Die Marienkirche in Krakau, Polen, ist eine römisch-katholische Basilika und gehört aufgrund ihrer Geschichte, ihrer Architektur und ihrer Kunstschätze zu den Wahrzeichen der Stadt Krakau.
Aufgrund der wachsenden deutschen Gemeinde im Mittelalter wurden mit der Zeit die Predigten in polnischer Sprache aus der Marienkirche in die benachbarte St. Barbarakirche verdrängt. Auf der Wintersitzung 1536/37 des polnischen Parlaments (Sejm) in Krakau gebot König Sigismund I. die Predigten in polnischer Sprache erneut in die Marienkirche zu verlegen. Die deutschen Predigten sollten dagegen in der Barbarakirche abgehalten werden. Dies war einerseits ein Zeugnis für das Erwachen des nationalen Selbstbewußtseins und der Ausprägung eines Nationalstolzes, andererseits aber auch die Folge der Polonisierung des deutschen Bürgertums.
Im Nordturm befindet sich auf etwa 54m die Bläserstube. Seit dem 14. Jahrhundert läutet ein Feuerwehrmann zu jeder vollen Stunde die Stundenglocke von Hand und spielt das Krakauer Trompetensignal „Hejnał“ in alle 4 Himmelsrichtungen. Es bricht mitten im Spiel ab und soll damit an den Tartarensturm erinnern, während dem der damalige Trompeter beim Spiel des Alarmsignals von einem Tartarenpfeil getötet wurde.
Seit 1927 wird das Mittagssignal live vom Sender Radio Kraków übertragen, es ist die älteste ständige Musiksendung der Welt.
Kirchengebäude in Polen | Marienkirche | Wahrzeichen | Gotisches Bauwerk | Krakau
St. Mary's Basilica, Kraków | Krakówi Maria kirik | Basilique Sainte-Marie de Cracovie | Kościół Mariacki w Krakowie
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"Marienkirche (Krakau)".
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