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Wappen Karte
Wappen Kreis Herzogtum Lauenburg.png Lage des Kreises Herzogtum Lauenburg in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Verwaltungssitz: Ratzeburg
Fläche: 1.263 km²
Einwohner: 185.916 (31. März 2005)
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 01 0 53
Kfz-Kennzeichen: RZ
Kreisgliederung: 132 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Barlachstraße 2
23909 Ratzeburg
Website: www.herzogtum-lauenburg.de
Politik
Landrat: Gerd Krämer (parteilos)
Karte
Schleswig holstein rz.png
Der Kreis Herzogtum Lauenburg ist ein Landkreis im Bundesland Schleswig-Holstein. Er gehört zur Metropolregion Hamburg.

Geografie


Der Kreis ist der südlichste Kreis Schleswig-Holsteins. Er grenzt im Nordwesten und Norden an den Kreis Stormarn und an die kreisfreie Stadt Lübeck, im Osten an den Landkreis Nordwestmecklenburg und an den Landkreis Ludwigslust, beide in Mecklenburg-Vorpommern, im Süden auf der anderen Seite der Elbe an den Landkreis Lüneburg und an den Landkreis Harburg in Niedersachsen und im Westen an das Land Hamburg.

Der Kreis ist auch heute noch sehr waldreich und enthält mit dem Sachsenwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Schleswig-Holsteins und mit dem Naturpark Lauenburgische Seen einen der ältesten Naturparks in Schleswig-Holstein.

Der Kreis war seit dem 14. Jahrhundert ein Herzogtum; nach der Angliederung an die preußische Provinz Schleswig-Holstein 1876 durfte der neue Kreis als Reminiszenz an seine Vergangenheit die Bezeichnung "Herzogtum" weiterführen. Sie hat sich bis heute im amtlichen Namen des Kreises erhalten. Verwaltungssitz des Kreises ist Ratzeburg, die größte Stadt ist Geesthacht.

Politik


Wappen

Das Kreiswappen zeigt einen nach links gewandten Springer auf rotem Grund (Siehe dazu auch Sachsenross) umlegt mit einem schachbrettartig schwarz-weißen Rand, der für Preußen steht.

Landräte

Von 1873 bis 1882 war für die laufende Verwaltung und die Besetzung von Beamtenstellen der Erblandmarschall verantwortlich. Dem Landrat als preußischem Beamten oblag lediglich die Aufsicht über die staatliche Verwaltung.

Seit 1. Oktober 1882 war der Landrat neben der Staatsaufsicht auch für die kommunale Selbstverwaltung zuständig.

Zu einer Veränderung der Verwaltungsstruktur kam es nach dem Zweiten Weltkrieg mit der 1946 von der britischen Militärregierung erlassenen Kreissatzung: Vorübergehend fungierte der Landrat nun als ehrenamtlicher Vorsteher des Kreistages, die Verwaltungsgeschäfte wurden einem so genannten Kreisdirektor übertragen. Später jedoch übernahm der Landrat wieder die Leitung der Kreisverwaltung.

Kreispräsidenten

Der Kreispräsident ist Vorsitzender des Kreistages und wird aus dessen Mitte gewählt. Er leitet die Sitzungen des Kreistages und repräsentiert den Kreis gemeinsam mit dem Landrat nach außen.

Gliederung

Der Kreis ist im Gegensatz zu anderen in Schleswig-Holstein durch zahlreiche verhältnismäßig kleinere bis sehr kleine Gemeinden gekennzeichnet, in denen direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung gelebt wird. Die Verwaltung erfolgt zumeist durch Ämter, die selbst auch nur eine sehr überschaubare Größe haben. Insofern wird der Kreis vom geplanten schleswig-holsteinischen Verwaltungsstrukturgesetz nicht unerheblich betroffen werden: nach dem Entwurf des Innenministeriums soll zum 1. April 2007 eine Mindestgröße von 8000 Einwohnern für Ämter und amtsfreie Gemeinden als Gebietsreform durchgesetzt werden. Damit sind sechs der elf Ämter des Kreises in ihrer Existenz bedroht. Eine Mindestgröße für amtsangehörige Gemeinden ist hingegen bislang nicht vorgesehen. Bis zum Stichtag besteht die Möglichkeit zu freiwilligen Zusammenschlüssen, die nach dem Entwurf auch die Kreisgrenzen überschreiten können.

