krematorien erbaut, um die Leichen der getöteten Häftlinge (Juden, Roma, Zeugen Jehovas u.a.) zu vernichten.

In umwelttechnischer Hinsicht unterliegen Krematorien in Deutschland einheitlich der 27. BImSchV (Bundes-Immissionsschutz-Verordnung) und sind mit modernen Abgasfilteranlagen ausgerüstet. Es gibt etwa 120 Krematorien in Deutschland.

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