| Wappen | Karte |
|---|---|
| Lage des Kreises Siegen-Wittgenstein in Deutschland.png | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg |
| Landschaftsverband: | Westfalen-Lippe |
| Verwaltungssitz: | Siegen |
| Fläche: | 1.131,59 km² |
| Einwohner: | 292.089 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 258 Einwohner je km² |
| Kreisschlüssel: | 05 9 70 |
| Kfz-Kennzeichen: | SI |
| Kreisgliederung: | 11 Gemeinden |
| Hausanschrift der Kreisverwaltung: | Koblenzer Straße 73 57072 Siegen |
| Postanschrift der Kreisverwaltung: | 57069 Siegen |
| Website: | www.siegen-wittgenstein.de |
| Landrat: | Paul Breuer (CDU) |
| Lage des Kreises Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen | |
| North_rhine_w_sw.png | |
| Kreisgliederung | |
Der Kreis Siegen-Wittgenstein liegt im Südosten von Nordrhein-Westfalen. Er gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg und ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Sitz des Kreises ist Siegen.
- | Städte | Gemeinden |
(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)
Das Gebiet des Altkreises Siegen war bereits vor Christi Geburt von einer keltischen Urbevölkerung besiedelt. Bereits vor circa 2500 Jahren wurde hier eine intensive Bergbau- und Eisenhüttenwirtschaft betrieben. In der keltischen Welt Westeuropas war das Siegerland zu der Zeit daher sehr wichtig. Für die Verhüttung wurde sehr viel Holz als Brennstoff benötigt. Durch den Raubbau an den Wäldern soll nach archäologischen Forschungen das Gebiet zwischen 100 bis etwa 800 n. Chr. entvölkert gewesen sein. Erst die Franken besiedelten zur Zeit Karls des Großen das heutige Siegerland erneut. Zu der Zeit herrschten verschiedene Fürsten aus dem Bereich Haiger/Dillenburg (Haus Nassau – Oranien). Diese waren eng verbunden mit den späteren Herrscherhäusern in Luxemburg und den Niederlanden. Wilhelm der Schweiger zog seine Heere zur Befreiung der Niederlande von den Spaniern auf der Ginsburg nahe Hilchenbach zusammen.
Während des Mittelalters gehörte das Siegerland zum Erzbistum Mainz und gewann wieder eine große Bedeutung als Bergrevier und in der Eisenerzeugung. Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde der Eisenerzbergbau betrieben. Über 150 Jahre alte Stahlwerke wie die heutigen (2005) Edelstahlwerke Südwestfalen (früher Krupp Edelstahl, davor Stahlwerke Südwestfalen, davor Bremer Hütte) in Siegen-Geisweid sind noch heute in Betrieb, wenn auch mit spezielleren Produkten.
Die Siegerländer Mundart wird von Sprachforschern als nordöstlichster Teil des Moselfränkisch angesehen. Eine kulturelle Verbindung zu Westfalen, zu dem das Siegerland heute gehört, bestand nie. Heute noch erkennt man in den Wäldern die Befestigungsanlagen zwischen den Ländern der Franken und der Sachsen auf der Grenze zwischen dem Kreis Olpe und dem Kreis Siegen-Wittgenstein.
Die Wittgensteiner Mundart gehört im Gegensatz zum Siegerländer Dialekt zum oberhessischen Sprachraum.
Seit der Einnahme des Landes durch Preußen gehörte es zunächst zum Regierungsbezirk Koblenz der Provinz Großherzogtum Niederrhein und ab 1817 zum Regierungsbezirk Arnsberg der Provinz Westfalen.
Nicht zuletzt haben inzwischen auch die Dilldappen seit 1982 einen festen Platz in der Kulturlandschaft Siegen-Wittgenstein.
Zunächst wurde das Wappen des Altkreises Siegen, analog zur Bezeichnung des neuen Landkreises, weiterverwendet. Nach der Namensänderung auf Siegen-Wittgenstein wurde das hintere Feld den Farben des Altkreises Wittgenstein angepasst, so dass das Feld silbern (weiß) und die Grubenlampe und der Knipp schwarz dargestellt wurden.
Auf dem seit dem 1. Oktober 1999 gültigen Wappen ist in dem hinteren Feld der nassauische Löwe dargestellt. Das vordere Feld geht aus dem Wappen des bei der 1975 bereits vorgenommenen Kreisreform hinzugekommenen Kreises Wittgenstein hervor. Im unterem Bereich ist eine Grubenlampe als Symbol für den Bergbau und ein Knipp als Symbol für die Waldwirtschaft abgebildet, die ebenfalls aus dem Wappen des ehemaligen Kreises Siegen stammen.
Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd (VGWS) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Der Kreis betätigt sich auch selbst als Verkehrsunternehmer, u.a. mit der Kreisbahn Siegen-Wittgenstein. In Siegen-Weidenau besteht ein Gleisanschluss nach Netphen-Deuz-Irmgarteichen zur Bedienung mehrerer Industriebetriebe.
Stillgelegt wurden die Bahnstrecken von Bad Berleburg nach Frankenberg über Hatzfeld (Eder) im Norden des Kreises und von Olpe nach Betzdorf über Freudenberg im Westen des Kreises.
Zur Zeit wird die A 4 zwischen der AS 28 Wenden und Kreuztal neu gebaut. In Höhe des Kreuztaler Ortsteils Krombach wird sie in die Hüttentalstraße (B 54 n/B 62 n) übergehen. Geplanter Fertigstellungstermin ist Juni 2006. Auf dem zwölf Kilometer langen Abschnitt entstehen acht Talbrücken sowie zehn Unter- und Überführungen.
Der Weiterbau der A 4 durch das nördliche Kreisgebiet bis zur A 4 in Hessen ist im aktuellen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans nicht mehr vorgesehen. Die Finanzierung dieser Trasse durch geschützte Landschaftsgebiete hielt einer Kosten-Nutzen-Analyse nicht stand. Auch gab es heftige Proteste gegen die Zerstörung wertvoller Landschaftsteile, die zum Teil touristisch genutzt werden. Das betroffene Gebiet ist Teil der letzten, größten unzerschnittenen Fläche in Nordrhein-Westfalen.
Landkreis in Nordrhein-Westfalen | Siegerland | Wittgensteiner_Land | Haus Sayn-Wittgenstein
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