Das wirtschaftliche Schwergewicht des Kreises liegt im Hamburger Speckgürtel, während der östliche Teil im wasserreichen Naturpark Lauenburgische Seen mehr zum sanften Tourismus tendiert und landwirtschaftlich geprägt ist. Der Kreis gehört zur Metropolregion Hamburg.

Verkehr


  • Der ÖPNV im Kreisgebiet wurde 2003 in den HVV eingegliedert.

  • Die Anbindung an das Autobahnnetz erfolgt über die A 1 (Hamburg – Lübeck) im Westen, die A 24 (Hamburg – Berlin) im Süden,A 25 (Geesthacht – Hamburg) und die A 20 (Lübeck – Rostock) im Norden.

  • Eisenbahnverbindungen von Hamburg nach Büchen und weiter nach Berlin; und von Lüneburg nach Büchen und weiter über Mölln/Ratzeburg nach Lübeck. Beide Strecken werden von der Deutsche Bahn AG betrieben.Von Ratzeburg über Schmilau nach Hollenbek welche auch der Deutschen Bahn gehört,wird touristisch genutzt für Daisienenfahrten.Diese Strecke war früher die Verbindung von Ratzeburg nach Hagenow Land in Mecklenburg].Von Hamburg-Bergedorf nach Geesthacht gibt es noch die alte BGE-Strecke welche nur im Güterverkehr und als Museumseisenbahn-Strecke genutzt wird und gehört der privaten AKN.

Geschichte


Das Kreisgebiet entspricht im Wesentlichen den nordelbischen Teilen des historischen Herzogtums Sachsen. In Nord-Südrichtung verlief hier im Frühmittelalter der Limes Saxoniae als Schutzstreifen des Sächsischen Reiches vor den Slawen.

Nach dem Aussterben der letzten askanischen Herzöge und einem langwierigen Erbfolgestreit fiel das Herzogtum zunächst 1702 an das Königreich Hannover, dann auf dem Wiener Kongress 1815 an Dänemark.

Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 wurde es kurzzeitig von Österreich verwaltet und 1865 als Folge der Gasteiner Konvention in Personalunion mit Preußen vereinigt. Der preußische König Wilhelm I. wurde als "Herzog von Lauenburg" neuer Landesherr und der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck übernahm das Amt des "Ministers für Lauenburg". Am 1. Juli 1876 wurde der "Landkreis Herzogtum Lauenburg" in die preußische Provinz Schleswig-Holstein eingegliedert.

Durch das Groß-Hamburg-Gesetz erhielt der Kreis 1937 die mecklenburgischen Exklaven Hammer, Mannhagen, Panten, Horst, Waldsfelde und den Domhof in Ratzeburg, die lübeckischen Exklaven Düchelsdorf, Sierksrade, Behlendorf, Hollenbe(c)k, Albsfelde, Giesensdorf, Harmsdorf, Nusse, Poggensee, Ritzerau, Groß Schretstaken, Klein Schretstaken und Tramm sowie von Hamburg die Stadt Geesthacht. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde der Kreis Teil der Britischen Besatzungszone. Durch Veränderung der Zonengrenze zwischen Großbritannien und der Sowjetunion im so genannten Barber-Ljaschtschenko-Abkommen vom 13. November 1945 wurden die Nachbargemeinden Ratzeburgs Ziethen, Mechow, Bäk und Römnitz am 26. November 1945 dem Kreis Herzogtum Lauenburg zugeschlagen. Sie gehörten bis dahin zum mecklenburgischen Kreis Schönberg (bis 1934 Teil von Mecklenburg-Strelitz) und kamen durch im Austausch gegen die lauenburgischen Gemeinden Dechow, Thurow (heute Ortsteil der Gemeinde Roggendorf) und Lassahn zur britischen Zone. Diese Gebietsveränderung wurde auch nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung 1990 beibehalten.

