Kranj (deutsch: Krainburg) ist mit 35.237 Einwohnern (2002) die viertgrößte Stadt Sloweniens und war namensgebend für das Herzogtum Krain.
Die slawische Besiedlung erfolgte im 7. Jahrhundert. Um die Jahrtausendwende war Kranj Sitz der Grafen und Kultur- und Verwaltungszentrum der Krain, eine Rolle, die später an Ljubljana überging. Aus 1060 datiert die erste Nennung als Chreina.
1256 erfolgte die erste Nennung als Stadt. Aus dem 15. Jahrhundert datiert die Stadtmauer. In dieser Zeit wechselte die Stadt mehrmals den Besitzer: Von den Brixenern an die Habsburger, an die Grafen von Cilli und wieder an die Habsburger, wo sie schließlich bis 1918 verblieb. Ebenso in dieser Zeit erhielt die Stadt das Recht, Gericht und Rat selber zu wählen.
Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt einen Aufschwung durch die Blüte des Bergbaus in der Krain und Kärnten, um mit dessen Niedergang ins Provinzielle zu verfallen.
Ab 1870 konnte sich die Gegend durch die Eröffnung der Bahnlinie Ljubljana ↔ Jesenice industriell entwickeln.
Im späteren 19. Jahrhundert erwachte die Slowenische Nationalbewegung und fand unter anderem im Turnverein Krainer Falke einen vehementen Träger.
1894 wurde das Gymnasium als Kaiser Franz Joseph-Gymnasium eröffnet.
In der Zwischenkriegszeit entwickelte sich die Gegend, wesentlich durch ausländisches Kapital, zu einem bedeutenden industriellen Zentrum.
Heute hat Kranj, wie die gesamte Oberkrain, mit hoher Arbeitslosigkeit durch den Niedergang der Industrie zu kämpfen.
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