| Kranich | ||||||||||||
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| : | Vögel (Aves) |
| : | Kranichvögel (Gruiformes) |
| : | Kraniche (Gruidae) |
| : | Echte Kraniche (Gruinae) |
| : | Grus |
| : | Kranich |
Der Graue Kranich ist ein 112-122 cm großer schlanker Vogel mit langen Beinen und langem Hals. Er hat graues Gefieder, einen roten Scheitel, der bei Erregung anschwillt, und weiße Wangenstreifen. Von Störchen und Reihern unterscheidet er sich durch seine buschig herabhängende „Schleppe“, das heißt die über den kurzen Schwanz herabhängenden Federn der verlängerten Armschwingen der Flügel, die so genannten Humeralfedern. Er hat eine Flügelspannweite von etwa 220 cm. Kraniche fliegen mit ausgestrecktem Hals, häufig in langen Ketten und V-Formationen.
Auffallend ist sein lauter trompetenartiger Ruf. Als eine der wenigen Vogelarten rufen bei den Kranichen Männchen und Weibchen gemeinsam („Duettruf“); sie verfügen darüber hinaus über eine reichhaltige vokale Kommunikation. Der Duettruf kann durch Frequenzanalyse (Sonografie) zur individuellen Charakterisierung und Wiedererkennung verwendet werden.
Bemerkenswert an den Kranichen ist ihr Balzverhalten, das häufig als „Kranichtanz“ bezeichnet wird. Sie springen mit ausgebreiteten Flügeln und laufen in Kreisen umher. Dabei lassen sie ihre lautes Trompeten hören. Kraniche leben meist über längere Zeit monogam, jedoch zeigen neueste Untersuchungen, dass etwa 40% aller Kraniche mindestens einmal im Leben ihren Partner wechseln. Sie bauen ihre Nester am Boden in feuchtem, oft sumpfigem Gelände, häufig im Röhricht. Die meist zwei Eier werden abwechselnd von Weibchen und Männchen bebrütet. Die Jungen tragen anfangs ein zimtbraunes Dunengefieder. Sie können nach dem Schlüpfen bereits schwimmen und sind schon sehr rege.
Kraniche ernähren sich von Samen, grünen Pflanzenteilen, Getreide, Insekten, Weichtieren und gelegentlich kleinen Wirbeltieren.
Kraniche sind hervorragende und ausdauernde Flieger und können bis zu 2.000 km nonstop zurücklegen, wobei kürzere Tagesetappen von 10–100 km eher die Regel sind. Im Flug erreichen sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 65 km/h, mit Rückenwind können sie teilweise sogar bis zu 100 km/h schnell werden.
Der Kranichzug ist eines der spektakulärsten und auffälligsten Schauspiele, die die Vogelwelt zu bieten hat. Es gibt Züge von Paaren oder kleinen Familien, zumeist sammeln sich an bekannten Überwinterungs- und Rastplätzen Tausende von Vögeln zum Abflug. Der Kranichzug ist wetterabhängig, bei stabiler Wetterlage wurden Durchflüge von der Ostsee bis zu den Pyrenäen ohne Rast beobachtet. Die Landmarken müssen die Erstzieher beim Flug ins Überwinterungsquartier erlernen. Während die normale Zughöhe zwischen 200 und 1000 m liegt, sind auch Höhen von bis zu 2.500 m verbürgt. Die „Flugschneise“ der Kraniche über Deutschland ist etwa 200 km breit. Bei entsprechender Wetterlage, nordöstlicher Windrichtung und fallenden Temperaturen an den Rastplätzen, kommt es jährlich zum Massenzug des Kranichs. An solchen Tagen sind in der Zugschneise über 40.000 ziehende Kraniche an einem Tag zu beobachten. Zur Zwischenrast wird der Lac du Der in den französischen Ardennen angeflogen. Bei besonders guten Zugbedingungen ziehen die Vögel aber auch weiter.
Kraniche legen auf ihrem Zug längere Rasten von bis zu einigen Wochen ein. In Deutschland gibt es einige wichtige Rastplätze, der größte befindet sich östlich der Halbinsel Zingst bei Stralsund, im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, einige weitere in der Nähe. Im Herbst rasten hier bis zu 60.000 Kraniche. Sie übernachten stehend im flachen Wasser des Boddens. Am frühen Morgen fliegen sie in kleineren Schwärmen zur Nahrungsaufnahme auf die umliegenden Felder. Im Frühjahr sammeln sich die Kraniche zu tausenden am Hornborga-See in Schweden, einer Zwischenstation auf dem Weg zu ihren Brutplätzen.
Der Kranich ist in Deutschland vom Aussterben bedroht und steht daher unter strengem Schutz. Er war Vogel des Jahres 1978.
Zur Zeiten Karls des Großen wurden Kraniche zur Bewachung von Haus und Hof eingesetzt. Mit ihrem lauten trompetenähnlichen Schreien warnten sie zuverlässig vor Raubwild und Greifvögeln.
Der Kranich ist in der Heraldik das Symbol der schlaflosen Wachsamkeit und hält daher einen Stein hoch (schliefe er ein, so würde ihn der losgelassene Stein wecken). Der Fliegende Kranich ist die Marke der Deutschen Lufthansa.
Die Einsatzeinheit (EE) der österreichischen Polizei, welche am Flughafen Wien-Schwechat aus Anlass des dort am 27. Dezember 1985 stattgefundenen Terroranschlages gegründet wurde, trägt ebenfalls den Namen „EE Kranich“. Der Name wurde wegen der besonderen Wachsamkeit des Vogels gewählt.
Сив жерав | Jeřáb popelavý | Common Crane | Ordinara gruo | Sookurg | Kurki | Grue cendrée | Kraan | עגור אפור | クロヅル | Kraanvogel (vogelsoort) | Żuraw (ptak) | Grou comum | Žeriav popolavý | Trana | 灰鹤
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"Kranich (Art)".
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