| Glatter Krallenfrosch | ||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Xenopus laevis 1.jpg | ||||||||||||||||||
| : | Amphibien / Lurche (Amphibia) |
| : | Lissamphibia |
| : | Froschlurche (Anura) |
| : | Mesobatrachia |
| : | Zungenlose (Pipoidea) |
| : | Zungenlose (Pipidae) |
| : | Dactylethrinae |
| : | Krallenfrösche (Xenopus) |
| : | Glatter Krallenfrosch |
Der Glatte Krallenfrosch (Xenopus laevis), auch Afrikanischer Krallenfrosch, Apothekerfrosch oder oft einfach nur Krallenfrosch genannt, ist eine von 16 en aus der der Krallenfrösche (Xenopus) innerhalb der Zungenlosen Frösche (Familie Pipidae). Die Krallenfrösche stellen das afrikanische Gegenstück zu den südamerikanischen Wabenkröten (Gattung Pipa) dar.
Als Aquarientier in menschlicher Obhut kann man diesen Lurch oft finden, da er aufgrund seiner aquatilen Lebensform, seiner Lebhaftigkeit und seiner einfachen Haltung und Züchtbarkeit sehr beliebt ist.
Der Frosch, der rund 15 bis etwa 25 Jahre alt werden kann, lebt ständig in ruhigen Gewässern, die er nur notgedrungen wie bei Austrocknung oder Nahrungsmangel verlässt. Er ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Die Männchen rufen unter Wasser mit dunkler Stimme („gra-gra-gra“ bzw. „kreik-kreik“). Die Weibchen wachsen schneller heran und sind entsprechend früher geschlechtsreif als die Männchen. Man erkennt sie daran, dass sie bei gleichem Alter gut ein Viertel größer sind als die männlichen Exemplare. Außerdem haben nur sie drei lappige Fortsätze an der Kloake. Während der Laichzeit tragen die Männchen deutlich sichtbare, dunkle Brunstschwielen an den Innenseiten der Arme. Sie umklammern, wie alle Arten der Mesobatrachia (und auch der Archaeobatrachia), die Weibchen in der Leistengegend – man spricht von einem inguinalen Amplexus.
Die Kaulquappen von Xenopus fallen unter anderem dadurch auf, dass sie sich mit nach unten gesenktem Kopf und rhythmischen Schwanzschlägen durchs Wasser bewegen. Auch weisen sie zwei lange Tentakeln auf, die an den Seiten der Mundspalte entspringen und nach vorne gerichtet sind. Ständig öffnet und schließt sich ihr Maul – sie nehmen so Wasser auf, um dieses mit Hilfe der Kiemenbögen nach planktischen Nahrungspartikeln zu filtern. Durch die paarigen Atemlöcher (Spiracula) wird es hinterher wieder abgegeben.
Normalerweise ernähren sich Krallenfrösche von wasserlebenden Insektenlarven und Würmern; aber auch kleinere Fische sowie Amphibienlarven werden gerne verzehrt. Bei hohen Besatzdichten in Aquarien oder Zuchtanlagen kann unter den Fröschen Kannibalismus auftreten. Meist werden die eigenen Eier und Kaulquappen erbeutet, insbesondere, wenn es sich bei letzteren um missgebildete Individuen handelt, die sich „umhertorkelnd“ durchs Wasser bewegen. Vor Fressfeinden schützt sich der Krallenfrosch mittels eines Hautsekrets, das giftig ist. Beim direktem Hautkontakt kann es beim Menschen Allergien auslösen.
Bis in die 1960er-Jahre wurden mit dem Krallenfrosch auch in deutschen Apotheken noch Schwangerschaftstests durchgeführt – daher der Name „Apothekerfrosch“. Frauen, bei denen möglicherweise eine Schwangerschaft vorlag, brachten dem Apotheker ihren Morgenurin, von dem dann einem jungen Krallenfroschweibchen etwas unter die Haut in den dorsalen Lymphsack gespritzt wurde. Produzierte das Tier innerhalb von 12 Stunden Eier (manchmal bis zu 2000 Stück), galt dies als ein positiver Schwangerschaftsbefund. Der Frosch reagiert bei diesem auch „Hogben-Test“ genannten Ablauf, der 1930 von dem gleichnamigen Forscher entdeckt worden war, auf das gleiche Hormon (Humanes Choriongonadotropin oder HCG), auf das auch bei heute üblichen Verfahren zur Schwangerschaftsindikation geprüft wird. Theoretisch wären andere Froschlurche, beispielsweise die heimischen Erdkröten, für diesen Test ebenfalls geeignet gewesen; das merkte man aber erst später. Bis zum Zweiten Weltkrieg herrschte ein schwunghafter Handel mit Wildfängen von Krallenfröschen. In den 1940er-Jahren gelang erstmals die erfolgreiche Nachzucht in Massen. Man hatte entdeckt, dass auch die Männchen mit den wirksamen Faktoren des Schwangerenurins, dem so genannten „Prolan“, behandelt werden müssen, um die Fortpflanzung in Gefangenschaft besonders stark zu stimulieren.
African clawed frog | Klauwkikker | アフリカツメガエル | Xenopus laevis
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Krallenfrosch".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world