| KEV Pinguine Eishockey GmbH | |
|---|---|
| 200501301022-kev-auszeit.jpg, 2004]] | |
| Gründungsjahre: | |
| Größte Erfolge: | |
| Name: | KönigPALAST |
| Adresse: | Westparkstraße, 47803 Krefeld |
| Eigentümer: | Seidenweberhaus GmbH Betreiber des KönigPALAST Krefeld |
| Kapazität: | 8.029 Zuschauer (offiziell) |
| Auslastung: | 2005/06 Hauptrunde: 116.393, ø 4.477 (26 Spiele); Play-offs: 14.751, ø 7.376 (2 Spiele) |
| Platzierungen der letzten 5 Jahre: | |
| 2005/06 | Platz 8 - Viertelfinale |
| 2004/05 | Platz 9 |
| 2003/04 | Platz 10 |
| 2002/03 | Deutscher Meister |
| 2001/02 | Platz 3 - Viertelfinale |
Die Krefeld Pinguine (KEV) sind ein Krefelder Eishockey-Club, der die offizielle Bezeichnung KEV Pinguine Eishockey GmbH trägt. Der KEV war 1994 Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey-Liga und gewann 1952 und 2003 die Deutsche Meisterschaft im Eishockey. Die Vereinsfarben sind, in Anlehnung an das Krefelder Stadtwappen, Schwarz und Gelb.
Die KEV Pinguine Eishockey GmbH entstand 1995 aus dem Krefelder Eislauf Verein (KEV) und umfasst lediglich das Profi-Eishockeyteam samt Geschäftsstelle. Von den Fans weiterhin nur als KEV wahrgenommen, spielt unter diesem Namen heute nur noch die Jugendabteilung. Seit Gründung der DEL ist Krefeld dabei und gewann 2003 die Meisterschaft. Finalgegner waren die Kölner Haie, die in fünf Spielen geschlagen wurden.
Seit Dezember 2004 spielt der Club in der Multifunktionshalle "KönigPALAST", die als Spielort die 1936 aufgebaute Rheinlandhalle ersetzte.
Der Krefelder Willi Münstermann forcierte mit einer eingekauften Profimannschaft aus Kanada, den "German Canadiens", später im Volksmund "Krefeld-Kanadier" genannt, den immer populärer werdenden Eishockeysport in Krefeld. Für die Zusammenstellung des Teams engagierte Münstermann den kanadischen Nationaltrainer Bobby Hoffinger. Am 7. November 1936 schließlich verfolgten 8.000 Zuschauer das erste Spiel einer Krefelder Eishockeymannschaft. Daneben förderte Münstermann ein Amateurteam, aus dem sich der Krefelder Eislaufverein 1936 e.V. - kurz "KEV" - bildete, der erste Eishockeyverein in Krefeld. Kaum wurde eine Eishockeysaison in Krefeld gespielt, da war der KEV längst eine feste Größe und oftmals hing das Schild "Ausverkauft" an den Stadiontoren. 20041217074-rheinlandhalle-abschiedsspiel.jpg Doch die Entwicklung wurde schon bald jäh gestoppt: Der zweite Weltkrieg forderte auch in Krefeld seine Opfer, und so war der Eishockeysport in Krefeld plötzlich dem Ende nahe. Willi Münstermann war es aber, der das Eishockey in Krefeld erneut aus der Taufe hob. Unter der englischen Besatzungsmacht erreichte er die Renovierung des Stadions und schon 1946 wurde in Krefeld die Rheinische Meisterschaft ausgerichtet. Um den Aufbau einer neuen Mannschaft kümmerte sich der Ex-"German Canadien" Frank Schwinghammer, der zu diesem Zweck sofort nach dem Krieg aus Kanada nach Krefeld zurückkehrte.
