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Kotor
 

Montenegro Kotor.png | Kotor.jpg Kotor (italienisch Cattaro, lat. Acruvium) ist eine Hafenstadt in Montenegro. Kotor ist Sitz der katholischen Diözese Kotor. Die Stadt hat etwa 19.000 Einwohner, die Gemeinde (einschließlich der umliegenden Siedlungen) 23.500 Einwohner (2003).

Die Stadt liegt am südöstlichen Ende der Bucht von Kotor (serbisch/kroatisch Boka kotorska, italienisch Bocche di Cattaro) und ist berühmt für ihre Altstadt. Am 15. April 1979 wurde die Stadt durch ein starkes Erdbeben schwer zerstört. Als Folge davon setzte die UNESCO sie im gleichen Jahr auf ihre so genannte "Rote Liste" der gefährdeten Natur- und Kulturgüter. In den Jahren darauf wurde sie, auch mit internationalen Mitteln, zum größten Teil wieder aufgebaut.

Zu den bekannten Bauwerken gehört die (katholische) St. Tryphonius-Kathedrale ('Sveti Tripun'), in der die Reliquien des Schutzpatrons der Stadt, des heiligen Tryphonius, aufbewahrt werden. Der älteste Teil der Kirche stammt von 1166, wobei die prägende Stirnseite mit den Türmen nach dem Erdbeben von 1667 gebaut wurden. Weitere Bauwerke sind die einschiffige romanische St. Lukaskirche (1195), die im 17. Jahrhundert an die orthodoxe Kirche ging, und der Uhrturm im Renaissance-Stil (1602) beim Hauptplatz der Altstadt. An den Hängen der Bucht von Kotor erstrecken sich die weitläufigen Verteidigungsanlagen bis in eine Höhe von 300 Metern.

Im 14. Jahrhundert hatte Kotor eine derart große Rolle für den Handel im Adriatischen Meer gespielt, dass es in Konkurrenz mit Venedig und der Republik Ragusa (Dubrovnik) geriet. Als nach Zar Dušans Tod 1355 das serbische Reich, dem Kotor beinahe 200 Jahre lang angehörte, zerfiel, griffen die Venezianer die Stadt an. Nach kurzer ungarischer und bosnischer Zugehörigkeit wurde Kotor 1391 eine selbständige Republik. 1420 stellte sich die Stadt unter venezianischen Schutz und verlor immer mehr an Selbständigkeit. Nach dem Untergang Venedigs 1797 gerät Kotor unter französische, montenegrinische und österreichische Herrschaft. Letztere stationierten bis zum Ersten Weltkrieg ihre Kriegsflotte in der Bucht von Kotor.

Die Bucht von Kotor ist eine der bekanntesten und meistbesuchten Tourismusziele in Montenegro.

Söhne und Töchter der Stadt

Partnerstädte


Siehe auch


Weblinks


Ort in Montenegro | Weltnaturerbe (Europa)

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