Siehe auch Hauptartikel: Herzogtum Sachsen-Lauenburg

Städte und Gemeinden


(Einwohner am 30. Juni 2005)
Amtsfreie Gemeinden/Städte

Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden/Städten
  1. Aumühle * (3.088)
  2. Wohltorf (2.264)
  3. Sachsenwald (Forstgutsbezirk), gemeindefreies Gebiet
  1. Behlendorf (393)
  2. Berkenthin * (2.027)
  3. Bliestorf (693)
  4. Düchelsdorf (159)
  5. Göldenitz (229)
  6. Kastorf (1.146)
  7. Klempau (601)
  8. Krummesse (1.566)
  9. Niendorf bei Berkenthin (187)
  10. Rondeshagen (864)
  11. Sierksrade (308)
  1. Alt Mölln (864)
  2. Bälau (239)
  3. Borstorf (307)
  4. Breitenfelde * (1.812)
  5. Hornbek (176)
  6. Niendorf/Stecknitz (628)
  7. Schretstaken (518)
  8. Talkau (527)
  9. Tramm (335)
  10. Woltersdorf (280)
  1. Bröthen (274)
  2. Büchen * (5.515)
  3. Fitzen (361)
  4. Güster (1.190)
  5. Klein Pampau (647)
  6. Müssen (942)
  7. Roseburg (509)
  8. Schulendorf (452)
  9. Siebeneichen (259)
  10. Witzeeze (917)
  1. Besenthal (75)
  2. Brunsmark (153)
  3. Göttin (55)
  4. Grambek (393)
  5. Gudow * (1.652)
  6. Hollenbek (450)
  7. Horst (256)
  8. Klein Zecher (248)
  9. Langenlehsten (156)
  10. Lehmrade (463)
  11. Salem (560)
  12. Seedorf (529)
  13. Sterley (971)
  1. Börnsen (3.822)
  2. Dassendorf * (3.105)
  3. Escheburg (3.036)
  4. Hamwarde (751)
  5. Hohenhorn (443)
  6. Kröppelshagen-Fahrendorf (1.082)
  7. Wiershop (173)
  8. Worth (171)
  1. Basedow (678)
  2. Buchhorst (163)
  3. Dalldorf (353)
  4. Juliusburg (184)
  5. Krüzen (337)
  6. Krukow (196)
  7. Lanze (407)
  8. Lütau (677)
  9. Schnakenbek (846)
  10. Wangelau (220)
  1. Duvensee (539)
  2. Koberg (733)
  3. Kühsen (378)
  4. Lankau (491)
  5. Nusse * (1.027)
  6. Panten (725)
  7. Poggensee (337)
  8. Ritzerau (287)
  9. Walksfelde (188)
  1. Albsfelde (59)
  2. Bäk (793)
  3. Buchholz (245)
  4. Einhaus (393)
  5. Fredeburg (39)
  6. Giesensdorf (93)
  7. Groß Disnack (91)
  8. Groß Grönau (3.476)
  9. Groß Sarau (877)
  10. Harmsdorf (229)
  11. Kittlitz (259)
  12. Kulpin (248)
  13. Mechow (92)
  14. Mustin (715)
  15. Pogeez (394)
  16. Römnitz (61)
  17. Schmilau (601)
  18. Ziethen (972)
  1. Grinau (315)
  2. Groß Boden (211)
  3. Groß Schenkenberg (537)
  4. Klinkrade (539)
  5. Labenz (823)
  6. Linau (1.150)
  7. Lüchow (217)
  8. Sandesneben * (1.616)
  9. Schiphorst (571)
  10. Schönberg (1.291)
  11. Schürensöhlen (166)
  12. Siebenbäumen (657)
  13. Sirksfelde (308)
  14. Steinhorst (554)
  15. Stubben (424)
  16. Wentorf A.S. (728)
  1. Basthorst (384)
  2. Brunstorf (609)
  3. Dahmker (150)
  4. Elmenhorst (912)
  5. Fuhlenhagen (292)
  6. Grabau (288)
  7. Groß Pampau (125)
  8. Grove (231)
  9. Gülzow (1.302)
  10. Hamfelde (453)
  11. Havekost (147)
  12. Kankelau (212)
  13. Kasseburg (534)
  14. Köthel (283)
  15. Kollow (658)
  16. Kuddewörde (1.329)
  17. Möhnsen (524)
  18. Mühlenrade (189)
  19. Sahms (368)
Sitz der Amtsverwaltung *

Literatur


  • Opitz, Eckardt: Otto von Bismarck und die Integration des Herzogtums Lauenburg in den preußischen Staat, Friedrichsruh 2001 (Friedrichsruher Beiträge, Band 15)

Weblinks



Landkreis in Schleswig-Holstein | Lauenburg

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