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Kranichfeld
 

Wappen Karte
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Wappenabbildung
auf www.ngw.nl
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Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Geografische Lage:
Höhe: 301 m ü. NN (Rathaus)
Fläche: 23,08 km²
Einwohner: 3.795 (31. Dezember 2002)
Bevölkerungsdichte: 164 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 99446 - 99448
Vorwahl: 036450
Kfz-Kennzeichen: AP
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 046
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Alexanderstraße 7
99448 Kranichfeld
Website: www.kranichfeld.de
E-Mail-Adresse: info@kranichfeld.de
Politik
Bürgermeister: Wolf-Ludger Schlotzhauer (FDP)

Kranichfeld ist eine Kleinstadt im Mittleren Ilmtal im Süden des Kreises Weimarer Land und Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Geografie


Kranichfeld liegt im bewaldeten Hügelland der Ilm-Saale-Platte in einem Talkessel der Ilm, die mittlere Höhenlage beträgt ca. 300 Meter ü. NN.

Der Ort besteht aus der Kernstadt Kranichfeld und den separat liegenden Ortsteilen Stedten an der Ilm und Barchfeld (Ilm), die von 1975 bis 1994 die selbständige Gemeinde Barchfeld-Stedten bildeten.

Wappen


Das Wappen zeigt einen hinter sich sehenden (heraldisch: widersehenden) gelben (heraldisch: goldenen) Kranich auf weißem (heraldisch: silbernen) Grund, einen Stein in der erhobenen rechten Kralle haltend. Über dem Kranich (vorn) steht eine Wolke, aus der ein Arm einen Palmenzeig reicht, und die Jahreszahl 1650 (Erteilung des Stadtrechts). In der Stadtgeschichte waren lange auch Wappen gebräuchlich, die nur den Kranich zeigten.

Geschichte


Die älteste Erwähnung stammt von 1143, als Sitz einer Seitenlinie der Grafen von Käfernburg-Schwarzburg, die ihren Besitz 1172 teilten. Die Kranichfelder Oberherrschaft ging 1380 an die Grafen von Kirchberg, 1398 an die Wettiner, 1453 an die Reußen und war ab 1615 (bis 1920) verschiedenen thüringischen Fürstentümern zugehörig. Die Unterherrschaft gehörte den Grafen zu Schwarzburg, ab 1803 zu Preußen, ab 1815 zu Sachsen-Weimar-Eisenach und ab 1912 zu Sachsen-Meiningen. Trotz herrschaftlicher Teilung bildete Kranichfeld aber stets eine Gemeinde, die 1651 Stadtrecht erhielt. 1830 hatte Kranichfeld 1300 Einwohner. 1888 erhielt Kranichfeld Eisenbahnanschluss.

Wirtschaft


Größtes Unternehmen in Kranichfeld ist Mühl P+S, ein börsennotierter Baustoffhersteller.

Verkehr

Kranichfeld liegt an der B 87 Ilmenau - Bad Berka - (Weimar). Weitere Straßen sind die Landesstraße nach Erfurt, zur A 4 und zum Stausee Hohenfelden sowie die Kreisstraße nach Teichel.

Seit 1888 hat Kranichfeld einen Bahnanschluss an der 25 Kilometer langen Ilmbahn nach Weimar. Die Ilmbahn endet ich Kranichfeld. Planungen sie bis nach Stadtilm zur Bahnstrecke Arnstadt-Saalfeld zu verlängern wurden nicht realisiert.

Öffentliche Einrichtungen


Bildungseinrichtungen

  • Grundschule Anna Sophia
  • Regelschule Anna Sophia
  • drei Kindergärten (zwei in Kranichfeld, einer in Stedten an der Ilm)

Ämter

Freizeit- und Sportanlagen

  • Stadion (Fußball, Feldhandball, Leichtathletik) mit Kegelbahn
  • eine auch für Kulturveranstaltungen nutzbare Sporthalle (sog. Dreifelderhalle)

  • Baumbachhaus mit Bücherei, Museum und Veranstaltungsräumen.
  • Kranichfeld liegt am 124 km langen Ilmradweg
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Städtepartnerschaften


Stadtgliederung


Zur Gemeinde Kranichfeld gehören neben der Stadt im engeren Sinne noch die auswärtigen Ortsteile Stedten an der Ilm und Barchfeld (Ilm), die 9. April 2004 eingemeindet wurden. Eine weitere administrative Gliederung besteht nicht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


  • Das Oberschloss ist Frührenaissancebau von 1530 mit älteren Vorgöngern (12. Jahrhundert), 1934 ausgebrannt, 1986-2001 erneuert; beherbergt Museum zur Stadt- und Schloßgeschichte
  • Die Niederburg, erstmals erwähnt 1233, verdankt ihre heutige Gestalt einem Umbau von 1906 und beherbergt eine Freilichtbühne.
  • Die St.-Michaelis-Kirche ist eine 1496 bis 1499 errichteter spätgotischer Bau, heute evangelische Pfarrkirche für Kranichfeld und Stedten an der Ilm

Museen

  • Dauerausstellung zum Leben von Rudolf Baumbach und wechselde Ausstellungen zu regionalbezogenen Thmenen im Baumbachhaus
  • Ausstellung zur Geschichte des Oberschlosses und der Stadt im Oberschloss

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Rosenfest jährlich im Sommer (meist Juni) mit Festumzug und Veranstaltungen auf der Freilichtbühne Niederburg und anderen Veranstaltungsorten (Oberschloss, Anger), zweijährlich in Verbindung mit dem Thüringer Tanzfest
  • Mittelalterfest jährlich zu Pfingsten auf dem Oberschloss
  • Konzerte und Operaufführungen im Sommer auf der Freilichtbühne Niederburg

Persönlichkeiten


In Kranichfeld wurde 1840 der Dichter Rudolf Baumbach (Hoch auf dem gelben Wagen) geboren.

Literatur


  • Renate und Otto Hahn, 350 Jahre Stadt Kranichfeld, die Dörfer der Umgebung und die Welt, Kranichfeld 2001
  • Elmar Altwasser, Das Oberschloss Kranichfeld, Regensburg 1998, ISBN 3795461669
  • Georg Thielmann, Die Ilmtalbahn, ISBN 3935795068

Weblinks


Ort in Thüringen | Weimarer Land

 

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