Einen weiteren Aufschwung gab es mit der Spielzeit 1976/77. Trainer wurde Otto Schneitberger, der mit der letzten Saison seine aktive Laufbahn beim KEV beendete. Petr Hejma und die Gebrüder Guggemos wurden verpflichtet und Dick Decloe brachte aus Kanada einen Verteidiger mit: Vic Stanfield. Stanfield entpuppte sich als einer der stärksten Verteidiger der Liga und wurde später zu einem Krefelder Idol. Seine Rückennummer - die 4 - wird heute in Krefeld nicht mehr vergeben. Am Saisonende 1977 wurde der KEV Vizemeister.
Auch in der Saison 1977/78 befand sich Krefeld im Eishockeyfieber. Am Ende der Saison lag der KEV auf dem vierten Platz. Es wurde eine neue Mannschaft formiert und mit Danny Malone ein neuer Trainer engagiert. Doch dieses neue Team sollte nie ein Spiel austragen. Im Juli 1978 musste beim Amtsgericht Krefeld der Konkurs beantragt werden. Man hatte sich in den Vorjahren finanziell übernommen und Schulden in den Bilanzen nicht richtig ausgewiesen. Alle Rettungsversuche scheiterten, als am 4. August 1978 der DEB dem KEV die Lizenz endgültig entzog.
Mit der Saison 1980/81 startete der EHC - ab 1981 wieder unter dem Namen „Krefelder Eislauf-Verein 1981 e.V.“ - in eine 11 Jahre andauernde Zweitklassigkeit. Erst 1991 gelang unter Führung von Uli Urban der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Mit Mike Zettel wurde ein kanadischer Trainer verpflichtet. Man holte in diesem Jahr z.B. den 44fachen tschechischen Nationaltorhüter Karel Lang, den Torjäger Francois Sills und den überragenden Techniker Peter Jedrus.
In die Play-offs 2003 zogen die KEV Pinguine als Sechstplazierte ein. Im Viertelfinale traf man zunächst auf die DEG Metro Stars. Mit 4:1 Siegen setzte man sich klar gegen den rheinischen Rivalen durch. Schwieriger wurde es im Halbfinale. Dort traf man auf die Eisbären Berlin. Die gewannen das erste Spiel dann auch mit 4:1. Doch die Pinguine ließen sich von diesem Misserfolg nicht vom Titelkurs abbringen, die folgenden drei Spiele gingen an den KEV. Das Finale war erreicht!
200501301073-königpalast.jpg Im Finale wartete mit den Kölner Haien ein ganz „dicker Brocken“ als Gegner auf die Pinguine. Der KEV konnte die Spiele 1 und 2 mit 5:2 und 3:2 für sich entscheiden. Der Titel war zum Greifen nah. Nur noch ein Sieg fehlte. Doch die mit dem Rücken zur Wand stehenden vom „Alpenvulkan“ Hans Zach trainierten Haie gaben sich noch nicht geschlagen. In Spiel 3 und 4 konnten sich die Haie dann tatsächlich mit 3:2 und 3:2 n. V. durchsetzen. Die Pinguine wurden somit zu einem alles entscheidenden fünften Spiel in der Köln Arena gezwungen. In einem dramatischen Spiel siegten die Pinguine nach einem 0:1 Rückstand am Ende durch Tore von Günter Oswald, Christoph Brandner und Steffen Ziesche mit 3:1 über die Haie. Nach 1951 und 1952 bedeutete dies die dritte Deutsche Eishockey-Meisterschaft für Krefeld.
In die Saison 2005/06 starteten die Pinguine als sogenannter Vorbereitungsmeister, sie konnten fast alle Vorbereitungsspiele für sich entscheiden. Enttäuschend war jedoch das Ausscheiden in der ersten Runde des Deutschen Eishockeypokals 2005/06, da sie eine 4:3 Niederlage in Weißwasser bei den Lausitzer Füchsen hinnehmen mussten. Im Laufe der Saison konnten sich die Krefelder im Oktober auf Platz 2 vorarbeiten, diese Platzierung wurde jedoch nicht gehalten und schon wenige Wochen später erschien ein Einzug in die Play-offs fraglich. Der zu einem frühen Zeitpunkt bekanntgegebene Wechsel des Torhüters Robert Müller zu den Adler Mannheim und die im Januar 2006 offiziell gewordene Kündigung des Trainers Teal Fowler zum Ende der Saison brachte Unruhe. Nach der Olympiapause im Februar konnte sich das Team noch einmal motivieren und lag zum Ende der Vorrunde auf Platz 8. Die Play-offs waren erreicht worden und Gegner in der Viertelfinal-Serie waren die Eisbären Berlin. Überraschend wurde das erste Spiel in Berlin durch die Pinguine gewonnen, doch danach gelangen den Berlinern vier Siege in Folge und somit war die Saison für die Krefelder beendet.
