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Kozani
 

Kozan (vormals Sis) ist eine Stadt in der Provinz Adana in der Türkei. Sie liegt in der Çukurova südlich des Anti-Taurus am linken Ufer des Kirkgen Su, eines Seitenflusses des Ceyhan.

Geschichte


Der assyrische Name der Stadt ist Sissu. Sie wurde 676 v. Chr. von Assurhaddon unterworfen

Der antike Name der Stadt ist Sision oder Flaviopolis. Gregor der Erleuchter wurde 267 zum ersten Katholikos von Sision ernannt, verlegte das Bistum aber nach Etschmiadsin.

Im 9. Jh. fiel Flaviopolis an die Abbasiden und wurde durch den Kalifen al-Mutawakkil befestigt. Nach einer erneuten Periode byzantinischer Herrschaft geriet die Stadt unter die Herrschaft der Seldschuken. 1187 wurde sie unter dem Namen Sis Hauptstadt des Königreiches von Kleinarmenien, 1294 Sitz des Katholikos der Armenier. In einer von König Leon I. erbauten Kirche befand sich bis ins frühe 20. Jahrhundert der Thron der Könige von Kleinarmenien.

1374 wurde die Stadt von den Mamluken eingenommen, blieb aber bis Anfang des 20. Jh. Zentrum des armenischen Katholikats von Kilikien, das in Konkurrenz zu Etschmiadsin stand und bis heute besteht. Nach dem 1. Weltkrieg wurde der Sitz aus Sicherheitsgründen nach Antelias im Libanon verlegt.

Armenische Synoden


Synoden der armenischen Kirche wurden in Sis in den Jahren 1204, 1243, 1251, 1307 und 1342 abgehalten. 1251 fand in Sis ein Konzil statt, in dem Abgesandte des Papstes Innozenz IV. die Armenier überzeugen sollten, daß der Heilige Geist vom Vater und vom Sohn ausgehe ("Filioque"). Da der Rubenide Leon die armenische Königskrone anstrebte und dazu die Unterstützung der Lateiner brauchte, wurde die Kirchenunion 1198 vollzogen. Auf der Synode 1307 wurden die Veränderungen in der Liturgie, die Bedingungen der Union der Armenischen mit der katholischen Kirche gewesen waren, angenommen. Diese waren unter anderem:
  • Beimischung von Wasser zum Wein bei der Messe,
  • Firmung allein durch Bischöfe,
  • Einführung der Krankensalbung nach römischem Muster.
Diese Veränderungen erregten Unwillen in den Gemeinden. Gegner der Union ermordeten 1310 sogar einen Bischof, weil er Wasser in den Meßwein gemischt hatte. 1361 wurden diese Änderung der Liturgie auf einer weiteren Synode in Sis zurückgenommen.

Sehenswürdigkeiten


Die Hoskadem Moschee wurde 1448 durch die Mamluken erbaut und ist ein typisches Beispiel des mamlukischen Baustils. Die Burg von Sis ist eine weitere Sehenswürdigkeit. Kathedrale und Kloster des armenischen Katholikats sind verschwunden.

Weblinks


  • http://www.kozan.gov.tr/

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