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Ein Krampfanfall steht umgangssprachlich für einen epileptischen Anfall.

Ursachen


Ein Krampfanfall entsteht durch ein abnorme, synchrone elektrische Entladung von Nervenzellen. Diese Entladungen können verschiedene Gründe haben:

Ein normaler Krampfanfall dauert ca. 30 bis 120 Sekunden; bei einer Anfallsdauer von über drei Minuten spricht man vom Status epilepticus.

Erkennen


Ein Krampfanfall ist für einen Laien relativ einfach zu erkennen:

  • Viele Patienten fühlen eine Art „Aura“ kurz vor dem Anfallsbeginn
  • Während des Anfalls sind die Patienten nicht ansprechbar, jedoch wach; typisch ist das unkontrollierte Zusammenziehen der Muskulatur, was zu den offensichtlichen Schüttelkrämpfen Myoklonien führt.
  • Häufig bildet sich vor dem Mund der Patienten ein roter Schaum. Dieser resultiert aus einer Kombination aus vermehrtem Speichelfluss und einem potenziellen Zungenbiss. Das austretende Blut färbt den Speichel rot. Dieser "Zungenbiss" entsteht oft erst, nachdem die Person unkontrolliert zu Boden gegangen ist.
  • Nach einem Anfall sind die Patienten in der Regel leicht desorientiert und/oder umdämmert. Urin bzw. Stuhlabgang nach einem Grand Mal ist häufig zu beobachten. Einige Personen fallen in den sogenannten Terminalschlaf.

Gefahren


Das Wichtigste ist, den krampfenden Patienten vor Sekundärverletzungen zu schützen, das heißt, seine Umgebung zu sichern.

Eine weitere Gefahr besteht in der folgenden Bewusstlosigkeit, vor allem durch die erschlaffende Zunge und den Magensphinkter.

Maßnahmen


Eine wichtige Maßnahme ist bereits oben beschrieben, außerdem gilt:

Für den Rettungsdienst gelten zusätzliche Maßnahmen:

  • Durchbrechen des Anfalls mit Diazepam, meist in Form von Rektiolen
  • Sauerstoffgabe
  • gegebenenfalls, falls möglich, Ursachen beseitigen (z.B. Hypoglykämie)

Siehe auch


Notfallmedizin | Epilepsie | Erste Hilfe

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Krampfanfall (Erste Hilfe)".

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