| Tor: | Roger Nordström (51), Robert Müller (80) |
| Verteidigung: | Paul Dyck (3), Christian Ehrhoff (10), Daniel Kunce (15), David Musial (17), Dan Lambert (19), Sergej Stas (23), Andreas Raubal (30), Darryl Shannon (32), Mario Doyon (44) |
| Angriff: | Thomas Brandl (7), Steffen Ziesche (8), Gary Shuchuk (16), Brad Purdie (20), Patrik Augusta (21), Günther Oswald (27), Jonas Lanier (28), Christoph Brandner (29), Stephane Barin (39), Bill Bowler (40), Adrian Grygiel (83), Sandy Moger (93) |
| Trainer: | Chris Valentine bis Dezember 2002; Butch Goring seit November 2002; Karel Lang (Torwarttrainer) |
| Saison | Liga | Vorrunde | Play-offs/ Play-downs | Trainer |
|---|---|---|---|---|
| 2006/07 | DEL | Jiri Ehrenberger | ||
| 2005/06 | DEL | 8. Platz | Play-offs: 4:1 Niederlagen im Viertelfinale gegen die Eisbären Berlin | Teal Fowler |
| 2004/05 | DEL | 9. Platz | nicht erreicht | Bill Stewart; Mario Simioni; Franz Fritzmeier (Interimstrainer); Bob Leslie |
| 2003/04 | DEL | 10. Platz | nicht erreicht | Haralds Vasiljevs |
| 2002/03 | DEL | 6. Platz | Deutscher Meister nach den Play-offs: 4:1 Siege im Viertelfinale gegen die DEG Metro Stars; 3:1 Siege im Halbfinale gegen die Eisbären Berlin; 3:2 Siege im Finale gegen die Kölner Haie | Butch Goring |
| 2001/02 | DEL | 3. Platz | Play-offs: 3:0 Niederlagen im Viertelfinale gegen die Kölner Haie | Doug Mason; Haralds Vasiljevs; Chris Valentine |
| 2000/01 | DEL | 9. Platz | nicht erreicht | Doug Mason |
| 1999/2000 | DEL | 3. Platz | Play-offs: 3:1 Niederlagen im Viertelfinale gegen die Berlin Capitals | Doug Mason |
| 1998/99 | DEL | 7. Platz | Play-offs: 3:1 Niederlagen im Viertelfinale gegen die Eisbären Berlin | Doug Mason |
| 1997/98 | DEL | 7. Platz | Play-ups: 3:1 Siege gegen die Kassel Huskies; 2:1 Siege gegen die Schwenninger Wild Wings/ Play-Offs: 3:0 Niederlagen im Viertelfinale gegen die Eisbären Berlin | Miroslav Berek |
| 1996/97 | DEL | 8. Platz | Play-offs: 3:0 Niederlagen im Viertelfinale gegen die Mannheimer Adler | Miroslav Berek |
| 1995/96 | DEL | 7. Platz | Play-offs: 3:0 Siege im Achtelfinale gegen die Ratinger Löwen; 3:0 Niederlagen im Viertelfinale gegen die DEG | Miroslav Berek |
| 1994/95 | DEL | 4. Platz | Play-offs: 4:1 Siege im Achtelfinale gegen die Augsburger Panther; 4:1 Siege im Viertelfinale gegen die Düsseldorfer EG; 3:2 Niederlagen im Halbfinale gegen den EV Landshut | Mike Zettel |
| 1993/94 | Bundesliga | 3. Platz | Play-offs: 4:2 Niederlagen im Viertelfinale gegen den BSC Preussen | Mike Zettel |
| 1992/93 | Bundesliga | 3. Platz | Play-offs: 3:1 Niederlagen im Viertelfinale gegen den BSC Preussen | Mike Zettel |
| 1991/92 | Bundesliga | 7. Platz | Play-offs: 3:1 Niederlagen im Viertelfinale gegen den SB Rosenheim | Mike Zettel |
| Rückennummer | Position | Name | Geburtsdatum | Vertrag | Vorige Saison bei | Nationalität |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31 | Torwart | Patrick Koslow (4) | 6. Januar 1985 | bis 2008 | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg |
| -- | Torwart | Reto Pavoni | 24. Januar 1968 | bis 2007 | HC Servette Genève | Flag of Switzerland.svg |
