| Wappen | Karte |
|---|---|
| Kreiswappen des Kreises Coesfeld.png | Lage des Kreises Coesfeld in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Münster |
| Landschaftsverband: | Westfalen-Lippe |
| Verwaltungssitz: | Coesfeld |
| Fläche: | 1.110,1 km² |
| Einwohner: | 220.930 (31. Mai 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 199 Einwohner je km² |
| Kreisschlüssel: | 05558000 |
| Kfz-Kennzeichen: | COE |
| Kreisgliederung: | 11 Gemeinden |
| Hausanschrift der Kreisverwaltung: | Friedrich-Ebert-Straße 7 48651 Coesfeld |
| Website: | www.kreis-coesfeld.de |
| E-Mail-Adresse: | info@kreis-coesfeld.de |
| Politik | |
| Landrat: | Konrad Püning (CDU) |
| Karte | |
| North rhine w coe.png | |
Der Kreis Coesfeld ist ein Kreis im Norden von Nordrhein-Westfalen im Münsterland.
- | Städte |
Preußen erhielt auf Grund der Beschlüsse des Wiener Kongresses 1814/15 das gesamte Gebiet des heutigen Landesteils Westfalen. In Zuge dessen gab die Königliche Regierung zu Münster am 10. August 1816 die Einteilung des Regierungsbezirks Münster in zehn „landräthliche Kreise“ als rein staatliche Verwaltungsbezirke bekannt, zu denen auch der Kreis Coesfeld gehörte.
Das erste Kreisverfassungsrecht war die Kreisordnung aus dem Jahr 1827. Sie gab den Kreisen jedoch keine echte Selbstverwaltung. Die ständischen Kreistagen hatten nur beratende Funktion. Mit der Kreisordnung des Jahres 1886 kam dann die Kreisselbstverwaltung, das Verwaltungsorgan wurde der Kreisausschuss. 1933 wurde unter nationalsozialistischer Diktatur die staatliche Beschlusszuständigkeit des Kreisausschusses den Landräten zugesprochen.
Der Kreisausschuss hielt unter der Kommunalselbstverwaltung nur noch die beratende Funktion, wobei allerdings die Kreisordnung von 1886 noch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs galt.
Ab 1945 oblag der britischen Militärregierung die Entwicklung des kommunalen Selbstverwaltungsrechts bis am 1. April 1946 eine neue Regelung mit teilweise grundsätzlichen Änderungen in Kraft trat. Statt des Landrats leitete der Oberkreisdirektor als kommunaler Beamter die Verwaltung. Der Landrat als Vorsitzender des Kreistags stand ihm ehrenamtlich bei.
Die nach der Schaffung von Nordrhein-Westfalen eingeführte Gliederung der Landkreise in Ämter und amtsangehörige beziehungsweise amtsfreie Gemeinden wurde bis zur kommunalen Neugliederung etwa 20 Jahre beibehalten.
Die 1816 ursprünglich eingeführte Einteilung der Kreise Coesfeld und Lüdinghausen von 1816 hatte mit Ausnahme der Abgabe der Gemeinde Havixbeck an den Kreis Münster 1832 und der Stadt und des Amts Haltern an den Kreis Recklinghausen 1929 bis zur kommunalen Neugliederung von 1975 Bestand.
Die kommunale Neugliederung selbst wurde in zwei Schritten von 1967 bis 1975 durchgeführt. Zuerst wurden die Gemeindegebiete und deren Grenzen neu festgelegt, danach wurden mit Wirkung zum 1. Januar 1975 neue Kreise gebildet. Der Kreis Lüdinghausen wurde im Zuge der Neugliederung zum 31. Dezember 1974 aufgelöst und im wesentlichen dem Kreis Coesfeld zugeschlagen. Zusätzlich kamen die Gemeinden Nottuln mit Appelhülsen und Schapdetten und Havixbeck mit Hohenholte aus dem ehemaligen Kreis Münster an den Kreis Coesfeld. Der Kreis Coesfeld gab die Stadt Gescher an den neuen Kreis Borken ab.
Mit der Änderung der Kommunalverfassung im Mai 1994 traten weitere wesentliche Änderungen für die Verwaltungsleitung in Kraft. Die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingeführte „Doppelspitze“ wurde abgeschafft und statt dessen eine einzige Verwaltungsspitze eingeführt, wobei der Leiter der Verwaltung von den Bürgerinnen und Bürgers des Kreises gewählt wird. Zusätzlich gibt es einen vom Kreistag bestellten allgemeinen Vertreter.
Das Wappen entstand etwa 5 Jahre nach der kommunalen Neugliederung. Es wurde am 15. Oktober 1979 durch den Regierungspräsidenten in Münster mit Unterzeichnung der Urkunde genehmigt.
Das Wappen führt seitdem die Symbole der alten Kreise Coesfeld und Lüdinghausen im Wappen. Auf dem Wappen ist im oberen Drittel des gelben oder besser goldenen Felds ein roter Balken zu sehen. Darunter befindet sich eine rote Glocke. Das rote Feld in der rechten Hälfte zeigt einen segnenden Bischof und zu seinen Füßen eine Gans, beide gelb (oder golden).
Die Farben und der rote Balken entstammen dem Wappen des Stifts Münster, dem das Kreisgebiet abgehört. Der Bischof mit der Gans stammt aus dem alten Wappen des Kreises: den heiligen Liudger, den ersten Bischof von Münster. Er gilt als Gründer von St. Lamberti in Coesfeld. Die Gans taucht seit dem 17. Jahrhundert als sein Attribut auf. Aus dem Wappen des ehemaligen Kreises Lüdinghausen stammt die Glocke, deren Ursprung wiederum eine Liudgerus-Legende ist.
| CDU | SPD | GRÜNE | FDP | ödp | Gesamt | |
| 2004 | 29 | 13 | 6 | 5 | 1 | 54 |
Auf dem Kreisgebiet haben sich mit Dülmen und Coesfeld zwei Bahnhöfe als wichtige Umsteigepunkte herausgebildet.
Coesfeld (district) | Coesfeld (arrondissement) | Coesfeld (district)
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Kreis Coesfeld".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world