| 15 | Verteidiger | Daniel Kunce (A) | 17. Juli 1971 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg |
| 43 | Verteidiger | Rainer-Georg Köttstorfer | 2. August 1981 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg |
| 61 | Verteidiger | André Huebscher (3) | 8. Januar 1989 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg |
| 72 | Verteidiger | Alexander Dück | 22. April 1980 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg |
| -- | Verteidiger | Dusan Milo | 5. März 1973 | bis 2008 | MHC Plastik Nitra | Flag of Slovakia.svg |
| 12 | Stürmer | Chris Herperger (C) | 24. Februar 1974 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of Canada.svg |
| 13 | Stürmer | Philipp Hendle (2) | 26. September 1987 | -- | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg |
| 18 | Stürmer | Ted Drury | 13. September 1971 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of the United States.svg |
| 20 | Stürmer | Danny Fischbach (3) | 24. Januar 1989 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg |
| 23 | Stürmer | Herberts Vasiljevs | 27. Mai 1976 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | |
| 33 | Stürmer | Ivo Jan | 3. April 1975 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of Slovenia.svg |
| 55 | Stürmer | Boris Blank | 10. Juli 1978 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg |
| 81 | Stürmer | Roland Verwey | 27. Dezember 1981 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg |
| 86 | Stürmer | Daniel Pietta | 9. Dezember 1986 | bis 2008 | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg |
| 91 | Stürmer | Alexander Seliwanow (A) | 23. März 1971 | bis 2009 | Krefeld Pinguine | Flag of Russia.svg |
| -- | Stürmer | Jan Alinc | 27. Mai 1972 | bis 2007 | Kölner Haie | Flag of the Czech Republic.svg |
| -- | Stürmer | Sasa Martinovic | 27. September 1984 | bis 2007 | Hamburg Freezers | Flag of Germany.svg / Flag of Croatia.svg |
| Trainer | Jiri Ehrenberger | 31. März 1955 | bis 2007 | Krefeld Pinguine | Flag of Germany.svg | |
| Co-Trainer | Reemt Pyka | 11. Januar 1969 | bis 2007 | REV Bremerhaven | Flag of Germany.svg |
| Der Spieler besetzt eine Ausländerlizenz | (Sieben von zwölf Ausländerlizenzen vergeben) |
(C) = Mannschaftskapitän/(A) = Assistenten des Kapitäns/ (Stand: 12. Mai 2006)
Eine besondere Fan-Rivalität besteht zu den Fans der DEG Metro Stars, die Partien - aufgrund der geographischen Nähe auch Straßenbahn-Derby genannt - beinhalten meist eine besondere Brisanz, die sich auch in einem erhöhten Polizeiaufgebot widerspiegelt. Eine Fanfreundschaft gab es früher mit den Schwenniger Wild Wings, seitdem diese aber nicht mehr in der höchsten Liga spielen, sind die Kontakte geringer geworden.
Bei den allgemeinen Gesängen wurde aus dem Fußball „You'll Never Walk Alone“ vor jedem Spiel übernommen. KEV typisch ist allerdings zur Melodie des Schneewalzer mit dem Text „Den K-E-V Walzer tanzen wir ...“. Darüber hinaus gibt es noch eine reiche Anzahl von Gesängen, die situationsbedingt eingesetzt werden. Bundesweit bekannt sind mittlerweile die "Möpse".
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